„Ich will nichts beschönigen“: Eintracht-Kapitän Koch bricht Schweigen nach Hütter-Demontage
StartseiteEintrachtStand: 11.10.2026, 19:24 UhrKommentareUns auf Google folgenNach dem Debakel gegen Leipzig stellt sich der viel kritisierte Robin Koch und spricht dabei auch offen über seine Rolle als Eintrac...
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Stand: 11.10.2026, 19:24 Uhr
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Nach dem Debakel gegen Leipzig stellt sich der viel kritisierte Robin Koch und spricht dabei auch offen über seine Rolle als Eintracht-Kapitän.
Frankfurt – Der Frankfurter Adler scheint sich nach der desaströsen 0:6-Pleite gegen RB Leipzig aktuell im Sinkflug zu befinden. Solch ein Debakel hinterlässt Spuren, die sich nicht einfach wegstecken lassen. Davon kann besonders Robin Koch ein Lied singen, der gegen RB ein Spiel zum Vergessen erlebte und zur Halbzeit von Trainer Adi Hütter ausgewechselt wurde. Höchststrafe für den SGE-Kapitän. Nun hat Koch erstmals auf die Kritik an seiner Person reagiert.

„So wie wir gestern in Leipzig aufgetreten sind, darf uns das nicht passieren. Ich will nichts beschönigen: Das war eine desaströse Vorstellung“, erklärte der Innenverteidiger gegenüber dem kicker. „Wir haben in den vergangenen Wochen intensiv und gut gearbeitet, der Zusammenhalt und die Stimmung innerhalb der Mannschaft waren sehr positiv“, so der 30-Jährige weiter.
Frankfurts Kapitän Robin Koch stellt sich nach Debakel gegen Leipzig: „Habe einen anderen Anspruch“
Dennoch musste er einräumen: „Leider haben wir davon gestern nichts auf den Platz gebracht.“ Mit Blick auf die mitgereisten Eintracht-Fans, die das Debakel im Stadion miterleben mussten, sagte er mit entschuldigenden Worten: „Wir haben uns selbst und unsere Fans enttäuscht. Das tut uns unfassbar leid, denn wir wissen, wie viel ihnen die Eintracht bedeutet und wie sehr sie uns Woche für Woche unterstützen.“
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Zwar geriet der Auftritt in Leipzig für die gesamte Frankfurter Mannschaft zum Albtraum, doch kaum ein Spieler stand so im Fokus wie Koch. Beim Stand von 0:4 nahm Trainer Adi Hütter zur Pause sowohl Keita Kosugi als auch seinen Kapitän vom Feld und sparte nach der Partie nicht mit Kritik: „Ich habe Robin erlöst. Von einem Führungsspieler und Kapitän erwarte ich etwas ganz anderes. Wenn du 16 Gegentore bekommst und der Leader in der Abwehr bist, setze ich irgendwann auch mal ein Zeichen.“
Koch selbst möchte sich allerdings nicht wegducken: „Für mich war immer klar, dass ich Verantwortung übernehmen möchte – in erfolgreichen und in schwierigen Zeiten“, so der Innenverteidiger gegenüber dem kicker. „Ich habe an mich selbst einen anderen Anspruch: Deshalb stelle ich mich als Kapitän dieser Leistung und übernehme die Verantwortung.“
Dass Koch die Entscheidung des Trainers nicht in Frage stellt, machte er ebenfalls deutlich. Es gehöre dazu, „Entscheidungen zu respektieren und zu akzeptieren, selbst wenn sie mich persönlich treffen oder ich sie mir anders gewünscht hätte. Das ändert aber nichts an meiner Haltung, ganz im Gegenteil – ich werde meine ganze Kraft hineinlegen, damit sich auch dieser Moment wieder ins Positive wendet.“
Schon am Freitagabend steht das nächste Spiel gegen den 1. FC Köln an – ob Koch die Binde weiter tragen darf oder ob mit Jonathan Burkardt eine Alternative zum Zug kommt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. „Weglaufen oder den Kopf in den Sand stecken ist für mich aber keine Option. Ich bin Kapitän und meine Pflicht ist es, diese Niederlage gemeinsam mit dem Team aufzuarbeiten, wegzustecken und unsere Mannschaft wieder aufzurichten. Wir stehen zusammen und können nur gemeinsam den Weg aus dieser Situation finden“, so Koch. (kus)