„Umstellung hat uns den Sieg gebracht“: Eintracht-Trainer Hütter coacht Mainz geschickt aus
StartseiteSportFußballEintracht kocht Mainz mit cleverer Systemumstellung abStand: 12.09.2026, 19:11 UhrKommentareUns auf Google folgenTrainer Adi Hütter lässt gegen Mainz 05 seine ganze Erfahrung sprechen. Sei...
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Eintracht kocht Mainz mit cleverer Systemumstellung ab
Stand: 12.09.2026, 19:11 Uhr
Trainer Adi Hütter lässt gegen Mainz 05 seine ganze Erfahrung sprechen. Sein intelligenter Schachzug bringt Eintracht Frankfurt drei Punkte.
Frankfurt/Mainz – Im Umfeld von Eintracht Frankfurt wurde vor dem Nachbarschaftsduell bei Mainz 05 heiß über das System diskutiert. Würde Trainer Adi Hütter nach der Niederlage (1:4) gegen den FC Augsburg an der Viererkette festhalten oder doch den Wechsel auf Dreier- und Fünferkette vornehmen? Der Österreicher nahm eine grundlegende Veränderung an der Grundformation vor.

Weit vor Anpfiff war schon zu erkennen, wie Co-Trainer Alex Meier mit Elias Baum, Jeremiaha Maluze, Robin Koch, Lilian Brassier und Keita Kosugi intensiv die Abstimmungen übte. Die Mannschaft setzte es während der 90 Minuten in der Mewa-Arena hervorragend um. Mit Ausnahme einzelner Unsicherheiten agierten die Hessen kompakt und waren stark im Zweikampf (56 Prozent Duelle gewonnen).
Adi Hütter erklärt den entscheidenden Eintracht-Schachzug
Trainer Adi Hütter nannte die Gründe für diese clevere Umstellung: „Alle denken, dass ich nur gerne mit Viererkette im 4-2-2-2-System spielen will. Doch damals habe ich auch mit Makoto Hasebe Dreierkette spielen lassen.“ Nach zuletzt kritischen Wochen war Koch beim 3:1-Erfolg das zentrale Glied der Kette. Er agierte kompromisslos und gewann 64 Prozent seiner 14 geführten Duelle.
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Eine relevante Rolle kam vor allem im zweiten Durchgang Raphael Onyedika zu. Die 05er hatten gewechselt und brachten Ransford Königsdörffer als dritte Spitze. „Wir haben gut reagiert. Ich hatte mit Rapha gesprochen. Wenn wir kein Pressing gespielt haben, dann hat er sich vor die Abwehr fallen lassen und damit Überzahl geschaffen.“
Der einzige Warnschuss im ersten Durchgang blieb unbestraft. Nach einer Ecke konnte Mainz einmal kontern. Sheraldo Becker lief dem ansonsten herausragend agierenden Ritsu Doan davon und zog den Elfmeter. Schlussmann Noah Atubolu verhinderte den Ausgleich und sorgte so für einen Schlüsselmoment (43.). Diese Situation verdeutlichte, wie eng Freud und Leid im Fußball beieinanderliegen.
Diesmal zogen die konzentriert agierenden Frankfurter das Momentum auf ihre Seite. Koch lobte: „Es war wichtig, dass wir ein solches Spiel mit Mentalität gewinnen wollen.“ Hütter stellte fest: „Die Umstellung auf Dreierkette hat uns den Sieg beschert.“ Prinzipiell möchte der Österreicher aber flexibel bleiben. Er mahnte erneut zur Geduld: „Wir haben im Gegensatz zur vorigen Saison sieben neue Spieler auf dem Platz.“
Dafür griffen beim Ausflug zum Angstgegner die Rädchen erstaunlich schnell ineinander. Vor der Fünferkette räumten Onyedika und Noel Aseko rigoros auf. Und am Anfang waren Jonathan Burkardt, Doppelpacker Can Uzun und Doan kaum zu stoppen. Ein sichtlich erleichterter Sportvorstand Krösche bremste aber sofort: „Es war ein Schritt in die richtige Richtung – mehr aber noch nicht.“ Doch dieser Erfolg wird das nervöse Umfeld für einige Tage beruhigen.