Vierspänner-WM in Aachen: Deutschland fällt auf Platz vier zurück

<strong>Regen, rutschige Leinen und ein anspruchsvoller Marathon: Die deutschen Vierspänner haben sich am Samstag in der nassen Aachener Soers tapfer geschlagen. Nach der zweiten Disziplin kommt Team Deutschland auf 316,69 Minuspunkte. Wie erwartet sortiert man sich nach dem Marathon vorerst hinter den Favoriten Australien (308,06), den Niederlanden (310,37) und Belgien (310,82) ein.</strong>

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Vierspänner-WM in Aachen: Deutschland fällt auf Platz vier zurück
Christoph Sandmann im WM-Marathon 2026

Vierspänner-WM in Aachen Deutschland fällt auf Platz vier zurück

Stand: 22.08.2026 • 17:51 Uhr

Regen, rutschige Leinen und ein anspruchsvoller Marathon: Die deutschen Vierspänner haben sich am Samstag in der nassen Aachener Soers tapfer geschlagen. Nach der zweiten Disziplin kommt Team Deutschland auf 316,69 Minuspunkte. Wie erwartet sortiert man sich nach dem Marathon vorerst hinter den Favoriten Australien (308,06), den Niederlanden (310,37) und Belgien (310,82) ein.

Von Lisette Robiné (Aachen)

Nach Teildisziplin eins, der Dressur, hatte Deutschland noch auf Platz eins gelegen. Im Marathon fiel die deutsche Equipe auf Platz vier zurück - hat das Podium aber weiter im Blick. "Es sind 6 Punkte, es sind zwei Kegel, also es ist auch nach ganz vorne noch alles drin", betont WDR-Fahrexperte Mario Schildt, wie eng es im Ranking zugeht.

Zufrieden konnte vor allem Anna Sandmann sein. Die letzte deutsche Starterin im Marathon kam ohne Fehler durch die acht Hindernisse und meisterte die schwierigen Bedingungen souverän. "Große Probleme hatten wir nicht, aber trotzdem merkt man, dass es schon mal rutschiger wird, auch die Leinen", sagte Sandmann anschließend im WDR-Interview.

Besonders stolz war die deutsche Fahrerin auf ihren Aachener Neuzugang im Gespann vorne rechts: "Ich hatte bisschen Respekt hier vor Aachen, so ein großes Gelände, schweres Gelände, aber er war super bei mir, super fokussiert und hat einen super Job gemacht", sagte Sandmann über ihr neues Pferd im Gespann, "Teddy".

Anna Sandmann im WM-Marathon 2026

Meier nach dem Schreck wieder im Rhythmus

Für Mareike Meier lief es nach dem Schreckmoment der kurzzeitigen Disqualifikation am Vortag heute wieder ganz nach Plan. Nachdem ihr Gespann am Freitag zunächst wegen eines Ausrüstungsfehlers aus der Wertung genommen worden war und die deutsche Equipe erfolgreich dagegen protestiert hatte, konnte sich Meier im Marathon wieder ganz auf den Sport konzentrieren. Der Vorfall war damit abgehakt, im anspruchsvollen Gelände der Aachener Soers kam die deutsche Fahrerin gut klar.

Vater Sandmann bleibt Streichergebnis

Während Meier (159,21) und Sandmann (157,20) gute Ergebnisse für die deutsche Equipe einfuhren, war erneut Anna Sandmanns Vater Christoph Sandmann nach dem Marathon das Streichergebnis. Schon bei der Dressur war Christoph Sandmann der wertungsschwächste deutsche Fahrer gewesen. Seine 165,41 Strafpunkte im Marathon fließen damit nicht in die Mannschaftswertung ein.

Für das deutsche Team ist trotz des Verlustes von Platz eins vor dem Kegelfahren noch alles möglich. Der Rückstand auf den dritten Platz beträgt lediglich sechs Strafpunkte.

Das finale Kegelfahren entscheidet

Im Kegelfahren müssen die Gespanne einen festgelegten Parcours möglichst schnell und fehlerfrei bewältigen. Die Kegel sind paarweise aufgestellt und bilden eine schmale Durchfahrt für das Gespann. Wer einen Kegel umwirft oder einen Ball von einem Kegel abwirft, erhält drei Strafpunkte. Auch eine Überschreitung der erlaubten Zeit wird mit Strafpunkten geahndet. Entscheidend ist damit die Kombination aus Fehlern und Fahrzeit: Je weniger Strafpunkte, desto besser das Ergebnis.

Für die Deutschen ist das Kegelfahren deshalb die letzte Chance, den Rückstand noch aufzuholen. Sechs Strafpunkte entsprechen dabei genau zwei abgeworfenen Kegeln - und machen deutlich, wie eng das Rennen vor der Entscheidung ist. Wer fehlerfrei bleibt und zugleich innerhalb der erlaubten Zeit ins Ziel kommt, kann in der Gesamtwertung noch einen großen Sprung machen.

Quelle:

  • WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: wdr.de, Sport im Westen live: Reit-WM Aachen 2026 - Marathonfahrt der Vierspänner, 22.08.2026, 14 Uhr