„Der falsche Weg“: Stadt will wichtige Anlaufstelle im Münchner Süden ersatzlos schließen

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„Der falsche Weg“: Stadt will wichtige Anlaufstelle im Münchner Süden ersatzlos schließen

Stand: 13.10.2026, 18:41 Uhr

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Das Bürgerbüro an der Forstenrieder Allee soll Ende 2027 aufgegeben werden.

Das Bürgerbüro an der Forstenrieder Allee soll Ende 2027 aufgegeben werden. © Götzfried

Das KVR will seine Außenstelle an der Forstenrieder Allee bis Ende 2027 aufgeben. Im Bezirksausschuss und im Stadtrat regt sich bereits Widerstand.

München – Neu ist die Idee nicht: 2018 hatte das Kreisverwaltungsreferat (KVR) bereits einmal versucht, das Bürgerbüro an der Forstenrieder Allee zu schließen. Der Stadtrat kippte die Pläne. Nun will die Verwaltung die KVR-Außenstelle im 19. Stadtbezirk erneut streichen. Ersatzlos. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der tz vorliegt. Demnach soll der Standort spätestens zum 31. Dezember 2027 aufgegeben werden. Wer sich danach ummelden oder einen neuen Ausweis beantragen will, soll in die sieben Kilometer entfernte Hauptstelle des Referates an der Ruppertstraße ausweichen. Grund ist die angespannte Haushaltslage der Stadt. 167.000 Euro will die Verwaltung durch die Schließung an Miet- sowie Betriebskosten jährlich einsparen.

Verwaltung will Bürgerbüro an der Forstenreider Allee aufgeben: zu eng, nicht mehr zeitgemäß

Neben der Ruppertstraße und der Forstenrieder Allee gibt es noch vier weitere Bürgerbüros – in Pasing, am Scheidplatz, am Orleansplatz und am Leonrodplatz. In dem Schreiben an den für die Forstenrieder Allee zuständigen Bezirksausschuss heißt es, das Bürgerbüro dort sei mit 13 Arbeitsplätzen eine sehr kleine Dienststelle. Die Platzverhältnisse seien zudem beengt, die Ausstattung nicht mehr zeitgemäß.

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Zwar hatte der Stadtrat 2024 beschlossen, das Büro an einen anderen Standort zu verlegen und dort auszubauen. Weil aber das Geld mittlerweile knapp ist, sind die Pläne in der Schublade verschwunden.

Bürgerbüro an der Forstenrieder Allee soll schließen: Bezirksausschuss stemmt sich gegen Pläne

Wie es in dem Schreiben weiter heißt, ergebe es aus Sicht des KVR Sinn, der Bevölkerung große, leistungsfähige und barrierefreie Dienststellen an verkehrsgünstig gelegenen Standorten anzubieten, wo auch genügend Personal zur Verfügung gestellt werden könne. Das sei an der Forstenrieder Allee nicht mehr möglich.

Der Stadtrat soll der Schließung im November zustimmen. Der BA hat sich bereits einstimmig gegen die Pläne ausgesprochen. Veronika Mirlach, BA-Mitglied und CSU‑Vize im Stadtrat, sagte der tz, die Schließung sei der falsche Weg. „Gerade in einem so großen Stadtbezirk am Stadtrand brauchen die Bürger einen wohnortnahen Zugang zu ihrer Verwaltung. Haushaltskonsolidierung darf nicht auf Kosten der Bürgernähe gehen.“

Bürgerbüro an der Forstenrieder Allee soll schließen: „Vieles kann von Zuhause beantragt werden“

Verständnis hingegen bei den Grünen: „Vieles können Münchner inzwischen bequem von Zuhause aus beantragen“, sagt Stadträtin Nimet Gökmenoglu. „Das werden wir in Zukunft noch weiter ausbauen. Deswegen halte ich es für vertretbar, dass wir die Bürgerbüros künftig zentralisierter an vier Standorten anbieten werden.“