„Geht jetzt nicht um Adi Hütter“: Krösche stellt sich vor den Trainer – haut aber trozdem auf den Tisch

StartseiteEintrachtEintracht-Boss Krösche platzt nach Debakel der KragenStand: 10.10.2026, 22:09 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Frankfurter Eintracht ist in Leipzig komplett unter die Räder gekommen. Spo...

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„Geht jetzt nicht um Adi Hütter“: Krösche stellt sich vor den Trainer – haut aber trozdem auf den Tisch

Eintracht-Boss Krösche platzt nach Debakel der Kragen

Stand: 10.10.2026, 22:09 Uhr

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Die Frankfurter Eintracht ist in Leipzig komplett unter die Räder gekommen. Sportvorstand Markus Krösche findet nach der Begegnung klare Worte.

Leipzig – Die Krise der Frankfurter Eintracht ist spätestens mit der 0:6-Klatsche der Elf von Adi Hütter zu Gast bei RB Leipzig bei der SGE. Besonders die Abwehr bereitet weiterhin Bauchschmerzen – oder inzwischen eher ein akutes Abdomen. Denn immer wieder aufs Neue killt die desolate Defensivbeteiligung der gesamten Mannschaft den Frankfurter Matchplan komplett. Dabei hatte man bereits auf eine Fünferkette umgestellt, um die Probleme in der letzten Reihe zu beheben.

Markus Krösche Eintracht Frankfurt

Markus Krösche spricht ehrlich über die Probleme der Frankfurter Eintracht. © picture alliance/dpa | Marc Schüler

Doch nach fünf Minuten führten die Roten Bullen mit 2:0. „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir heute verloren haben und vor allem auch in der Höhe verloren haben“, gab SGE-Sportvorstand Markus Krösche nach Abpfiff am Sky-Mikrofon zu. „Wir sind total schlecht ins Spiel gestartet, haben direkt nach 40 Sekunden das erste Tor bekommen und dann relativ schnell das zweite“, analysierte der 46-Jährige.

SGE-Sportvorstand Krösche mit knallharter Analyse

Doch damit nicht genug: „Dann haben wir uns ein bisschen davon erholt und dann kriegst du vor der Halbzeit wieder einen Doppelschlag. Du musst einfach sagen, dass wir heute nicht gut verteidigt haben.“ RB-Rückkehrer Christopher Nkunku schnürte vor der Pause den ersten lupenreinen Hattrick der Leipziger Bundesligageschichte. Den Auftakttreffer erzielte Ezechiel Banzuzi. Krösche ist vor allem der fehlende Zugriff in der Rückwärtsbewegung ein Dorn im Auge.

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„Das sechste Tor ist so ein bisschen symbolisch dafür: Dass hier jemand 60 Meter über das ganze Feld laufen kann, keiner ihn attackiert und er dann am Ende noch bei uns in der Box abschließen kann“, erklärt er in Anlehnung an den finalen Leipziger Treffer durch Joker Tidiam Gomis. „Da fehlt uns einfach die Konsequenz. Es fehlt uns ein Stück weit auch die Aggressivität. Gerade in den Eins-gegen-eins-Duellen haben wir es nicht gut gemacht.“

Und weiter: „Das ist dann einfach nicht gut genug, um ein Spiel zu gewinnen und vor allen Dingen auch, um effektiv zu verteidigen.“ Wir sind zu passiv in den Eins-gegen-eins-Situationen. Wir fallen oft dann erst mal wieder tief. Wir müssen schon immer wieder einen Anfang finden, nach vorne zu verteidigen, müssen Druck auf den Gegner machen.“ Aber die Fehleranalyse ist noch lange nicht abgeschlossen.

„Wir sind dann einfach in den Eins-gegen-eins-Situationen isoliert. Wir sind nicht zusammen, sind zu weit auseinander und vor allen Dingen auch zu passiv. Gegen eine Qualität, die die Leipziger haben – sie sind heute natürlich auch sehr effektiv gewesen –, kriegst du dann einfach zu einfach Gegentore“, so Krösche. Doch das Problem ist nicht nur am heutigen Abend offensichtlich geworden: Nach fünf Spielen fingen sich die Hessen bereits ganze 16 Gegentore.

„Das ist natürlich deutlich zu viel. Wenn du dir die Gegentore anschaust, hat das am Ende irgendwie immer so ein bisschen das gleiche Muster: Dass wir einfach noch nicht diese Aggressivität und diese Aktivität im Verteidigen haben. Daran müssen wir einfach arbeiten, als Mannschaft, aber auch individuell.“

Krösche fordert dennoch Gedult

Bei all der Kritik mahnt der Sportvorstand aber auch zur Geduld: „Jetzt haben wir natürlich auch noch die Situation, dass wir einen neuen Trainer haben, eine neue Spielidee, einen neuen Ansatz. Dann dauert das einfach“, so Krösche. „Wir haben in den letzten Jahren auch immer Geduld gehabt. Am Ende haben sich die Jungs entwickelt und sich als Mannschaft entwickelt. Das werden wir dieses Jahr auch so machen“, bleibt er optimistisch.

Der Trainer wackelt bei der Eintracht auch nach dieser bitteren Klatsche nicht: „Es geht jetzt nicht um Adi Hütter. Ich fange nicht an, irgendwelche Diskussionen loszutreten“, so Krösche. „Wir haben heute ein schlechtes Spiel gemacht, wir haben schlecht verteidigt, wir haben als Mannschaft schlecht verteidigt. Wir müssen die Dinge besser machen, und wir müssen natürlich auch die Dinge ansprechen. Das macht Adi Hütter mit seinem Trainerteam.“

Keinen Vorwurf kann der 46-Jährige dem mitgereisten Anhang auf den Rängen machen. „Jedes Spiel unterstützen sie uns bis zum Schluss. Heute wieder: Hut ab vor denen. Wir haben heute wirklich kein gutes Spiel gemacht, aber trotzdem unterstützen sie uns bis zum Schluss“, betont er. „Das ist eine große Stärke von uns.“ (hbr)