Die Bagger sind am Werk: Im Windpark Gemünden II laufen Tiefbauarbeiten

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Die Bagger sind am Werk: Im Windpark Gemünden II laufen Tiefbauarbeiten

Stand: 23.08.2026, 12:31 Uhr

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Baustellen im Windpark Gemünden II, 20. August 2026

Bald wird das Fundament gegossen: Im Herbst 2027 sollen an dieser und drei weiteren Stellen im Wald bei Gemünden und Schiffelbach neue Windenergieanlagen stehen. © Juliane Becker

Im Waldgebiet bei Gemünden laufen die Tiefbauarbeiten für vier Windräder. 39 Millionen investiert die VEW in den neuen Windpark. 2027 sollen die Windräder ans Netz gehen.

Gemünden – Die Bagger sind im Einsatz: Bei Gemünden laufen aktuell die Tiefbauarbeiten für den neuen Windpark Gemünden II. Vier neue Windenergieanlagen will die VEW (Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH), eine Tochter der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), im weitläufigen Waldgebiet in der Gemarkung Gemünden und Schiffelbach errichten. Rund 39 Millionen Euro investiert die VEW voraussichtlich in den neuen Windpark.

Baustellen im Windpark Gemünden II, 20. August 2026

Bringen den Strom ins Netz: Parallel zu den Bauarbeiten werden Kabel verlegt, damit der Strom aus dem weitläufigen Waldgebiet ins Netz eingespeist werden kann. © Juliane Becker

In dem Waldgebiet drehen sich bereits die Rotorblätter von sieben Windenergieanlagen, die zum Windpark Gemünden I gehören, der 2017 ans Netz ging. Bis die vier neuen Anlagen in Betrieb genommen werden können, dauert es noch etwas. Mit der Errichtung der Betontürme soll im Januar 2027 begonnen werden, teilt die EWF auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Ab Mai 2027 sollen Stahlrohrtürme, Gondeln und Rotorblätter angeliefert und errichtet werden. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der neue Windpark im September 2027 in Betrieb genommen werden.

Grüner Strom für weitere 14.300 Haushalte

Der neue Windpark, vier Windräder vom Typ N163 der Firma Nordex, hat eine Gesamtleistung von 22,8 Megawatt und kann etwa 14.300 Haushalte mit Strom versorgen. 2017 ging im Wald bei Gemünden der Windpark Gemünden I mit sieben Anlagen (Nordex, N 117) in Betrieb. Der Windpark kann etwa 12.000 Haushalte versorgen. Für beide Windparks hat die VEW jeweils eine Betreibergesellschaft mit Sitz in Gemünden gegründet.

Die VEW betreibt aktuell sechs Windparks in der Region, die Windparks Bühle und Helsen bei Bad Arolsen, Brilon, Gembeck I bei Twistetal, Marke bei Korbach und Gemünden I. Die sechs Windparks haben eine Leistung von 88,75 Megawatt und können etwa 63.500 Haushalte mit Strom versorgen. Die VEW plant zudem weitere Windparks in der Region.

An einem der Standorte der neuen Windkraftanlagen laufen laut EWF routinemäßige Untersuchungen des Baugrunds und an einem anderen wird die Fundamentgrube ausgehoben. Zwei der vier Standorte sind bereits für die Fundamentarbeiten vorbereitet.

Nabenhöhe von 164 Metern

Auf die Schotterpolster wird im nächsten Schritt eine dünne Sauberkeitsschicht aus Beton aufgebracht, dann werden die kreisrunden Fundamente aus Stahlbeton gegossen, erklärt Tim Dohle, Projektplaner bei der VEW. Die Fundamente haben einen Durchmesser von 24 Metern. Der größte Teil davon wird nicht sichtbar unter der Erde liegen, wenn die Anlagen stehen. Die Türme der Windräder haben am Fuß nur einen Durchmesser von 8,4 Metern. Nach oben hin verschmälern sie sich bis auf etwa 3,3 Meter. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 164 Metern.

Die Fundamente sollen bis Mitte November 2026 gelegt sein, teilt die EWF mit. Im Anschluss sollen noch die Stellflächen für die Kräne und die Lagerflächen für die Windradkomponenten mit einer abschließenden Schotterdeckschicht versehen werden. Im nächsten Jahr wird dann in die Höhe gebaut.

Parallel zu den Bauarbeiten werden Kabel verlegt, die den Windpark mit dem Umspannwerk bei Gemünden verbinden, wo der Strom ins Netz eingespeist wird.