Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes in Melsungen erschwert
StartseiteLokalesMelsungenMelsungenStand: 16.10.2026, 14:00 UhrKommentareUns auf Google folgenFast nichts übrig: Von der Werkstatt sind nach dem Brand nur noch glimmende Reste erkennbar. © Feuerwehr FelsbergNac...
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Stand: 16.10.2026, 14:00 Uhr
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Nach dem Großbrand an der Kasseler Straße ist die Brandstelle weiterhin beschlagnahmt. Dutzende Uniformen und Schläuche müssen noch gereinigt werden.
Melsungen – Der Großbrand an der Kasseler Straße in Melsungen beschäftigt die Stadt noch immer. Am Dienstag war dort eine Halle eines Kfz-Betriebs abgebrannt und ein Schaden in Höhe von mehr als 200.000 Euro entstanden.

Die Polizei
Die Brandstelle ist weiterhin beschlagnahmt. Über eine Freigabe der Brandstelle entscheidet grundsätzlich die Staatsanwaltschaft, teilt die Polizei auf Anfrage unserer Zeitung mit. Eine Freigabe einer Brandstelle ist erst möglich, wenn die Ermittlungen vor Ort zur Brandursache abgeschlossen sind. Erst nach einer Aufhebung der Beschlagnahme darf dort aufgeräumt werden.
Bei dem Brand in Melsungen hat der hohe Zerstörungsgrad die Ermittlungen vor Ort erheblich erschwert. Dies ist häufig der Fall, wenn ein Gebäude komplett abbrennt oder abgerissen werden muss, teilt die Sprecherin weiter mit. Auch Löschschaum kann die Ermittlungen deutlich erschweren.
Die Feuerwehr
Aus Sicht der Feuerwehr ist die Brandstelle zwar abgeschlossen. „Für uns ist die Arbeit damit aber noch nicht getan“, sagt Melsungens Stadtbrandinspektor Ansgar Knott. Die gesamte Einsatznachbereitung lief auch am Donnerstag noch. So müssen etwa Dutzende Uniformen gewaschen werden, die Atemschutzgeräte gereinigt und befüllt und natürlich die Schläuche gereinigt und getrocknet werden, berichtet Knott.
„Bei den aufwendigen Reinigungsarbeiten haben uns dankenswerterweise die Kollegen der Wehren aus Fritzlar und Gudensberg geholfen“, sagt Ansgar Knott. Diese Form der Nachbarschaftshilfe sei üblich, ergänzt er. „Das schafft keine Feuerwehr allein, sofort wieder einsatzbereit zu sein.“ Aber genau das müssen die Wehren sein: Bei diesen Arbeiten sei Eile geboten. In Melsungen gibt es daher eine automatische Schlauchreinigungsmaschine. „Die schafft am Tag bis zu 30 Schläuche“, sagt Knott. Davon profitierten natürlich auch die umliegenden Wehren. Für die Arbeiten stehen in Melsungen am Stützpunkt zwar zwei hauptamtliche Gerätewarte zur Verfügung. Hilfe bekommen sie von mehreren Minijobbern und ehrenamtlichen Kräften.
Der Verkehr
Wegen der Straßensperrung, die am Dienstag bis in die Nacht hinein dauerte, kam es für den Lkw-Verkehr aus dem Industriegebiet Pfieffeweisen zu Einschränkungen.
„Wir wurden sehr zeitnah über die Situation an der Nürnberger Straße informiert und konnten daher frühzeitig reagieren“, teilt eine Sprecherin der Handelsgesellschaft Edeka Hessenring mit. Die Lkw seien, sofern möglich, über alternative Routen geführt worden, sodass die Auswirkungen auf die Lieferprozesse weitgehend minimiert werden konnten. Vereinzelt sei es jedoch zu geringfügigen Verzögerungen gekommen. Die Lebensmittelmärkte in der Region hätten aber planmäßig beliefert werden können.

Auch der Melsunger Medizintechnikhersteller B. Braun gibt Entwarnung: Am Dienstag sei es nicht zu Beeinträchtigungen bei zeitkritischen Lieferungen gekommen. Üblicherweise fahren die Lastwagen von B. Braun auch nicht durch Melsungen, sondern von den Pfieffewiesen direkt zur Autobahnauffahrt Malsfeld. Das sei aber aktuell wegen der Sperrung des Sommerberg-Kreisels nicht möglich.