Dresdner Elbeschwimmen verzeichnet Teilnehmerrekord

Bunte Kostüme, klassische Badesachen und sogar ein Kleinkind auf dem Rücken seiner Eltern: Das Dresdner Elbeschwimmen hat am 2. August nach Angaben des Veranstalters einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt. ...

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Dresdner Elbeschwimmen verzeichnet Teilnehmerrekord

Bunte Kostüme, klassische Badesachen und sogar ein Kleinkind auf dem Rücken seiner Eltern: Das Dresdner Elbeschwimmen hat am 2. August nach Angaben des Veranstalters einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt.

2.368 Menschen gingen unterhalb des Blauen Wunders ins Wasser und schwammen elbabwärts bis nach Johannstadt. Das sei ein neuer Rekord für das Traditionsevent, sagte Cheforganisator Daniel Baumann.

Von 70 auf mehr als 2.300 Teilnehmer

Seit der ersten Ausgabe ist die Veranstaltung erheblich gewachsen. Als das Elbeschwimmen 1998 erstmals stattfand, nahmen lediglich 70 Menschen teil. Im vergangenen Jahr waren es bereits 2.104 – der neue Höchstwert liegt damit noch einmal 264 Teilnehmer beziehungsweise rund 12,5 Prozent darüber.

Woran es liegt, dass das gemeinschaftliche Schwimmen immer beliebter wird, kann sich selbst der Cheforganisator nicht eindeutig erklären. „Ich kann es nicht sagen“, sagte Baumann. „An zu viel Werbung jedenfalls nicht. Die Leute sind einfach begeistert. Das Format kommt gut an.“

Das Elbeschwimmen ist kein klassischer Wettkampf: Es gibt keine Zeitnahme und keine Siegerehrung. Statt sportlicher Bestleistungen stehen das gemeinsame Erlebnis und der Spaß im Mittelpunkt. Entsprechend vielfältig präsentierte sich das Teilnehmerfeld – vom ambitionierten Schwimmer bis zum fantasievoll kostümierten Elbe-Fan.

Teilnehmer zwischen anderthalb und 89 Jahren alt

Auch die Altersspanne fiel ungewöhnlich groß aus. Der älteste Teilnehmer sei ein 89 Jahre alter Mann gewesen, berichtete Baumann. „Der jüngste war ein anderthalbjähriges Kind, das auf dem Rücken der Eltern mitgeschwommen ist“, sagte der Organisator.

Auch das Kommando Krabbe aus Dresden, bestehend aus Sven, Ines, Judith und Rainer (v. l.) nahm am Elbeschwimmen teil.

Auch das Kommando Krabbe aus Dresden, bestehend aus Sven, Ines, Judith und Rainer (v. l.) nahm am Elbeschwimmen teil.

© Frank Hammerschmidt/dpa

Die Veranstalter empfehlen grundsätzlich, dass teilnehmende Kinder längere Zeit sicher schwimmen können. Minderjährige sollen von Erwachsenen begleitet werden.

Niedrigwasser verhinderte das Schwimmen nicht

Bei einer Wassertemperatur von 23 Grad legten die Teilnehmer rund 3,5 Kilometer mit der Strömung zurück. Der niedrige Wasserstand der Elbe sorgte dabei im Vorfeld für besondere Aufmerksamkeit. Am Dresdner Pegel wurden am Veranstaltungsmorgen nur etwa 55 Zentimeter gemessen.

Nach Angaben des Organisators stellte das jedoch kein Hindernis dar. „Wir hatten zwar nur 55 Zentimeter Pegel. Aber Pegel ist nicht gleich Wassertiefe“, erklärte Baumann. „Da muss man nochmal 1,50 Meter draufrechnen. Wir hatten also ungefähr zwei Meter Wassertiefe.“

Elbwasser war etwa zwei Meter tief

Der Pegelwert bezeichnet die Höhe des Wassers relativ zu einem festgelegten Messnullpunkt und entspricht deshalb nicht unmittelbar der Tiefe des Flusses. Ob entlang der gesamten Schwimmstrecke ungefähr zwei Meter Wasser vorhanden waren, ist nicht belegt.

Unabhängig davon birgt das Schwimmen in der Elbe Risiken. Der Fluss ist in Dresden kein regulär ausgewiesenes Badegewässer und wird nicht wie ein offizieller Badesee fortlaufend auf seine Wasserqualität kontrolliert. Hinzu kommen Strömungen und mögliche Gegenstände unter der Wasseroberfläche. Die Teilnehmer wurden deshalb unter anderem auf körperliche Fitness, geeignetes Schuhwerk und eigenverantwortliches Verhalten hingewiesen.

Bei sommerlichem Wetter gingen die vielen Teilnehmer bei 23 Grad Wasser- und 21 Grad Lufttemperatur am Sonntag auf die etwa 3,5 Kilometer lange Strecke.

Bei sommerlichem Wetter gingen die vielen Teilnehmer bei 23 Grad Wasser- und 21 Grad Lufttemperatur am Sonntag auf die etwa 3,5 Kilometer lange Strecke.

© Frank Hammerschmidt/dpa

Der großen Nachfrage tat das keinen Abbruch. Mehr als 2.300 Menschen machten die 29. Ausgabe nach Veranstalterangaben zum bislang größten Elbeschwimmen in Dresden – und setzten damit die Erfolgsgeschichte fort, die 1998 mit gerade einmal 70 Schwimmern begonnen hatte.

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