Der FCZ überzeugt vor allem in einer Sache

Zwar leisten die Thuner gegen den FCZ gehörig Mithilfe, sodass die Zürcher nach einem 0:1 zurückkommen. Doch am Ende überzeugt das Team von Marcel Koller auch mit beeindruckender Effizienz.

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Der FCZ überzeugt vor allem in einer Sache

Das ist beeindruckend

Der FCZ überzeugt vor allem in einer Sache

Zwar leisten die Thuner gegen den FCZ gehörig Mithilfe, sodass die Zürcher nach einem 0:1 zurückkommen. Doch am Ende überzeugt das Team von Marcel Koller auch mit beeindruckender Effizienz.

Publiziert: 10.10.2026 um 22:03 Uhr

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Lucas WerderReporter Fussball

Dass Thun-Trainer Gian-Luca Privitelli (48) von einem «Unentschieden-Spiel» spricht, das seine Mannschaft am Ende zu hoch verliere, kommt auf den ersten Blick überraschend. Schliesslich haben die Berner Oberländer gegen den FCZ gerade eine 2:4-Niederlage einstecken müssen, die ohne Derbacis Treffer in der Schlussminute noch höher ausgefallen wäre.

Die Zahlen geben Privitelli aber recht: Die Thuner geben im Letzigrund genau gleich viele Schüsse wie der FCZ ab, weisen am Ende sogar den höheren Expected-Goals-Wert auf als die Gastgeber (1,44 zu 0,91). Doch neben fatalen Abwehrfehlern wird die Partie am Ende vor allem durch die unglaubliche Zürcher Effizienz entschieden. Fünf Mal schiesst der FCZ auf das Tor von Niklas Steffen, viermal landet der Ball dabei im Netz.

«Zepter übernommen, verdient gewonnen»

Bis zum ersten Abschluss dauert es aber eine halbe Stunde. Nach einem schlecht verteidigten Eckball liegen die Zürcher zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient mit 0:1 hinten. «Wir haben uns viel vorgenommen, konnten die Energie zu Beginn aber nicht auf den Platz bringen», erklärt Kevin Spadanuda (29). Der ehemalige Luzerner, dem bei seinem neuen Klub bis auf einen Derby-Treffer bislang noch nicht allzu viel gelungen ist, sorgt mit seinem Ausgleichstreffer für den Zürcher Weckruf.

«Danach haben wir das Zepter übernommen und verdient gewonnen», findet Bledian Krasniqi, der noch vor dem Pausenpfiff zum 2:1 für den FCZ trifft.

Schwache Thun-Abwehr

Bei seinem Flachschuss aus 20 Metern profitiert der Mittelfeldspieler aber genau wie Teamkollege Lichtenstein beim dritten Zürcher Treffer vom miserablen Thuner Abwehrverhalten. Und auch das vierte Tor von Kény lässt sich aus Sicht der Berner Oberländer deutlich besser verteidigen. «Wir haben ihnen zu viel Platz gelassen und sind nicht richtig in Duelle gegangen», fasst es Verteidiger Nicolas Bürgy (31) zusammen. «Wenn du den Gegner so in den Strafraum marschieren lässt, musst du dich nicht wundern, wenn du vier Tore kassierst.»

Thun-Trainer Privitelli spricht danach von «einem Spiel, das nicht für uns läuft». Neben einem eiskalten FCZ, der in der Tabelle plötzlich auf Platz vier steht, ist Privitellis Mannschaft dafür aber zu einem grossen Teil mitverantwortlich.

Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

10

24

28

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

9

13

19

3

FC Sion

FC Sion

10

6

19

4

FC Zürich

FC Zürich

10

-4

14

5

Servette FC

Servette FC

10

1

13

6

FC Basel

FC Basel

9

0

13

7

FC St. Gallen

FC St. Gallen

9

-3

13

8

FC Luzern

FC Luzern

10

-5

12

9

FC Thun

FC Thun

10

-10

10

10

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

9

-11

8

11

FC Vaduz

FC Vaduz

9

-3

6

12

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

9

-8

6

Meisterschaftsrunde

Abstiegsrunde