(+) Elbbrücke dicht bis 2038? Jetzt kommt dieser Ersatz
Hamburg Freihafenelbbrücke bleibt dicht: Jetzt soll ein Ersatzneubau helfen – erste Details Von links: Die derzeit gesperrte Freihafenelbbrücke, die Fernbahngleise, deren Brücke erneuert we...
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Hamburg
Freihafenelbbrücke bleibt dicht: Jetzt soll ein Ersatzneubau helfen – erste Details
Seit der Schiffskollission im Oktober 2025 ist die Freihafenelbbrücke für Autofahrer gesperrt – und wird wohl nicht vor 2038 wieder eröffnet. Hamburg plant deshalb ein Ersatzbauwerk, jetzt gibt es erste Details.
Schon seit einem Dreivierteljahr können Auto-, Radfahrer und Fußgänger die Freihafenelbbrücke, eine wichtige Querung über die Norderelbe, nicht mehr passieren. Damals war ein Binnenschiff gegen die 120 Jahre alte Brücke gekracht und hatte diese dabei stark beschädigt. Jetzt gibt es erste konkrete Pläne für einen Ersatzneubau: Nicht nur der Standort überrascht, auch die Bauzeit wäre rekordverdächtig.
Eine Reparatur der Brücke ist ausgeschlossen, hatte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) erklärt. Deshalb soll sie weitgehend abgerissen, ihr Mittelteil komplett neu gebaut und die Seitenbögen saniert werden.
Deutsche Bahn plant bereits drei neue Brücken über die Elbe
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Die bestehende Trasse der Freihafenelbbrücke soll in den kommenden Jahren zudem zeitweise als Bahnumleitung genutzt werden. Denn direkt daneben plant die Deutsche Bahn den Neubau von drei Bahn-Elbbrücken – eine mehr, als bislang. So soll mehr Platz für Fern-, Regional- und Güterzüge entstehen.
„Diese Brücken sind wahrscheinlich der komplizierteste Infrastrukturraum in Norddeutschland“, hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) bereits gesagt. Derzeit gibt es an der Stelle über die Norderelbe vier Brücken im Schatten der Elbtower-Ruine: Ganz im Westen liegt die gesperrte Freihafenelbbrücke. Es folgen zwei Fernbahnbrücken und ganz im Osten die zweigleisige S-Bahn-Brücke.
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Hier soll der Ersatz für die Freihafenelbbrücke gebaut werden
Etwa 250 Meter Richtung Osten steht auch noch die Neue Elbbrücke für Autofahrer – und die kommt jetzt ins Spiel. Denn direkt daneben, im Abstand von acht bis zehn Metern, plant der Senat einen Ersatzneubau für die Freihafenelbbrücke. Letztere soll aufgrund des Bahn-Brücken-Tetris immerhin nicht vor 2038 wieder aufgebaut werden. Somit würde ohne Ersatz vor allem für Lkw weiterhin eine zentrale Route des Hafenverkehrs wegfallen.
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Jetzt wurde die erste Planung verschickt. Geplant sind demnach drei miteinander verbundene Behelfsbrücken über den Oberhafenkanal, über die Norderelbe und über den Veddeler Markt. Neben der Fahrbahn soll ein gemeinsamer Geh- und Radweg angelegt werden, sodass auch der Fuß- und Radverkehr die Elbe queren kann. Die Verkehrsführung wird an mehreren Knotenpunkten angepasst und die Ampelanlagen werden entsprechend umgebaut.
Die Kosten für die Ersatzbrücken werden derzeit ermittelt
Die Trasse soll aus bestehenden, wiederverwendbaren Brückenelementen des Bundes gebaut werden, sodass die Bauzeit nur zwölf bis 15 Monate dauern soll. Für den Bau müssen voraussichtlich zwölf Bäume gefällt werden, die nach Rückbau der Behelfsbrücke ersetzt werden sollen.
In der zweiten Hälfte des Jahres sollen die ersten Baugrunduntersuchungen und Vermessungen stattfinden, die Genehmigungen sollen im September eingeholt werden. Einen genaueren Zeitplan gibt es bislang noch nicht. Die Stadt Hamburg übernimmt die Kosten, die derzeit ermittelt werden. Möglicherweise können diese demnach aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ finanziert werden.