Norderstedts neuer Trainer kennt den Druck genau

Lokalsport Ein Lehrer auf dem heißen Stuhl: Hamburger Trainer genießt seine neue Aufgabe Trainer Özden Kocadal kam vor der Saison aus Dassendorf nach Norderstedt. IMAGO/Niklas Heide...

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Norderstedts neuer Trainer kennt den Druck genau

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Ein Lehrer auf dem heißen Stuhl: Hamburger Trainer genießt seine neue Aufgabe

Trainer Özden Kocadal kam vor der Saison aus Dassendorf nach Norderstedt.
IMAGO/Niklas Heiden

Bei Eintracht Norderstedt soll Özden Kocadal für Ruhe auf der Trainerposition sorgen. Das Vertrauen in den Lehrer ist groß.

Er ist der sechste Trainer in nicht einmal drei Jahren, aber vielleicht der spannendste, seit Olufemi Smith im Oktober 2023 seinen Platz freimachen musste. Özden Kocadal soll Eintracht Norderstedt ohne Abstiegssorgen in der Regionalliga Nord halten – und dabei möglichst attraktiven Fußball spielen lassen. Wie schwer das Unterfangen wird und wie möglich es gleichzeitig scheint, zeigt der Saisonstart. Kocadal weiß dabei um den heißen Stuhl von Norderstedt.

Für ihn ging es zuletzt nur nach oben. Von HEBC zur TuS Dassendorf und nun Regionalliga-Trainer in Norderstedt. Özden Kocadal hat auf diesem Weg den Umgang mit Gegenwind gelernt. Vor allem seine Saison in Dassendorf hat ihn reifen lassen. „Das war eine unfassbar wichtige Erfahrung, jedes Spiel gewinnen zu müssen. Das einmal zu erleben und auszuhalten, war sehr prägend“, weiß er um die Erwartung beim einstigen Hamburger Serienmeister. Der Druck in Norderstedt ist eine Liga höher kein bisschen geringer, aber die Rahmenbedingungen etwas angenehmer für den 42-jährigen Sportlehrer.

Kocadal reduzierte seinen Job als Lehrer für Norderstedt

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Für den Wechsel in die vierte Liga hat Kocadal seine Lehramtsstelle reduziert. Einmal die Woche geht es auch vormittags auf den Platz, die Auswärtsfahren haben es in sich. „Aber es macht unglaublich viel Spaß. Jedes Training ist wie ein Klassentreffen.“ Dabei bereitet ihm vor allem die Zusammenarbeit mit seinem Trainerteam große Freude. „Ich kann mich auf die Dinge konzentrieren, die ich gestalten will“, so der ehemalige Oberliga-Kicker.

Bent Andresen in Blau kämpft gegen zwei Spieler des FC Eintracht Norderstedt um den Ball.
Norderstedt startete mit fünf Punkten aus fünf Spielen in die Regionalliga-Saison.
IMAGO/Jens Doden

Und das ist in erster Linie die fußballerische DNA seiner Mannschaft auf dem Rasen. Intensiven, ansehnlichen und bestimmenden Fußball will er spielen lassen – den will auch die Norderstedter Vereinsführung sehen. Der Saisonstart verlief mit fünf Zählern aus fünf Partien in Sachen Ergebnissen ordentlich.

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Kocadal ist zuversichtlich nach dem Saisonstart

Die Art, wie die Mannschaft auftrat, stimmt Kocadal zuversichtlich: „Wir arbeiten noch nicht lange zusammen, aber ich sehe Elemente auf dem Platz, wie wir spielen wollen.“ Entsprechendes Feedback gibt es von Spielerseite, aber auch vom Verein. Kocadal spürt Vertrauen. Das soll sich über die Saison hinweg in Punkten auszahlen. Am Sonntag (14 Uhr) geht es bei der U21 des HSV um die nächsten drei Zähler.

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Auch wenn Kocadal in Norderstedt schwer beschäftigt ist, hat er noch ein Auge für Ex-Klub HEBC, der am Dienstag sein großes Spiel im DFB-Pokal gegen Dortmund hat. Sechs Jahre war er dort Trainer. Beim Triumph im Lotto-Pokal schleusten ihn die Ex-Kollegen für die Feierlichkeiten mit aufs Feld, im Volksparkstadion wird er ebenfalls dabei sein – auf der Tribüne.