Ex-Coach Dino Toppmöller ordnet Abwehrschwäche von Eintracht Frankfurt ein
Dino Toppmöller wurde vorgeworfen, dass er die Abwehr von Eintracht Frankfurt nicht dicht bekommen hat in der vergangenen Saison. Das stimme nur so halb und habe auch nur bedingt an ihm gelegen, sagte der Ex-Trainer nun in einem Interview.
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"Zwei wesentliche Gründe" Toppmöller ordnet Eintracht-Abwehrschwäche ein
Dino Toppmöller wurde vorgeworfen, dass er die Abwehr von Eintracht Frankfurt nicht dicht bekommen hat in der vergangenen Saison. Das stimme nur so halb und habe auch nur bedingt an ihm gelegen, sagte der Ex-Trainer nun in einem Interview.
Woran hat es gelegen? Dino Toppmöller erklärt seine Sicht der Dinge. Bild © IMAGO / Sportimage
Ex-Trainer Dino Toppmöller fand die Abwehrleistung von Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison nicht so schlimm, wie sie gerne gemacht wird. Das stellte er in einem Interview mit der französischen L'Equipe klar. "Es stimmt zwar, dass ich lieber 4:3 als 1:0 gewinne, aber man muss fair bleiben", sagte der 45-Jährige, der inzwischen beim RC Lens angeheuert hat.
Tuta-Abgang nicht kompensiert
Toppmöller benannte zwei Gründe, die ihren Teil an der Flut an Gegentoren hatten: die Sommertransfers und die Belastungssteuerung. "Wie haben unseren besten Verteidiger verkauft und ihn gegen meinen Rat nicht ersetzt, und dann ist unser Stammtorwart Kevin Trapp zum Paris FC gewechselt", kritisierte der Coach.
Der "beste Verteidiger" dürfte in diesem Fall Tuta sein, den die Hessen im August 2025 für 15 Millionen Euro nach Katar verkauften. Mit Robin Koch, Nnamdi Collins, Arthur Theate und Aurele Amenda sahen sich die Kaderplaner um Sportvorstand Markus Krösche aber weiter gut aufgestellt in der Innenverteidigung. Ein Trugschluss.
Die Gegentorflut rührte aber nicht nur daher, meinte Toppmöller. "Einmal führten wir in der 60. Minute mit 6:0 gegen Gladbach, also wechselte ich fünf Spieler aus, um sie für die Champions League zu schonen, und kassierten daraufhin vier Gegentore", so der Coach. Dafür sei er zwar kritisiert worden, wegen der Belastungssteuerung sei ihm aber quasi keine andere Wahl geblieben als durchzuwechseln. Ebenso beim 4:3-Sieg gegen Köln. Das sei ihm in der Debatte oft zu kurz gekommen.
Kein Nachtreten, sondern eine Warnung
Wie ein Nachtreten liest sich das Interview nicht, eher wie ein befreites Sprechen. Als Trainer der Eintracht hielt sich Toppmöller mit Kritik an der Transferpolitik der Hessen stets zurück – anders als etwa Vorgänger Oliver Glasner.
Dass sich Toppmöller nun rückblickend erklärt, kann auch als Vorbereitung auf die kommende Saison gegen Lens verstanden werden. Der RC stellte in der vergangenen Saison die zweitbeste Defensive der Ligue 1. Nun aber spielen die Nordfranzosen zusätzlich noch in der Champions League. "Letztes Jahr hatte Lens eine großartige Saison, aber mit nur einem Spiel pro Woche. Dieses Jahr wird es alle drei Tage ein Spiel geben. Wir wollen davon profitieren, aber wir müssen körperlich und mental bereit sein und die Rotationen akzeptieren", warnte Toppmöller.
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