Dividenden-ETF: Jeden Monat 150 Euro Zusatzeinkommen
tzWirtschaftStand: 13.10.2026, 19:46 UhrKommentareUns auf Google folgenVon Dividenden leben – das klingt nach viel Vermögen. Doch schon mit 57.000 Euro fließen monatlich 150 Euro aufs Konto. Drei ETFs reichen d...
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Stand: 13.10.2026, 19:46 Uhr
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Von Dividenden leben – das klingt nach viel Vermögen. Doch schon mit 57.000 Euro fließen monatlich 150 Euro aufs Konto. Drei ETFs reichen dafür aus. Allerdings schwanken die Ausschüttungen übers Jahr. Wie regelmäßige Auszahlungen möglich sind.
Utting – Von Dividenden leben können – diesen Traum haben viele Anlegerinnen und Anleger. Um das zu schaffen, ist allerdings ein sehr stattliches Vermögen nötig. Wer das nicht hat, kann auch erst einmal kleinere Brötchen backen und sich mit Dividenden-ETFs monatlich zum Beispiel einen Betrag von 150 Euro auszahlen lassen. Der Vorteil: Neben den Dividenden nimmt man auch noch mögliche Kursgewinne mit, die die ETFs übers Jahr erzielen. Wie das geht und wie viel Vermögen dafür nötig ist, zeigt eine aktuelle Analyse von biallo.de.
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Drei ETFs für die monatliche Rente
Um von Januar bis Dezember monatlich Dividenden zu kassieren, müssen Anlegerinnen und Anleger mehrere Dividenden-ETFs kombinieren. Die meisten Dividenden-ETFs schütten vierteljährlich aus. Nötig sind also drei ETFs, deren Ausschüttungstermine sich nicht überschneiden.

Die Indexfonds sollten dabei das Anlagerisiko möglichst breit streuen. Sinnvoll sind deshalb drei weltweit investierende Dividenden-ETFs. Diese drei ETFs zum Beispiel verteilen das Risiko auf insgesamt rund 2.500 Unternehmen:
- iShares Stoxx Global Select Dividend 100: In dem ETF sind die 100 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aus Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik enthalten. Laufende Kosten 0,46 Prozent pro Jahr. Ausschüttung im Januar, April, Juli und Oktober.
- SPDR S&P Global Dividend Aristocrats: Der ETF enthält 90 Unternehmen weltweit (Stand 08. Oktober 2026), deren Dividende seit mindestens zehn Jahren stabil oder gestiegen ist. Die Kosten liegen bei 0,45 Prozent. Ausschüttung im Februar, Mai, August und November.
- Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield: Im ETF sind gut 2.300 Aktien aus Industrie- und Schwellenländern mit überdurchschnittlicher Dividendenrendite enthalten. Die Kosten liegen bei 0,29 Prozent. Ausschüttung im März, Juni, September und Dezember.
So viel Kapital sind für 150 Euro im Monat nötig
Wie hoch der monatliche Ausschüttungsbetrag aus den drei ETFs ausfällt, hängt von der Anlagesumme ab. Die Aufteilung des angelegten Geldes sollte dabei so erfolgen, dass jeder der drei ETFs übers Jahr gleich viel zur Ausschüttung beiträgt. Die Tabelle zeigt das für eine Ausschüttung von 150 Euro im Monat. Grundlage sind die tatsächlichen Ausschüttungen der drei ETFs in den vergangenen zwölf Monaten.
