Die beiden Großbrände in Hann. Münden sind gelöscht

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Die beiden Großbrände in Hann. Münden sind gelöscht

Stand: 12.08.2026, 18:07 Uhr

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Abbriss der großen Fabrikhalle

Die Abrissarbeiten auf dem Schröder-Areal sind noch nicht abgeschlossen. Jetzt ist ein größerer Bagger angefordert. Unser Bild entstand bei den Arbeiten am Montag. © Michael Drisch

Während die Feuerwehren ihre Einsätze beendet haben, dauern die Ermittlungen der Polizei zu den beiden Großbränden an. Die Ursachen sind weiter unklar. Auch zu den Schadenshöhen gibt es noch keine Angaben.

Hann.Münden – Um 8.20 Uhr am Mittwochmorgen hieß es auch im Stadtwald an der Autobahn 7 „Feuer aus“. Auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik C. F. Schröder in Neumünden war das bereits am Dienstag um 14 Uhr der Fall. Auch gestern gab es noch keine Angaben zur Schadenshöhe und zur Brandursache.

Während die Feuerwehr nach Angaben von Stadtbrandmeister Lutz Hannemann von dem Fabrikgelände in Neumünden bereits am Dienstag gegen 17. 30 Uhr abgerückt ist und das Areal an die Stadt übergeben hat, waren die Feuerwehrleute im Stadtwald an der Autobahn auch gestern noch im Einsatz. Bei einer Kontrolle mit einer Drohne am Mittwochmorgen seien dann keine Glutnester mehr festgestellt worden, so Hann. Mündens stellvertretender Stadtbrandmeister Carsten Dorner, der den Einsatz dort leitete.

In der Nacht zuvor hatte die 20-köpfige Brandwache, die von der Gimter Feuerwehr gestellt wurde, noch fünf Glutnester gelöscht. Sie waren mit einer Drohne der Fuldataler Wehr festgestellt worden.

Am Mittwochnachmittag sollten dann mit rund 50 Feuerwehrleuten aus Hann. Münden und Staufenberg die Aufräumarbeiten beginnen und parallel dazu noch eine letzte Drohnenkontrolle stattfinden. Fünf Kilometer Schlauch galt es aus dem Wald zu holen, dazu eine Vielzahl von Pumpen und Armaturen, wie Dorner mitteilte. „Das ist Handarbeit bei großer Hitze.“ Das Material werde ins Mündener Feuerwehrhaus gebracht, sortiert und den Wehrern zugeordnet.

Zuletzt hatte es an der Autobahn auf einem Areal von 3,5 Hektar gebrannt, wie Hann. Mündens Stadtsprecher Mathias Simon mitteilte. Eine Entscheidung, wie und wann das Gelände wiederaufgeforstet werden soll, sei noch nicht gefallen. Auch zur Schadenshöhe könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts gesagt werden.

Auf dem ehemaligen Fabrikgelände in Neumünden sind zwar die Abrissarbeiten nach Weisung der Feuerwehr beendet, aber nach Angaben Simons sollen sie in den nächsten Tagen weitergehen. Dann soll auch der Rest der zerstörten großen Halle bis zur Bundesstraße abgebrochen werden. Dazu werde aber noch ein größerer Bagger benötigt, der von einem Unternehmen in Duderstadt angefordert worden sei. Um ihn nach Hann. Münden zu bringen, müsse aber noch ein Schwertransport organisiert werden, so Simon.

Für die Abrissarbeiten, müsse die Bundesstraße dann wieder gesperrt werden. Solange sie nicht beendet seien, könnten die fünf Familien auch weiterhin nicht in ihre Wohnungen in dem Haus Charlottenstraße 3 zurückkehren, das an das Areal angrenzt. Sie wohnten weiterhin in Münden in Hotels. In Begleitung eines Stadtmitarbeiters könnten sie aber das Gebäude betreten, auch um Haustiere zu versorgen.

Wie es zu den beiden Bränden gekommen ist, ist weiter nicht geklärt. Die Ermittlungen dauerten an, teilte Jasmin Kaatz, Sprecherin der Polizeiinspektion Göttingen, mit.

Das Feuer bei C. F. Schröder war am späten Sonntagabend ausgebrochen, über 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Waldbrand an der Autobahn 7 wurde am Montag gegen 12 Uhr gemeldet. Auch dort kämpften über 200 Einsatzkräfte gegen die Flammen. Weil das Feuer sich rasch ausbreitete und starken Rauch entwickelte, musste die Autobahn in Richtung Kassel gesperrt werden. Um die Feuerwehrleute zu unterstützen, waren auch ein Löschflugzeug und ein Löschhubschrauber im Einsatz. An beiden Brandorten wurden die Mündener Einsatzkräfte von Feuerwehren aus der Region unterstützt.