Die Bundesländer verhandeln: Endlich gerechte Sommerferien für alle – das ist zwingend
Es wäre schlau, sogar die eigentlich schon festgezurrten Regelungen bis 2030 noch mal aufzuschnüren. Und Bayern und Baden-Württemberg müssen ihre Extrawurst natürlich aufgeben – Zeit, dass die anderen Länder auf den Tisch hauen.
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Die Bundesländer verhandeln Endlich gerechte Sommerferien für alle – das ist zwingend
10.08.2026 · 06:33 Uhr
Ja, der Ferienstart ist was Schönes (gestelltes Bild). Aber die bisherigen Regelungen taugen nicht mehr.
Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Bernd Weißbrod
Meinung | Düsseldorf · Es wäre schlau, sogar die eigentlich schon festgezurrten Regelungen bis 2030 noch mal aufzuschnüren. Und Bayern und Baden-Württemberg müssen ihre Extrawurst natürlich aufgeben – Zeit, dass die anderen Länder auf den Tisch hauen.
Im Jahr 2030 ist es für NRW wieder so weit: Frühstart für die Sommerferien – am 24. Juni geht’s dann los. Vorausschauende Betroffene verdrehen jetzt schon die Augen. Die große Auszeit im Juni starten zu lassen, ist einfach unvernünftig. Nicht nur wegen des Wetters oder der Stimmungslage von Kindern und Eltern, sondern vor allem, weil das wegen des Abiturs und allen abzuhandelnden Formalitäten für unnötigen Stress an Gymnasien und Gesamtschulen sorgt.
Kostenpflichtiger Inhalt Die Bundesländer müssen sich mit ihren Terminen für die großen Ferien einander annähern, sie müssen damit insgesamt enger zusammenrücken. Klar wird das Nachteile haben: etwas mehr Reiseverkehr auf einmal, mehr Andrang bei beliebten Destinationen in Deutschland, gegebenenfalls kompliziertere Personalplanung bei großen Arbeitgebern. Aber das Zentralabitur hat nun mal die Verhältnisse geändert: Zentrale Prüfungen erfordern vergleichbare Rahmenbedingungen überall im Land.
Außerdem soll man das Problem nicht dramatischer darstellen, als es ist: Schon heute gibt es breite Überschneidungen bei den Urlaubszeitfenstern. Den bisherigen Zwölf-Wochen-Korridor auf vielleicht zehn Wochen etwas weiter zu verengen, das wird erträglich.
Es wäre sogar schlau, das nicht erst ab 2031 zu tun, sondern das Paket mit den bis dahin schon festgezurrten Terminen noch mal aufzuschnüren. Zugegeben: Es ist reichlich unwahrscheinlich, dass die Bildungsministerien der Länder auf diesen Streit Lust haben. Aber prinzipiell ist das möglich – und wenn klügere Wege ausgewiesen sind, warum noch vier Jahre auf dem Irrweg herumlaufen?
Und natürlich müssen Bayern und Baden-Württemberg sich bewegen. Deren Beharren auf späte Urlaubsfreuden ist reines Machtgehabe, die Haltung „Wir lassen uns nichts wegnehmen“ völlig verfehlt: August und September gehören nicht dem Süden Deutschlands. Es ist Zeit, dass die Länder damit endlich Schluss machen.
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