Dolomiten-Wanderer (43) geht nachts für Fotos vor Hütte und stürzt ab – erste tragische Erkenntnisse
StartseiteWeltStand: 15.09.2026, 06:41 UhrKommentareUns auf Google folgenFür Nachtaufnahmen verließ ein 43-Jähriger die Berghütte Rifugio Coldai in den Dolomiten – und stürzte dabei in die Tiefe. Er konnte nur ...
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Stand: 15.09.2026, 06:41 Uhr
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Für Nachtaufnahmen verließ ein 43-Jähriger die Berghütte Rifugio Coldai in den Dolomiten – und stürzte dabei in die Tiefe. Er konnte nur tot geborgen werden.
Mailand – In den Dolomiten ist ein Urlaub mit einem tödlichen Sturz geendet: Ein 43 Jahre alter Tourist aus Tschechien kam in der Nacht auf Montag unweit des Rifugio Coldai in der italienischen Provinz Belluno ums Leben. Der Mann hatte gegen Mitternacht die Berghütte verlassen, um Fotos vom nächtlichen Himmel zu schießen.

Weil der Mann verschwunden blieb und auch telefonisch nicht mehr erreichbar war, schlugen seine Begleiter kurz vor zwei Uhr morgens Alarm. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Es folgte ein groß angelegter nächtlicher Sucheinsatz: Bergrettung, Feuerwehr und Carabinieri rückten gemeinsam aus. Ein Team aus dem Val di Zoldo erreichte per Fahrzeug zunächst die Malga Pioda, bevor es die Suche zu Fuß in Richtung Val de Ziolere fortsetzte. Im Val die Zoldo war vor rund einem Jahr ein deutscher Wanderer tödlich verunglückt.
Wanderer (43) stürzt in Dolomiten ab – erste Erkenntnisse
Erst mithilfe eines Nachtsichtgeräts wurden die Retter fündig: Rund 100 Höhenmeter unterhalb der Hütte, auf etwa 2000 Metern, entdeckten sie den Vermissten – leblos. Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte der Mann von einer offenen Fläche in der Nähe der Hütte abgerutscht und in eine dahinterliegende Schlucht gestürzt sein.
Bis Sonnenaufgang harrten die Einsatzkräfte bei der Leiche aus, dann barg sie der Rettungshubschrauber „Falco 2“ und brachte sie nach Palafavera. Von dort übernahmen Carabinieri und Feuerwehr die weiteren Ermittlungen
Das Rifugio Coldai liegt inmitten der Civetta-Gruppe – einer der meistbesuchten Wanderregionen der Dolomiten. Wie der Blog indenbergen.de schreibt, wirken die Pfade rund um die Hütte tagsüber übersichtlich, teils führen sie jedoch dicht an Abgründen entlang. Bei Dunkelheit lassen sich solche Gefahrenstellen kaum noch einschätzen, wie der Fall nun erneut belegt. Wer nachts für spektakuläre Aufnahmen ins freie Gelände geht, riskiert damit mehr, als es am Tag den Anschein hat. Die genauen Umstände des Unglücks werden derzeit von den zuständigen Behörden geklärt; Zugang und Betrieb der Hütte sind davon nicht betroffen.
Erst vor wenigen Tagen war ein 43-jähriger Deutscher beim Absturz von einem Klettersteig in den Dolomiten gestorben. Mehrere Wanderer hörten die Rufe aus dem Bereich des östlichen Kars des Klettersteigs Zandonella an der bekannten Rotwand und wählten sofort den Notruf. Jede Hilfe kam zu spät. (Quellen: Ansa, suedtirolnews.it, www.indenbergen.de) (mke)