Ein langer Steg prägt diesen Naturtraum – und die Besucher sind begeistert

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Ein langer Steg prägt diesen Naturtraum – und die Besucher sind begeistert

Stand: 14.08.2026, 06:45 Uhr

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Der lange Steg am Langwarder Groden in Niedersachsen

Ein langer Bohlensteg führt mitten ins Watt: Der Langwarder Groden auf Butjadingen ist ein Naturerlebnis der besonderen Art. © Marcel Prigge

In Niedersachsen versteckt sich eines der schönsten Naturziele Deutschlands. Und ein langer Steg ist der heimliche Star des wunderschönen Ausflugsziels.

Wer auf der langen und bekannten Halbinsel Butjadingen an der niedersächsischen Nordseeküste unterwegs ist, stößt auf einen Anblick, der sich einprägt: Ein langer Bohlensteg führt schnurgerade in eine Landschaft aus Grau und Grün, über zeitweise überflutete Flächen, hinein in das Watt. Das ist der Langwarder Groden – ein Natur- und Vogelschutzgebiet im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, zwischen den Orten Fedderwardersiel und Langwarden gelegen. Im Jahr 2024 wurde er von der Heinz Sielmann Stiftung und dem Deutschen Wanderverband zum „Naturwunder des Jahres“ gekürt – und seitdem scheint er noch beliebter geworden zu sein.

Anders, als andere Naturparadiese in Niedersachsen ist der Langwarder Groden kein von sich gewachsenes Idyll. Seit 1930 war das Gebiet durch einen Sommerdeich von den Gezeiten abgetrennt und wurde landwirtschaftlich genutzt. Erst im August 2014 wurde der rund vier Kilometer lange Sommerdeich auf 900 Metern Länge wieder geöffnet – als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des JadeWeserPorts. Seitdem werden 140 Hektar des Grodens wieder regelmäßig von Ebbe und Flut überspült. Insgesamt umfasst das Gebiet rund 1.100 Hektar Marschland und Salzwiesen. Es gilt als eine der umfangreichsten Renaturierungen seit Einrichtung des Nationalparks.

„Wunderschön und ein absoluter Ruhepol“: Der Langwarder Groden ist ein absoluter Naturtraum in Niedersachsen

Parallel zur Renaturierung entstand auf der Halbinsel Butjadingen, die ebenfalls ein echter Geheimtipp in Niedersachsen ist, ein Wegesystem, das Besuchern den Zugang zur empfindlichen Landschaft ermöglicht, ohne sie zu beschädigen. Herzstück ist der 400 Meter lange Bohlensteg, der trockenen Fußes über zeitweise überflutete Flächen führt und den Rhythmus der Gezeiten hautnah erlebbar macht.

Der Bohlensteg ist Teil eines insgesamt rund fünf Kilometer langen, barrierefreien Rundweges, der laut Reiseland-Niedersachsen am Krabbenkutterhafen Fedderwardersiel beginnt. Rund 2,5 Kilometer führt der Weg zunächst am Deich entlang, bevor er über den Bohlenweg in den Groden und die Salzwiesen hineinführt. Entlang der Strecke gibt es Beobachtungsstände, weitere Stege und eine Brücke auf den Vordeich – mit Infotafeln, interaktiven Modellen und fest installierten Ferngläsern.

Und die Besucher sind begeistert von dem besonderen Weg entlang der Nordseeküste. So schreiben viele Nutzer Rezensionen über das Tourismusziel bei Google. „Wunderschön und ein absoluter Ruhepol. Natur pur, in seiner ursprünglichen Form“, berichtet beispielsweise Dunja G. Und manchmal erlebt man auch etwas ganz Besonderes, so wie Swantje L.: „Ein wirklich schöner Ort, egal bei welchem Wetter. Ein schöner Rundweg durch Salzwiesen, zum Teil über Holzbrücken und Stege. Ich hatte heute Glück und habe ein paar Robben gesehen.“

Langer Bohlensteg, Robben und viele Vögel: Der Langwarder Groden ist ein Highlight für Naturfreunde

Doch es gibt nicht nur Robben. Der Langwarder Groden gilt als einer der besten Orte zur Vogelbeobachtung auf der gesamten Halbinsel Butjadingen. In den Salzwiesen tummeln sich Seevögel, seltene Arten lassen sich beobachten, und Zugvögel nutzen das Wattenmeer jedes Jahr als Zwischenstopp auf ihren langen Reisen.

 Der Rundweg wurde 2019 als Qualitätswanderweg „Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband zertifiziert und trägt zudem das Kinderferienland-Zertifikat des Landes Niedersachsen. Eröffnet wurde der Weg am 15. April 2015 durch den damaligen niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel.