Ermittlungen gegen Sarah Nagel eingestellt
Umstrittene Jugendstadträtin Ermittlungen gegen Sarah Nagel eingestellt ...
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Umstrittene Jugendstadträtin
Ermittlungen gegen Sarah Nagel eingestellt
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Neuköllns Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke) von dem Verdacht entlastet, mitgeholfen zu haben, eine mutmaßliche Vergewaltigung in einem Neuköllner Jugendzentrum zu vertuschen. Wie die Staatsanwaltschaft dem rbb bestätigte, hat sich kein Anfangsverdacht ergeben. Daher seien alle Ermittlungen Anfang Juni eingestellt worden.
Dennoch hat die Linken-Politikerin ihre erneute Kandidatur für einen Stadtratsposten nach der Abgeordnetenhaus-Wahl zurückgezogen. Wie es in einer Mitteilung der Neuköllner Linken heißt, nehme Nagel im Oktober Abschied vom Bezirksamt und werde anschließend "beruflich eine neue Herausforderung" annehmen.
Nagel begründet Rücktritt mit Geburt ihres Kindes
Nagel begründet ihre Entscheidung unter anderem mit der Geburt ihres dritten Kindes im Juli. Dazu sagt schreibt sie in der Linken-Mitteilung außerdem: "Den Geschäftsbereich Jugend mit seinen Themen habe ich sehr gern vertreten und der Abschied fällt mir nicht leicht. Auch wenn ich nun nicht mehr hauptamtlich in und für Neukölln arbeiten werde, bleibe ich dem Bezirk und den Menschen verbunden."
Sarah Nagel bleibe aktives Mitglied des Bezirksverbands ihrer Partei. Sie war im Januar von der Linken Neukölln erneut für das Amt der Stadträtin nominiert worden.
Vorfall im Neuköllner Jugendzentrum
Mitte März war bekannt geworden, dass eine Jugendliche in dem Neuköllner Jugendzentrum vergewaltigt und sexuell bedrängt worden sein soll. Die Vorfälle sollen sich Ende vergangenen Jahres und im Januar ereignet haben. Für bundesweites Aufsehen sorgte vor allem, dass weder die Einrichtung noch das zuständige Jugendamt umgehend Anzeige umgehend erstattet haben.
Sendung: rbb 88.8, 08.09.2026, 12:00 Uhr
Audio: rbb 88.8, 08.09.2026, Swetlana Oheim