Die Nachfrage nach Wearables geht zurück, aber smarte Armbänder und High-End-Geräte boomen

Trackermarkt Die Nachfrage nach Wearables geht zurück, aber smarte Armbänder und High-End-Geräte boomen Bildschirmlose Smart Bands machen bereits 15 Prozent der verkauften Fitness-Tracker im Einstiegss...

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Die Nachfrage nach Wearables geht zurück, aber smarte Armbänder und High-End-Geräte boomen

Trackermarkt

Die Nachfrage nach Wearables geht zurück, aber smarte Armbänder und High-End-Geräte boomen

Bildschirmlose Smart Bands machen bereits 15 Prozent der verkauften Fitness-Tracker im Einstiegssegment aus

Ein Arm mit einer schwarzen Smartwatch mit Klettverschluss. Im Hintergrund sind unscharf Sneakers in Rot-Orange sowie ein gemustertes Bodenmuster zu sehen.
Tracken ohne Display: In den vergangenen zwölf Monaten legten Polar, Google und Garmin in dem jungen Segment nach.

Nachdem Whoop den Trend zum bildschirmlosen Smart-Band angestoßen hat und unter anderem Polar (im September 2025), Google (im Mai 2026) und Garmin (im Juli 2026) nachzogen, hat sich der Markt für Wearables verschoben. Der Umsatz der Branche mit klassischen Einsteiger-Smartwatches geht zurück, der Fokus der Kundschaft verlagert sich zunehmend an die Ränder: Die smarten, auf Basisfunktionen beschränkten Armbänder ohne Display auf der einen Seite, die hochpreisigen High-End-Geräte auf der anderen.

Das wiederum sorgt in der Branche nur vereinzelt für Freudestrahlen: Wie Branchen-Analyst Omdia zeigt, ist der globale Handel mit Wearables im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent zurückgegangen, der für Smartwatches dagegen um sechs Prozent gestiegen. Das wiederum liege unter anderem daran, das verstärkt besonders hochwertige Geräte nachgefragt werde.

Apple bleibt vorn

Das Interesse für höherpreisige Angebote liest Omdia dabei vor allem an den Geschäftszahlen von Garmin ab. Der für gehobene Preise bekannte Sportuhren-Hersteller konnte seinen Marktanteil im Smartwatch-Segment von 11 auf 15 Prozent steigern und zog damit mit Samsung gleich, das gegenüber dem zweiten Quartal im Vorjahr um zwei Prozent einbüßte. Am ersten Platz im Smartwatch-Verkauf liegt weiterhin Apple mit 46 Prozent – nach 48 Prozent im Vorjahr.

Smart-Bands ohne Display machen im Segment der einfachen Fitness-Tracker bereits 15 Prozent der Verkaufszahlen aus. Gleichzeitig gehen die Absätze in diesem Einstiegssegment um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Den ersten Platz im Ranking der Marktanteile holt sich hier Huawei (18 Prozent), während Xiaomi (17 Prozent) Apple (16 Prozent) und Samsung (6 Prozent) Einbußen hinnehmen müssen. Garmin, das im Juli das Circa-Band auf den Markt brachte, konnte seinen Anteil von vier auf sechs Prozent steigern.

Eine Billion Dollar bis 2032?

Der Blick zurück auf vergangene Quartale ist das eine, der in die Zukunft das andere. So soll der globale Markt für Wearables von 2026 bis 2032 eine Billion Dollar (in europäischer Zählweise) übersteigen, wie Counterpoint Research in einem am Mittwoch publizierten Bericht prognostiziert. Über den Verkauf von Smartwatches sollen damit 304 Milliarden, über Fitness-Armbänder 14 Milliarden und über smarte Ringe 44 Milliarden Dollar eingenommen werden.

Am meisten Geld soll aber über den Verkauf smarter Kopfhörer fließen (360 Milliarden Dollar). Besonders optimistisch zeigt man sich vor allem bei Smart Glasses (168 Milliarden Dollar). (Michael Windisch, 21.8.2026)

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