Vor den Augen seiner Freunde: 20-Jähriger rutscht beim Wandern in den Tiroler Alpen aus und stürzt 85 Meter in die Tiefe
StartseiteWeltStand: 12.10.2026, 07:35 UhrKommentareUns auf Google folgenNotarzthubschrauber nach Alpinunfall in Westendorf im Einsatz (Symbolfoto). © IMAGO / EibnerEine Wandertour mit sechs Freunden in Tirol ...
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Stand: 12.10.2026, 07:35 Uhr
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Eine Wandertour mit sechs Freunden in Tirol endete für einen 20-Jährigen in einem Alptraum. Der junge Mann rutschte aus und stürzte ab. Dann setzte Nebel ein.
Westendorf – Die sechsköpfige Wandergruppe aus Deutschland war am Sonntagnachmittag (11. Oktober) in Westendorf in Tirol unterwegs. Beim Abstieg von der 1.820 Meter hoch gelegenen Choralmbahn-Bergstation ins Tal war die Truppe auf keinem markierten Wanderweg unterwegs, sondern wollte direkt über ein Wiesengelände abwärts. Dann passierte es in einem unkontrollierten Moment.
Vor den Augen seiner Begleiter rutschte ein 20-Jähriger auf dem nassen Wiesenboden aus und stürzte 85 Meter über das steile Gelände ab. Die Gruppe setzte daraufhin sofort einen Notruf ab, teilt die österreichische Polizei mit. Der Verunglückte hatte sich beim Absturz eine Thoraxverletzung sowie eine Unterschenkelfraktur zugezogen.
Junger Wanderer stürzt 85 Meter ab – Nebel macht Rettung zum Wettlauf gegen die Zeit
Die Bergrettung rückte sofort aus. Doch dichter Nebel legte sich über den Berg und machte einen Hubschraubereinsatz zunächst unmöglich. Der Notarzthubschrauber C4 konnte nicht starten. Einsatzkräfte der Bergrettung Westendorf rückten mit zehn Mann und zwei Fahrzeugen an. Zudem waren zwei Alpinpolizisten gefordert.
Als sich der Nebel für kurze Zeit lichtete, nutzte das Team vom Notarzthubschrauber die Chance sofort und führte der Polizei zufolge eine sogenannte „Crashbergung“ durch.
„Crashbergung“
Bei einer Crashbergung handelt es sich um eine schnelle Rettungstechnik bei Hubschrauber-Einsätzen, bei der eine verletzte oder gefährdete Person so schnell wie möglich aus der akuten Gefahrensituation geholt wird. Die medizinische Versorgung erfolgt erst danach, etwa an einem sicheren Zwischenlandeplatz oder im Hubschrauber selbst.
Quellen: Bergrettung.at
Der Schwerverletzte wurde zunächst im Tal erstversorgt und anschließend mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus St. Johann in Tirol geflogen. In den Stubaier Alpen waren wegen der schlechten Wetterbedingungen an diesem Wochenende zwei 18-jährige Bergsteiger aus Deutschland in Bergnot geraten. Die beiden hatten sich im Nebel verirrt.