Klopp und der Hype: Nationaltrainer muss nach Unentschieden und Niederlage liefern
StartseiteSportFußballDeutschland verkloppt: Hype um Bundestrainer schon verpufft?Stand: 29.09.2026, 21:12 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Hoffnung in Jürgen Klopp als DFB-Trainer ist groß. Doch der Aufta...
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Deutschland verkloppt: Hype um Bundestrainer schon verpufft?
Stand: 29.09.2026, 21:12 Uhr
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Die Hoffnung in Jürgen Klopp als DFB-Trainer ist groß. Doch der Auftakt misslang. Was macht das mit dem Hype um den Bundestrainer und seine Position?
Augsburg – The trend is your friend. So heißt es nicht nur an der Börse, sondern auch oft genug, wenn es um des Deutschen liebste Sportart geht. Das Nationalteam, also das DFB-Team der Herren, ist jedoch so gar nicht mit eben jenem Trend befreundet. Daran konnte auch Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp nichts ändern. Vielmehr bestätigte er den Negativtrend beim Unentschieden gegen die Niederlande (1:1) und der Niederlage gegen Griechenland (0:1).

Beinahe nahtlos schloss Klopp damit an die beiden vorherigen WM-Niederlagen gegen Ecuador und Paraguay an. Doch noch kann der Bundestrainer die Hype-Welle weiter reiten, und hat noch einiges an Kredit bei den Fans. Dafür ist er auch selbst verantwortlich. Durch den in zwei, mehr oder weniger geschlossene Blöcke aufgeteilten XXL-Kader hat er nicht nur das Zeichen gesendet, Neulingen eine Chance zu geben, sondern auch, dass es zu Experimentierfehlern kommen kann.
Klopp-Hype hält weiter an: Der Kredit dürfte noch genau zwei Spiele halten
Damit dürften auch die beiden noch anstehenden Spiele kreditwürdig abgedeckt sein. Es müsste schon sowohl gegen Serbien als auch im zweiten Spiel gegen Griechenland eine ordentliche Klatsche setzen, damit erste, ernst zu nehmende Klopp-Kritik laut wird. Ungeachtet dessen sind die beiden Spiele eine Nagelprobe für den kloppschen Weg beim DFB.
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Dass Klopps Spielidee funktioniert, hat er bei Borussia Dortmund und beim FC Liverpool eindrücklich bewiesen. Allerdings hatte er dafür seine Spieler die ganze Zeit um sich, konnte mit ihnen Abläufe einüben – inklusive der so wichtigen Wiederholungen. Das sei „wie beim Vokabellernen – am nächsten Tag wäre es nicht schlecht, wenn du nochmal draufguckst“, sagte Klopp unlängst selbst über die nötigen Mechanismen.
Nun ist eine Nationalmannschaft kein Vereinsteam. Klopp wird seine Schützlinge deutlich seltener und in wechselnder Zusammensetzung um sich haben. Inwieweit er ihnen seine Spielidee einpflanzen können wird, wird sich erst noch zeigen müssen. Zumal diese mit den Vorstellungen der jeweiligen Vereinstrainer selten deckungsgleich ist.
Zur nächsten Länderspielpause will der Bundestrainer einen normal großen Kader berufen. Also irgendwas in der Spanne zwischen 23 und 26 Spielern. Die Fans erwarten dann eine Auswahl der besten deutschen Fußballspieler, die entsprechend kritisch beäugt werden. Dann nicht mehr überdeckt von der Euphorie des Umbruchs. Und da man es als Bundestrainer ohnehin nie allen recht machen kann, wird es spätestens Anfang November wohl die erste Hype-Delle geben.
Wie groß diese initial ausfallen wird, hängt davon ab, wie sich das DFB-Team in den Partien gegen Serbien am Mittwoch und Griechenland (Sonntag) schlägt. Ob sie sich noch weiter vergrößert oder ob sie ausgedellt werden kann, liegt dann am Auftreten am 13. (Serbien) und 16. November (Niederlande). Und nicht nur mehr am Auftreten. Denn zur zweiten Länderspielpause wird auch ein Jürgen Klopp an Ergebnissen gemessen. Spätestens dann wird sich zeigen, wie viel vom Hype noch übrig sein wird. (sch)