Enerparc-Insolvenz stoppt Solarpark: Anschluss ans Umspannwerk in Hellwege stockt
StartseiteLokalesLandkreis RotenburgSottrumStand: 27.09.2026, 19:30 UhrKommentareUns auf Google folgenDer Solarpark auf dem Adel in Ahausen ist fertig gebaut. Wegen der Insolvenz des Projektierers Enerparc ruht...
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Stand: 27.09.2026, 19:30 Uhr
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Der Solarpark auf dem Adel in Ahausen ist fertig, doch die Kabeltrasse zum Umspannwerk bleibt unvollendet. Jetzt entscheiden Banken über die Fortsetzung des Projekts.
Ahausen – Der Solarpark auf dem Adel ist betriebsbereit, doch die Bauarbeiten für den Anschluss an das Umspannwerk in Hellwege ruhen. Der Projektierer Enerparc hat Insolvenz angemeldet, wie das Unternehmen bestätigt. Am Montag, 7. September, wurde zumindest ein vorläufiges Verfahren gestartet. Daher lägen alle Projekte im Bau noch „on hold“, wie Pressesprecherin Anja Dissel mitteilt. „Das betrifft rund 100 Solarpark-, zum Teil auch Batteriespeicherprojekte.“
Diese wurden gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter und der Projektentwicklung von Enerparc sowie weiteren Beratern bereits einem ersten Screening unterzogen, heißt es. „Dabei hat das Team 15 Projekte ausgewählt, die gemäß Dokumentation schon sehr weit fortgeschritten sind und zeitnah mit überschaubarem Aufwand fertiggestellt werden könnten. Eines davon ist Ahausen“, so Dissel. Um diese Projekte final zu realisieren, bedürfe es aber projektfinanzierender Banken, die bereit wären, benötigte finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
Laut Dissel findet deshalb gerade eine Bereisung statt. Bankenvertreter mit ihren Gutachtern bewerten die unterschiedlichen Projekte, die über die ganze Republik verteilt sind. Dabei werden Zustand und Baufortschritt beurteilt. Anhand dessen würden die zu erwartenden Kosten ermittelt. „Auf dieser Basis werden sie sehr zeitnah über die Fortsetzung des jeweiligen Bauprojekts entscheiden“, heißt es von Enerparc. Darüber hinaus sei mit Analyse und Bewertung der weiteren rund 85 Projekte begonnen worden. Sukzessive würde sich so vorgearbeitet.
Das betrifft rund 100 Solarpark-, zum Teil auch Batteriespeicherprojekte.
Nach sechsjähriger Planungsphase wurde im Oktober 2025 mit dem Bau der Freiflächen-Photovoltaikanlage (FF-PVA) auf dem Adel in Ahausen begonnen. Seit Juni ist sie fertig, nur die 9,7 Kilometer lange Kabeltrasse zwischen der Anlage und Hellwege ist unvollendet. Genau das verwunderte. Erst hieß es, Urlaubstage und heißer Sommer würden den Ausbau verzögern. Doch auch nach Ferien und Hitze blieb es still.
Am 16. Juli, am Tag der Einweihung des eigens für die FF-PVA gebauten Umspannwerkes, waren noch alle optimistisch. Dort wurde die – so hieß es – weltweit erste gasisolierte Schaltanlage aufgestellt. Eine „8DAB 40 blue GIS von Siemens“. Sie kommt völlig ohne klimaschädliche Isoliergase aus und wird nur mit natürlichen Bestandteilen der Umgebungsluft wie Stickstoff oder Sauerstoff betrieben. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) war voller Begeisterung und voll des Lobes für das, was in zwei kleinen Dörfern in Hinblick auf den Umweltschutz getan wurde.
100.000 Module wurden in Ahausen verbaut. Sie können laut Projektierer Enerparc aus Hamburg in Spitzenzeiten bis zu 64 Megawattpeak liefern. Rund 18.000 Vier-Personen-Haushalte können so theoretisch mit ihrem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden abgedeckt werden.