„Die Arbeit ist noch lange nicht beendet“
Seit Kriegsbeginn hat die Humanitäre Hilfe des FC Oberschlesien Obertshausen 29 Fahrten in die Ukraine unternommen. Nun bereitet das Team den 30. Transport vor und sucht Geld- und Sachspenden.
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Stand: 15.10.2026, 13:51 Uhr
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Seitdem die Ukraine von Russland überfallen worden ist, hat die humanitäre Hilfe des FC Oberschlesien Obertshausen 29 Fahrten in das Kriegsland unternommen. Nun bereitet das Team um Bernhard Langert den 30. Transport vor und sucht Geld- und Sachspenden.
Obertshausen – Seit Beginn des Krieges in der Ukraine unterstützt die Humanitäre Hilfe des FC Oberschlesien Obertshausen Menschen in der Ukraine. Insgesamt wurden bereits 29 Spendenaufrufe organisiert und 29 Hilfsfahrten unternommen. Die ersten beiden Fahrten führten bis an die polnisch-ukrainische Grenze, bei den weiteren 27 Fahrten wurden die gesammelten Spenden direkt in die Ukraine gebracht – teilweise mit zwei oder sogar drei Fahrzeugen.
Die Hilfsgüter erreichten unter anderem die Städte Novovolynsk, Kremenets und Zboriv. Was in Obertshausen von vielen Menschen, Vereinen und Unterstützern zusammengetragen wird, kommt damit unmittelbar bei den Menschen an, die es dringend benötigen.

Bei den Fahrten stand dem Organisator Bernhard Langert vor allem sein Kollege Richard Kotzurek zur Seite. Er begleitete zahlreiche Transporte als Zweitfahrer oder war mit einem zweiten Fahrzeug und einem weiteren Beifahrer unterwegs. Ebenso unterstützten zahlreiche Helfer die Aktionen beim Sammeln, Sortieren und Beladen der Fahrzeuge.
Parallel wird die Arbeit auch durch die Partner der Ukrainehilfe aus Seligenstadt unterstützt, die unter der Initiative von Gerald Unger und Johanna Wurzel entstanden ist. Einige Fahrten wurden separat durchgeführt, andere gemeinsam mit dem Humanitäre-Hilfe-Team aus Obertshausen.
„Das ist viel, aber noch lange nicht genug“, lautet die Einschätzung von Bernhardt Langert. Denn die Ukraine stehe vor einem weiteren schwierigen Winter. Die Folgen des russischen Angriffskrieges seien für die Zivilbevölkerung weiterhin unmittelbar spürbar. „Beschädigte Infrastruktur, unsichere Versorgungswege und die wiederholten Angriffe auf wichtige Einrichtungen erschweren den Alltag für Millionen Menschen“, so Langert.
Weiterer Hilfstransport
Die Ukrainehilfe Obertshausen plant ihren 30. Hilfstransport und hofft dafür auf weitere Sach- und Geldspenden. Benötigt werden haltbare Hilfsmittel (Konserven, Nudeln, Reis etc.), Medikamente, Sanitär- und Hygieneartikel, Schlafsäcke, Elektrokleingeräte, Haushaltsgeräte aller Art, Laptops, Werkzeuge und vieles mehr. Die Spendenannahme erfolgt in der Kita St. Thomas, Franz-Liszt-Straße 13 (Eingang Wirtschaftshof, Kellerraum), zu folgenden Terminen: Dienstag, 20. Oktober, von 11.30 bis 13 Uhr; Donnerstag, 22. Oktober, von 11.30 bis 13 Uhr sowie von 16 bis 17 Uhr und am Dienstag, 27. Oktober, von 11.30 bis 13 Uhr.
Gerade deshalb soll die humanitäre Hilfe aus Obertshausen weitergehen. Während Deutschland der Ukraine auf staatlicher Ebene unter anderem mit militärischer und technischer Unterstützung hilft, möchten die Helfer des Humanitäre-Hilfe-Teams ihren Beitrag dort leisten, wo die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt: bei Familien, älteren Menschen, Kameraden an der Front, Kranken und all jenen, die unter den Folgen des Krieges leiden.
„Es geht auch um ein Zeichen der Solidarität“
Dabei geht es für die Helfer nicht nur um Hilfsgüter. „Es geht auch um ein Zeichen der Solidarität“, meint Langert. Die Ukraine verteidige ihre Unabhängigkeit und ihre territoriale Integrität. Viele Menschen in Deutschland fragten sich, welche Folgen ein erzwungener Frieden und eine Unterwerfung der Ukraine für die Menschen dort und für die Sicherheit Europas hätten. Die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte zeigt, dass die Auswirkungen eines Krieges weit über die unmittelbaren Frontlinien hinausreichen können.
„Wir, die Helfer aus Obertshausen, möchten deshalb auch unsere Dankbarkeit gegenüber der ukrainischen Bevölkerung zum Ausdruck bringen. Menschen in der Ukraine kämpfen nicht nur um ihr eigenes Land und ihre Freiheit, sondern leisten damit aus unserer Sicht auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit Europas“, heißt es in einem weiteren Spendenaufruf der Ukraine-Hilfe Obertshausen.
Denn: „Die Arbeit ist noch lange nicht beendet!“ (did)