„Erinnern Sie sich an Ihre eigenen Worte?“: Carsten Maschmeyer rechnet wegen AfD mit Merz ab

StartseiteWirtschaftStand: 11.09.2026, 21:51 UhrKommentareUns auf Google folgenNach der Wahl in Sachsen-Anhalt richtet sich der Blick von Carsten Maschmeyer auf einen politischen Vorwurf, den Merz einst gegen S...

  • 2 min read
„Erinnern Sie sich an Ihre eigenen Worte?“: Carsten Maschmeyer rechnet wegen AfD mit Merz ab

Stand: 11.09.2026, 21:51 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt richtet sich der Blick von Carsten Maschmeyer auf einen politischen Vorwurf, den Merz einst gegen Scholz erhob.

Berlin – Eine Abrechnung direkt vor dem Berliner Reichstagsgebäude: Carsten Maschmeyer hat sich den Ort für seine Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz wohlüberlegt. Anlass für seine Worte ist das starke Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Am Sonntag, dem 6. September 2026, wurde die gesichert rechtsextreme Landesfraktion der Partei laut vorläufigem Ergebnis mit 43,8 Prozent stärkste Kraft. Die CDU kam nur auf 17,2 Prozent. In seinem Instagram-Beitrag fragt Maschmeyer den Kanzler: „Herr Merz, erinnern Sie sich noch an Ihre eigenen Worte?“ Dabei spricht er einen alten TV-Auftritt von Merz an.

Carsten Maschmeyer richtet sich bei Instagram an Friedrich Merz.

Carsten Maschmeyer richtet sich bei Instagram an Friedrich Merz. © Carsten Maschmeyer Instagram

Im Wahlkampf zur Bundeswahl 2025 sagte Merz mit Blick auf die Entwicklung der AfD zum damaligen SPD-Kanzler Olaf Scholz: „Das ist das Ergebnis Ihrer Politik.“ In der Wahl hatte die AfD ihr Ergebnis im Bund verdoppelt, nachdem sie 2021 mit 10,4 Prozent in den Bundestag eingezogen war - nach drei Jahren Ampel-Regierung kam sie auf 20,8 Prozent. Dies habe Merz Scholz an den Kopf geworfen, erinnert Maschmeyer – und jetzt steht die AfD noch deutlich besser da.

Maschmeyer klar für Rücktritt von Friedrich Merz

Zwar räumt Maschmeyer ein, dass eine Landtagswahl keine Bundestagswahl ist und ein Kanzler nicht allein für das Wahlverhalten in einem Bundesland verantwortlich gemacht werden kann. Dennoch schreibt er: „Damals musste Olaf Scholz sich an den Zahlen messen lassen. Heute müssen Sie das auch.“

Der Beitrag des Unternehmers sorgt für Aufsehen. Über 795.000 Likes und über 3000 Kommentare gibt es dazu (Stand: 11. September, 15 Uhr). Maschmeyer hat 520.000 Follower auf Instagram und machte bereits vorher keinen Hehl daraus, dass er sich wünscht, dass Merz als Bundeskanzler zurücktritt. So sagte er etwa im ARD-Talk „Maischberger“: „Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten.“ Und weiter wetterte er über Merz: „Er nimmt die Menschen nicht emotional mit. Es ist unnahbar, belehrend, ein Besserwisser.“

Maschmeyer war nicht immer gegen die CDU. Er tritt öffentlich vor allem mit wirtschaftsliberalen Positionen auf. Im Januar 2025 kündigte er an, CDU und FDP im Bundestagswahlkampf jeweils mit 200.000 Euro zu unterstützen. Als Gründe nannte er unter anderem weniger Bürokratie, bessere Bedingungen für Gründer und eine geringere Belastung von Unternehmen. (Quellen: Instagram Carsten Maschmeyer, X Carsten Maschmeyer, dpa, ARD) (cgsc)