Neuer Termin im Mossadegh-Prozess – Hamburger TV-Star im Oktober vor Gericht
Gericht Er soll innerorts mit 150 km/h gerast sein: Hamburger TV-Star droht Haftstrafe Hamid Mossadegh vor einem Ferrari LaFerrari: Gegen den aus „Grip – Das Motormagazin“ bekannten Auto-Mo...
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Gericht
Er soll innerorts mit 150 km/h gerast sein: Hamburger TV-Star droht Haftstrafe
Sieben mutmaßliche Tempoverstöße mit drei Supersportwagen und eine drastische Strafforderung: Im Oktober soll in der Schweiz gegen den Hamburger Autohändler und TV-Moderator Hamid Mossadegh verhandelt werden.
Fast ein halbes Jahr nach dem ursprünglich angesetzten, aber nicht begonnenen Prozess steht ein neuer Termin fest: Der Hamburger Luxusautohändler und TV-Moderator Hamid Mossadegh muss sich Ende Oktober vor dem Luzerner Kriminalgericht verantworten. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm Medienberichten zufolge bis zu vier Jahre Haft.
Wie das Kantonsgericht Luzern auf Anfrage der MOPO mitteilte, findet die Hauptverhandlung am 28. Oktober 2026 um 13.30 Uhr statt. Der ursprünglich für den 27. April angesetzte Termin war nicht zustande gekommen, nachdem Mossadegh nach Angaben Schweizer Medien nicht persönlich erschienen war. Nun soll das Verfahren fast genau sechs Monate später starten.
Sieben Tempoverstöße an einem Tag
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Die Schweizer Staatsanwaltschaft wirft Mossadegh laut Berichten der „Luzerner Zeitung“ und „Bild“ vor, am 8. Juni 2021 mit einem McLaren P1, einem Ferrari LaFerrari und einem Ferrari SF90 Stradale insgesamt sieben erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen zu haben. Genannt werden unter anderem Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h innerorts sowie mehr als 200 km/h auf der Autobahn.
Den Berichten zufolge fordert die Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Verletzung elementarer Verkehrsregeln eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren. Für Mossadegh gilt die Unschuldsvermutung.
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RTL2 plant vorerst keine weiteren Folgen
Mossadegh hatte gegenüber der MOPO erklärt: „Wer sportliche Autos liebt, trägt im Straßenverkehr eine besondere Verantwortung! Das ist mir heute klarer als noch vor fünf Jahren. Dem Verfahren stelle ich mich selbstverständlich.“ Sein Anwalt betont, die Vorwürfe stützten sich nach seiner Kenntnis auf Videoauswertungen und nicht auf Blitzeraufnahmen.
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Der Sender RTL2 erklärte auf Anfrage der MOPO, man habe Kenntnis von der Berichterstattung, werde sich zu einem laufenden Verfahren aber nicht äußern. „Aktuell ist bis auf Weiteres keine Folge mit ihm eingeplant.“ Nach Angaben von Mossadeghs Anwalt bestanden zuletzt allerdings ohnehin keine konkreten Vereinbarungen über weitere Folgen.
Vom Luxusautohändler zum TV-Star
Bekannt wurde Mossadegh durch seine Firma Continental Cars, die Sportwagen an Prominente und Profifußballer verkaufte. 2024 veröffentlichte er seine Autobiografie „Mit 330 PS in ein neues Leben“, in der er neben seinem beruflichen Aufstieg auch über Existenzängste, Depressionen, Suizidgedanken und einen Klinikaufenthalt schreibt.
Zudem war Mossadegh bereits in einen Zivilrechtsstreit mit seinem früheren Geschäftspartner Nigel de Jong verwickelt. 2020 verurteilte das Landgericht Hamburg ihn dazu, rund 815.000 Euro an den ehemaligen HSV-Profi zu zahlen. Mossadegh hatte die Vorwürfe zwischenzeitlich bestritten.