Deutsche Basketballerinnen entzaubern Belgien

Dank einer starken Mannschaftsleistung sind die deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM ins Halbfinale eingezogen. Beim 93:74 (22:19; 20:16; 32:24; 19:15)-Sieg gegen Belgien gelang dem DBB-Team nahezu alles.

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Deutsche Basketballerinnen entzaubern Belgien
Emma Eichmeyer und Britta Daub freuen sich nach dem Sieg gegen Belgien

Europameisterinnen geschlagen Deutsche Basketballerinnen entzaubern Belgien

Stand: 10.09.2026 • 20:44 Uhr

Dank einer starken Mannschaftsleistung sind die deutschen Basketballerinnen bei der Heim-WM ins Halbfinale eingezogen. Beim 93:74 (22:19; 20:16; 32:24; 19:15)-Sieg gegen Belgien gelang dem DBB-Team nahezu alles.

Angeführt von einem spielstarken Duo, bestehend aus der Spielerin des Spiels Nyara Sabally (16 Punkte) und Top-Scorerin Leonie Fiebich (17 Punkte), erspielte sich die deutsche Mannschaft eine frühe Führung, die bis zum Ende der Partie Bestand hatte. Auch eine starke Vorstellung von Belgiens Starspielerin Emma Meesseman (29) reichte den Europameisterinnen nicht, um ein in der Breite stark aufspielendes deutsches Team zu schlagen, bei dem sechs Spielerinnen zweistellig trafen.

"Brutal surreal. Ich weiß nicht, wie man sich fühlen soll, wenn man sowas geschafft hat", suchte Fiebich am Sportschau-Mikrofon nach den richtigen Worten für das, was in den letzten 40 Minuten in der Berliner Arena ablief. Über weite Strecken des Spiels dominierten die Deutschen die Favoritinnen. "Wir sind auf dem Weg nach oben. Mit uns ist nicht zu Spaßen", zog Fiebich selbstbewusst Bilanz.

Und auch Sabally gibt sich nach dem starken Auftritt angriffslustig : "The sky is the limit (Der Himmel ist die Grenze)". Es mache besonders viel Spaß vor so einem Publikum zu spielen, lobte die WNBA-Spielerin die Heim-Fans. Auf die werde es auch am Samstag wieder ankommen, wenn das DBB-Team gegen Frankreich um die erste Medaille seit 1997 spielt.

DBB-Team bügelt verschlafenen Start aus

Den besseren Start legten allerdings die Europameisteinnen aus Belgien hin und gingen über Starspielerin Meesseman schnell mit 5:0 in Führung (2.) Sowohl bei den Rebounds als auch der Trefferquote überflügelten die Belgierinnen das DBB-Team - allerdings nicht lange. Fiebich fand langsam ihren Wurf und bekam Unterstützung von der deutschen Bank.

Die eingewechselte Alexandra Wilke stellte mit fünf Punkten in Folge auf 18:17 (9.) und brachte Deutschland erstmals in Führung. Die bauten die DBB-Frauen nach der Pause konsequent aus. Eine agile Defensive und ein 7:0-Lauf veranlassten den belgischen Trainer zu einer frühen Auszeit. Aber auch die konnte Fiebich nicht stoppen. Die WNBA-Spielerin traf drei ihrer vier Dreierversuche und war Top-Scorerin (13) der ersten Hälfte.

Lediglich Meesseman hielt bei den Gegnerinnen dagegen, erzielte 12 der ersten 27 Punkte ihres Teams und sorgte auch in der Defensive für wichtige Szenen. Ihr Block gegen Nyara Sabally in der 17. Minute aber nur ein optischer Höhepunkt, denn die Moral der deutschen Spielerinnen blieb ungebrochen. Sabally nur eine Minute später mit dem wichtigen Dreier zum 39:34 (18.).

Die 26-Jährige zeigte sich auch nach der Pause in Trefferlaune und stellte mit ihrem Dreier auf 49:39 (23.). Das belgische Team spielte zunehmend körperbetonter, stand vor allem der bislang starken Fiebich "auf den Füßen". Das sich der Rückstand dennoch nicht verringerte, lag daran, dass die restlichen DBB-Spielerinnen, den sich ergebenen Freiraum eiskalt nutzen.

Deutsche Bank sorgt für wichtige Impulse

Emma Eichmeyer, Alexis Peterson-Smalls und Wilke stellten in der 27. Minute mit ihren Körben auf 61:45. Vor allem in der Offensive fiel den Belgierinnen zu wenig ein, immer wieder suchten sie ihre Starspielerin Meesseman und Julie Vanloo, die bekamen vom Rest des Teams aber zu wenig Unterstützung.

Ganz anders sah das auf deutscher Seite aus. 28 Punkte kamen allein von der Bank, gleich mehrere Spielerinnen trafen neben dem Duo Fiebich/Sabally konstant und stellten die Favoritinnen mit ihrer Unausrechenbarkeit vor sichtbare Probleme. Sodass das DBB-Team mit einer 74:59-Führung in die finale Viertelpause ging.

Belgien kann Rückstand nicht mehr aufholen

Mit dem Wiederanpfiff bließen die Belgierinnen aber umgehend zur finalen Offensive und verkürzten den Rückstand auf 63:76 (31.). Einer der großen Stärken der deutschen Mannschaft war bis dato die Kaltschnäuzigkeit und die zeigte Wilke mit ihrem tiefen Dreier zum 79:63. Mittlerweile wurde auch die Arena in Berlin immer mehr zum Faktor und trieb das DBB-Team nach Vorne.

Dort spielten sich nun andere Spielerinnen in den Fokus. Nina Sonntag sicherte die komfortable Führung mit wichtigen Aktionen in der Defensive und Peterson-Smalls traf zum 87:74 in der 38. Minute. Spätestens als Fiebich rund eine Minute vor dem Ende auf 93:74 stellte, war der Halbfinaleinzug und der damit verbundene Kampf um die Medaillen sicher.