Drohnen-Schutz für die Wiesn: Auch die Bundeswehr ist im Einsatz
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Stand: 16.09.2026, 20:04 Uhr
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Das Oktoberfest rüstet mit einem ganzen Maßnahmen-Paket auf. Nach dem Anschlag von Leipzig hat sich das Bedrohungsszenario verändert. Darauf reagieren die Verantwortlichen.
München – Mehr Kameras, bessere Technik, neues Management für Besuchermengen und mehr als 2000 Sicherheitskräfte: Polizei und Kreisverwaltungsreferat rüsten für das 191. Oktoberfest auf und ziehen damit Lehren aus dem Vorjahr. So gut wie heuer war die Wiesn wohl noch nie geschützt. Zugleich zeigt der missglückte Anschlag mit Sprengstoff-Drohnen in Leipzig, dass es eine neue, hybride Bedrohung gibt. Auch darauf reagiert das Präsidium. „Wir sind meines Erachtens gut aufgestellt“, erklärte Polizei-Vizepräsident Christian Huber am Mittwoch.

Huber leitet den Wiesn-Einsatz, für den 600 Polizisten gebraucht werden. Zur Seite stehen den Beamten eine Vielzahl von Sicherheitskräften, wie KVR-Chefin Hanna Sammüller unterstrich. „Es werden immer zwischen 1200 und 1600 Ordner auf dem Festgelände sein.“ Sie kontrollieren die Eingänge, die Taschen, sind teils mit Metalldetektoren ausgestattet und sorgen in den Zelten für Ordnung. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es nur zwischen 800 und 1100 Ordner.
Das Sicherheitskonzept zur Drohnenabwehr umfasst mehrere Bausteine und Partner an der Seite des Präsidium
Zum überarbeiteten Sicherheitskonzept gehören neue Partner der Polizei, die die Wiesn vor einem Angriff mit Drohnen schützen sollen. Während des Oktoberfestes gibt es ein Flugbeschränkungsgebiet über der Theresienwiese, das mit einem Radius von 5,6 Kilometern und einer Höhe von zehn Kilometern für jede Art von Flugkörpern gilt. „Die Bundeswehr unterstützt uns bei der Überwachung des Luftraumes“, erklärt Huber.

Auch das neue Drohnenabwehrzentrum, das Anfang Mai bei Erding eröffnet wurde, hilft der Polizei. Laut Huber umfasst das Konzept drei Bausteine: Detektion, Verifikation und Eliminierung. Konkretere Details, wie Drohnen aufgespürt und gestoppt werden können, nennt er nicht: „Wir können und wollen nicht darüber sprechen.“ Dafür bittet er um Verständnis. Huber ging auch nicht näher auf die Frage nach Störsendern ein, die bei den Spielen der Fußball-EM 2024 in München zum Einsatz kamen. Auch kommentierte er nicht, dass die Bomben-Drohnen von Leipzig über Internet und Mobilfunk gesteuert wurden, sodass der Pilot nicht einmal vor Ort sein musste. Nur so viel: Klar sei, dass sich die Technik schnell entwickle.
Die Behörden haben diese Punkte auf dem Schirm, das Sicherheitskonzept wurde nach der Bedrohungslage 2025, die sich als Fehlalarm erwiesen hatte, und der zeitweise drohenden Überfüllung angepasst. „Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht“, sagt Huber. Die Polizei setze aber alles daran, möglichst nah an diese Zahl zu kommen.