Wetter-Problem in ganz Deutschland spitzt sich zu – Wende weiter nicht in Sicht
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Dürre-Problem spitzt sich zu – Wende trotz Herbststart weiter nicht in Sicht
Stand: 12.10.2026, 06:56 Uhr
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Die neueste Regenkarte bis zum 20. Oktober zeigt keine Entspannung. Im Süden und Südwesten fällt praktisch nichts, die Alpen bleiben trocken. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Wer auf einen kräftigen Herbstregen gehofft hat, muss jetzt ganz stark sein. Bis zum 20. Oktober kommen in Baden-Württemberg, Bayern, der Pfalz, Rheinhessen und großen Teilen Hessens gerade mal null bis drei Liter pro Quadratmeter zusammen, und das in zehn Tagen. Über der Schweiz und den Alpen zeigt die Karte sogar weiße Flecken, dort fällt überhaupt nichts. Nur im Nordwesten, an der Küste und rund um das Saarland regnet es etwas mehr. Den großen Landregen, den uns einzelne Wettermodelle in den letzten Wochen immer wieder versprochen haben, gibt es auch diesmal nicht. Wir haben es mehrfach gesagt, und jetzt bestätigt es sich erneut.

Für den Rhein ist das der Super-GAU
Genau dort, wo der Rhein sein Wasser herbekommt, bleibt es staubtrocken. Die Alpen, der Hochrhein, Neckar und Main liefern so gut wie keinen Nachschub mehr. Die paar Tropfen, die im Süden fallen, verschwinden sofort in den völlig ausgedörrten Böden. Der Regen über der Mosel landet erst bei Koblenz im Rhein und damit unterhalb von Kaub, dem gefürchteten Nadelöhr der Schifffahrt. Dort tut sich also gar nichts, der Pegel dürfte eher weiter fallen. Frachter fahren seit Wochen nur noch mit einem Bruchteil ihrer Ladung, viele Touren lohnen sich kaum noch. Industrie und Energieversorger müssen auf Bahn und Lkw ausweichen, und das kostet richtig Geld.
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Niedrigwasser bis in den November
Ich sehe derzeit keine echte Wende. Diese Dürre- und Niedrigwasserlage wird uns sehr wahrscheinlich bis in den November hinein begleiten. Selbst wenn Ende Oktober mal ein Tief durchkommt, bräuchte der Rhein tagelangen Landregen in der Schweiz und im Südwesten, damit überhaupt wieder Wasser in die Flüsse fließt. Erst müssen sich die Böden vollsaugen. Für Verbraucher heißt das: Heizöl, Benzin und Diesel bleiben teuer, weil Tankschiffe nur halb beladen fahren können. Wer noch Heizöl für den Winter braucht, sollte sich auf saftige Preise einstellen.