Ermittlungen in Pluwig: Nächtlicher Knall und brennende Wiese: Verursacher hat sich gemeldet

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Ermittlungen in Pluwig: Nächtlicher Knall und brennende Wiese: Verursacher hat sich gemeldet

Ermittlungen in Pluwig Nächtlicher Knall und brennende Wiese: Verursacher hat sich gemeldet

Pluwig · Ein Knall weckte Ende Juli Anwohner in Pluwig um 2 Uhr nachts. Kurz darauf brannte eine Wiese. Der Verursacher hat sich nun gemeldet und entschuldigt. Warum er straffrei bleibt.

06.08.2026 , 12:35 Uhr

Ein brennender Feuerwerkskörper – hier ein Symbolbild – hat vermutlich am 28. Juli eine Wiese in Pluwig in Brand gesetzt. Der Verantwortliche hat sich inzwischen bei der Ortschefin entschuldigt.

Foto: dpa/Peter Steffen

Ein nächtlicher Knall in Pluwig hatte am 28. Juli einige Menschen im Schlaf aufgeschreckt. Danach brannten rund 100 Quadratmeter Wiese in der Nähe des Sportplatzes. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, es wurde niemand verletzt.

Ortsbürgermeisterin Annelie Scherf startete am Tag darauf über die sozialen Netzwerke einen Aufruf, damit sich mögliche Zeugen mit Hinweisen zum Verursacher bei der Ortsgemeinde oder bei der Polizei melden. Die Ortschefin vermutete, dass jemand in der Nacht einen Feuerwerkskörper gezündet haben könnte, der den Brand entfacht habe.

Knapp eine Woche später scheint zumindest geklärt, wer für den Ausbruch des Feuers verantwortlich ist. Ein Jugendlicher habe ein Feuerwerk gezündet, das „schon etwas größer“ gewesen sei, sagt Annelie Scherf. Dem Jungen sei wohl „gar nicht bewusst gewesen, was er damit anrichten kann“.

Brand in Pluwig: Verantwortlicher taucht freiwillig bei Ortsbürgermeisterin auf

Nach ihrem Aufruf bei Facebook habe sie einen Hinweis erhalten, sagt die Ortschefin. Ein Video sei aufgetaucht, das den Jungen mutmaßlich beim Zünden eines Feuerwerkskörpers zeige.

Unmittelbar nachdem der Ortschefin dieses Video zugespielt worden sei, sei der Jugendliche mit seiner Mutter zu ihr gekommen und habe den Vorfall zugegeben. „Er hat sich entschuldigt und große Reue gezeigt.“ Der Jugendliche habe zudem angeboten, die Sache wieder gut zu machen, etwa durch gemeinnützige Arbeit.

Warum er das Feuerwerk gezündet und woher er es bekommen habe, sagt Scherf, dazu könne sie nichts sagen. Der Junge habe nach eigener Aussage in der betreffenden Nacht mit Freunden draußen gezeltet, die anderen seien aber an dem Vorfall nicht beteiligt gewesen.

Warum die Polizei keine weiteren Details zu dem Fall nennt

Die Polizei bestätigt auf Anfrage, dass sich ein Jugendlicher freiwillig mit seinen Eltern bei der Ortsbürgermeisterin gemeldet und sich für sein Verhalten entschuldigt habe. Da er jünger als 14 Jahre sei, sei der Junge nicht strafmündig. Gegen ihn könne kein strafrechtliches Ermittlungsverfahren geführt werden.

Bei Kindern würden zudem höhere datenschutzrechtlichen Vorgaben gelten, daher mache die Polizei keine näheren Angaben zu Wohnort und Motiv. Auch zu „Art und Herkunft potenzieller Böller“ könne keine Auskunft gegeben werden, teilt Michael Notzon von der Pressestelle des Trierer Polizeipräsidiums mit.

Das von der Ortsbürgermeisterin erwähnte Video liege der Polizei vor. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wüssten die Beamten von einem einzelnen lauten Knall.

Ob ein größeres Feuerwerk gezündet wurde, lasse sich daher nicht bestätigen. Das Gemeinsame Sachgebiet Jugend der Polizeidirektion Trier befasse sich jetzt mit dem Sachverhalt, um diesen weiter aufzuklären.

Ortsbürgermeisterin von Pluwig hofft, dass jetzt Ruhe einkehrt

Annelie Scherf ist froh, dass der Verursacher offenbar schnell gefunden wurde. Der Knall beim mutmaßlichen Böller-Zünden sei immerhin so laut gewesen, dass sogar Menschen aus Korlingen und Pellingen ihn gehört und bei ihr angerufen hätten.

Sie sei dankbar dafür, sagt Scherf, dass die Pluwiger „jetzt mitgucken und sehr aufmerksam sind“, wenn etwas im Dorf passiere – vor allem, seit die Ortsgemeinde eine Welle von Schäden durch Vandalismus öffentlich gemacht und angekündigt habe, „dass wir bei so etwas jetzt härter durchgreifen“.

Die Ortsgemeinde zeige Sachbeschädigungen konsequent an. Dies und die verstärkte Präsenz der Polizei in Pluwig zeigten offenbar Wirkung. In den Sommerferien sei es, abgesehen von dem aktuellen Vorfall, schon „ruhiger“ gewesen: „Ich hoffe, das bleibt jetzt so.“