Eintracht Frankfurt dreht 1:2-Rückstand und siegt 4:2 gegen Hoffenheim
StartseiteEintrachtStand: 13.09.2026, 18:14 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Frankfurterinnen lagen gegen die dezimierte TSG trotz Überzahl plötzlich hinten. Drei Tore in 20 Minuten retteten den zweiten Ta...
- 3 min read
Stand: 13.09.2026, 18:14 Uhr
Kommentare
Die Frankfurterinnen lagen gegen die dezimierte TSG trotz Überzahl plötzlich hinten. Drei Tore in 20 Minuten retteten den zweiten Tabellenplatz.
Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt bleiben in der Bundesliga ungeschlagen und haben sich, zumindest vorübergehend, auf den zweiten Platz geschoben. Ihr turbulentes Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim gewannen die Hessinnen am Sonntag mit 4:2 (1:0) und verhinderten dabei eine Beinahe-Blamage.
Nina Lührßen hatte schon in der zweiten Minute für das erste Führungstor gesorgt. Laura Freigang (68.), die eingewechselte Danique Tolhoek (72.) und mit einem beeindruckenden Solo Ereleta Memeti (88.) stellten den Sieg sicher, nachdem Chiara Hahn (50.) und Svenja Fölmli (62.) die Begegnung zwischenzeitlich für die Gäste gedreht hatten.
Hoffenheim spielte nach einem Platzverweis für Svenja Vöhriger ab der 18. Minute in Unterzahl, kämpfte jedoch die ganze Zeit über mutig weiter. Trotz Dauerregens nahm die Qualität des Spiels zu, je länger es dauerte. Am Montag könnte Bayern München wieder an den Frankfurterinnen vorbeiziehen: Der Meister gastiert dann bei Bayer Leverkusen.
In den vergangenen Jahren zählte Hoffenheim stets zu den härtesten Konkurrentinnen der Eintracht im Kampf um den dritten Tabellenplatz und das damit verbundene internationale Ticket. Diese Saison sieht das anders aus: Die Kraichgauerinnen hatten bis zu diesem vierten Spieltag schon keinen einzigen Punkt geholt, während die Hessinnen bereits zwei Siege und ein Unentschieden verbucht und sich damit wieder in der Spitzengruppe positioniert hatten. Entsprechend selbstbewusst trat die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis zur Begegnung im Frankfurter Stadion am Brentanobad an und übernahm erst mal die Regie auf dem Feld. Vor 2900 Zuschauern war das Spiel kaum angelaufen, als Lührßen schon zum Führungstor für die Eintracht traf.
Die 26-Jährige, die in ihren beiden Jahren bei den Adlerträgerinnen zuvor noch nie ein Ligator erzielt hatte, profitierte dabei von einem Versuch ihrer Teamkollegin Rebecka Blomqvist, den Laura-Johanna Dick im TSG-Kasten noch parieren konnte. Den Abpraller staubte dann die gebürtige Bremerin ab. Hahn setzte wenige Minuten später auf der anderen Seite ein erstes Ausrufezeichen, traf aber nur die Latte.
Insgesamt blieben die Gastgeberinnen bei strömendem Regen in dieser ersten Hälfte das deutlich gefährlichere Team in einem dennoch intensiven Spiel, ohne dass sie einen weiteren Abschluss schafften. Das bereitete auch Arnautis am Spielfeldrand sichtlich Sorgen. Zu Recht, wie sich in der zweiten Hälfte herausstellen sollte. Zwar hatte Laura Freigang nach dem Wiederanpfiff die erste Großchance auf der Fußspitze, doch der Ball kam nicht ins Ziel. Stattdessen schlug es kurz hintereinander im Eintracht-Kasten ein: Erst ließ Hahn Paulina Krumbiegel stehen und beförderte den Ball unhaltbar für Torhüterin Lina Altenburg ins lange Ecke, dann köpfte Svenja Fölmli ein. Das belebte das Spiel ungemein, die Frankfurterinnen drehten wieder auf und selbst noch einmal entscheidend die Partie.
Der Eintracht-Coach hatte im Vergleich zum 1:0-Erfolg eine knappe Woche zuvor bei Union Berlin drei Veränderungen in der Startelf vorgenommen: Marthine Østenstad, die ehemalige Hoffenheimerin Paulina Krumbiegel und Hanna Bennison liefen anfangs für Sara Doorsoun, Pia Wolter und Noemi Ivelj auf.

Viel Zeit, den Triumph zu genießen, bleibt den Frankfurterinnen nicht: Schon am Freitag müssen sie zu einem ersten Rhein-Main-Vergleich bei Aufsteiger FSV Mainz 05 antreten.