Sinners Absage bringt Zverev dem Tennis-Thron näher
Sportmix Auf dem Weg zur Nummer 1: Bärenstarker Zverev will unglaubliche Serie beenden Alexander Zverev stand gegen Juncheng Shang nicht mal eine Stunde auf dem Platz. AF...
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Sportmix
Auf dem Weg zur Nummer 1: Bärenstarker Zverev will unglaubliche Serie beenden
Plötzlich rückt die Nummer eins ganz nah: Zverev könnte Tennis-Geschichte schreiben. Warum Sinners Absage seine Chancen jetzt massiv erhöht.
Mit Vollgas ins Viertelfinale: Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Peking im Eiltempo das Kracher-Duell mit Novak Djokovic perfekt gemacht. Der US-Open-Sieger aus Hamburg ließ dem überforderten Chinesen Shang Juncheng beim 6:0, 6:3 in nur 55 Minuten keinerlei Chance – und machte zugleich den nächsten Schritt auf dem Weg zur neuen Nummer eins der Weltrangliste.
In der Runde der besten Acht wartet mit Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic allerdings ein harter Brocken auf Zverev. Der Serbe weist in Peking eine außergewöhnliche Bilanz von 31:0 auf und hat bei all seinen bisherigen Teilnahmen in der chinesischen Hauptstadt triumphiert. Körperlich wirkte Djokovic bei seinen jüngsten Auftritten allerdings nicht immer ganz stabil.
Das Live-Ranking der Tennis-Weltrangliste
Jannik Sinner (Italien) 11.000 Punkte
Alexander Zverev (Hamburg) 9720
Carlos Alcaraz (Spanien) 5160
Ben Shelton (USA) 4680
Daniil Medvedev (Russland) 3910
„Ich glaube, das ist wahrscheinlich einer seiner Lieblingsplätze. In seiner Karriere hat er hier noch nie verloren. Aber natürlich werde ich alles tun, was ich kann, um es zu einer Herausforderung zu machen, mithalten zu können und hoffentlich erfolgreich zu sein“, sagte Zverev: „Ich schätze meine Chancen gut ein.“
Zverev baut Traumserie gegen Linkshänder aus
Gegen Shang baute der 29-Jährige zudem seine beeindruckende Bilanz gegen Linkshänder weiter aus. Seit den French Open 2023 steht Zverev gegen Linkshänder nun bei 48:1. Schon in der ersten Runde in Peking hatte er den britischen Linkshänder Cameron Norrie besiegt.
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Er freue sich, dass Shang „ein paar Spiele gewonnen hat, denn ich finde, er hat es verdient“, sagte Zverev über seinen Gegner. „Ich hatte mich darauf eingestellt, dass es eine schwierige Herausforderung werden würde. Aber ich bin froh, dass es am Ende doch nicht so war.“
Noch wichtiger könnte der Erfolg mit Blick auf die Weltrangliste sein. Die Chancen von Zverev auf den Sprung an die Spitze sind zuletzt deutlich gestiegen. Branchenführer Jannik Sinner hat wegen anhaltender Knieprobleme auch seine Teilnahme am ATP-Masters in Shanghai (ab 7. Oktober) abgesagt.
„Leider werde ich dieses Jahr nicht wie erhofft beim Rolex Shanghai Masters spielen können“, schrieb der Italiener in den sozialen Medien. „Ich habe es immer sehr genossen, vor den Fans in Shanghai zu spielen, und es tut mir wirklich leid, dass ich nächste Woche nicht dabei sein kann.“
Sinner sagt Shanghai ab – große Chance für Zverev
Der fünfmalige Grand-Slam-Champion, der im Juli in Wimbledon im Finale gegen Zverev triumphiert hatte, hat seit dem Endspiel beim Rasenhighlight kein Match mehr auf der Tour bestritten.
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Zverev lag vor dem Turnier in Peking 1370 Punkte hinter Sinner. Durch seinen Viertelfinaleinzug sammelt der Hamburger nun weitere Zähler. Sollte er sowohl in Peking als auch anschließend beim Masters in Shanghai triumphieren, könnte er die erste deutsche Nummer eins der ATP-Weltrangliste seit Boris Becker 1991 werden.
Auch im weiteren Saisonverlauf muss Sinner zahlreiche Punkte aus dem Vorjahr verteidigen. Zverevs Traum von Platz eins ist damit so realistisch wie lange nicht mehr. (sid/mp)