| ETF (ISIN) | Anlagebetrag | Dividenden-Rendite¹ | Ausschüttung pro Anteil² | ETF-Anteile | Ausschüttung im Jahr² |
| Vanguard All-World High Dividend Yield (IE00B8GKDB10) | 25.138 € | 2,50 % | 2,02 € | 311 | 628 € |
| SPDR Global Dividend Aristocrats (IE00B9CQXS71) | 15.810 € | 3,97 % | 1,35 € | 465 | 628 € |
| iShares Global Select Dividend 100 (DE000A0F5UH1) | 16.227 € | 3,87 % | 1,52 € | 413 | 628 € |
| Summe | 57.175 € | 1.884 € brutto |
¹bezogen auf Schlusskurse vom 07.10.2026; ²in den vergangenen 12 Monaten; Zahlen gerundet; Quelle: justETF; fondsweb; eigene Berechnungen (KI-unterstützt)
Die Tabelle zeigt: Mit einer Anlagesumme von knapp 57.200 Euro erzielen Anlegerinnen und Anleger insgesamt 1884 Euro brutto an Dividenden im Jahr. Netto sind es 1800 Euro – unter Berücksichtigung der Abgeltungssteuer inklusive Soli von 26,375 Prozent. Einberechnet wurde auch der Sparerpauschbetrag, also der jährliche Freibetrag auf Kapitalerträge von 1.000 Euro pro Person. Im Schnitt fließen so Dividenden von 150 Euro im Monat aufs Konto.
Dividenden schwanken: So gleichen Anleger es aus
Tatsächlich landet jedoch nicht regelmäßig der gleiche Betrag auf dem Konto. Denn die Ausschüttungen schwanken übers Jahr. Das zeigt die folgende Tabelle. Sie gibt die tatsächlichen Ausschüttungen der ETFs bei der obigen Aufteilung des Anlagebetrags über die vergangenen zwölf Monate wieder.
| Monat | ETF | Dividende |
| Oktober 2025 | iShares | 169 € |
| November 2025 | SPDR | 144 € |
| Dezember 2025 | Vanguard | 121 € |
| Januar 2026 | iShares | 103 € |
| Februar 2026 | SPDR | 107 € |
| März 2026 | Vanguard | 115 € |
| April 2026 | iShares | 78 € |
| Mai 2026 | SPDR | 144 € |
| Juni 2026 | Vanguard | 252 € |
| Juli 2026 | iShares | 277 € |
| August 2026 | SPDR | 233 € |
| September 2026 | Vanguard | 140 € |
| Summe | 1.884 € |
Quelle: justETF; eigene Berechnungen (KI-unterstützt)
Die Dividendenhöhe schwankt dabei zwischen 78 und 277 Euro brutto. Der Löwenanteil der Dividenden fließt in den Sommermonaten. Das liegt daran, dass in diesen Monaten viele Unternehmen ihre Dividende auszahlen.
Um eine gleichmäßige Verteilung der Dividenden übers Jahr zu erreichen, sollten Anleger daher alle Ausschüttungen zunächst auf das Verrechnungskonto des Depots fließen lassen. Von dort können sie sich dann per Dauerauftrag 150 Euro monatlich auszahlen lassen. Damit das Geld auch in schwachen Monaten kommt, empfiehlt sich ein Puffer von etwa 300 bis 400 Euro. In den starken Sommermonaten füllt sich das Konto wieder auf.
Steuer auf Dividenden: Das sollten Anleger wissen
Auf ausgezahlte Dividenden kassiert der Fiskus die Abgeltungssteuer. Dabei wird allerdings nicht der gesamte Betrag versteuert: Für Aktienfonds gilt eine sogenannte „Teilfreistellung“ von 30 Prozent. Es fallen also nur auf 70 Prozent der Erträge Steuern an.
Hinzu kommt der Sparerpauschbetrag – also der jährliche Freibetrag für Kapitalerträge. Er liegt pro Jahr und Person bei 1.000 Euro. Dafür braucht die Bank oder der Broker einen Freistellungsauftrag. Jede Ausschüttung geht vom Freibetrag ab. Sind die 1.000 Euro aufgebraucht, wird die volle Steuer fällig. Nimmt man im Beispiel den Januar 2026 als Startpunkt, ist das ab August der Fall.
Wer seinen Freibetrag allerdings schon anderweitig verwendet hat, muss die Dividende komplett versteuern. Dann ist auch ein höherer Anlagebetrag nötig, um auf monatlich 150 Euro Ausschüttung zu kommen: Statt gut 57.000 sind es rund 67.000 Euro.