Ersatzverkehr: Bahn sperrt wieder Strecke Altenburg - Zwickau
Dauerbaustelle Sachsen-Franken-Magistrale: Reisende zwischen Leipzig und Zwickau über Gößnitz müssen erneut in Busse umsteigen. Im Abschnitt Altenburg - Werdau wird die alte Strecke sprichwörtlich umgekrempelt. Künftig sollen die S-Bahnen schneller werden und mehr Güterzüge rollen.
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AUDIO: Zugausfälle und Ersatzverkehr zwischen Zwickau und Altenberg (1 Min)
Bauarbeiten
Stand: 07.08.2026 13:24 Uhr
Dauerbaustelle Sachsen-Franken-Magistrale: Reisende zwischen Leipzig und Zwickau über Gößnitz müssen erneut in Busse umsteigen. Im Abschnitt Altenburg - Werdau wird die alte Strecke sprichwörtlich umgekrempelt. Künftig sollen die S-Bahnen schneller werden und mehr Güterzüge rollen.
von MDR SACHSEN
Bus statt Bahn: Zugreisende zwischen Zwickau und Leipzig müssen in den kommenden Wochen und Monaten mehr Zeit einplanen und teilweise auf Busse umsteigen. Grund sind Streckensperrungen vom 17. August bis 12. Dezember, um Bauarbeiten rund um den Bahnknoten Gößnitz in Ostthüringen sowie am Bahnhof Werdau zu bündeln, wie die Deutsche Bahn informierte.
Längere Fahrzeit mit Ersatzbussen
Den Bahnhof Gößnitz hat die Bahn komplett umgebaut. Früher warb die Station mit dem längsten Bahnsteig Deutschlands, an dem zwei Schnellzüge hintereinander halten konnten. So ergaben sich Anschlüsse zwischen Zügen der Verbindung Plauen/Zwickau - Leipzig mit denen der Linie Karl-Marx-Stadt - Erfurt. (Archivbild)
Zwischen Altenburg und Zwickau kann die Reisezeit mit Umsteigen in Busse zeitweise etwa doppelt so lang sein wie mit der schnellsten S-Bahn-Verbindung.
Rund um Gößnitz erneuert die Bahn Gleise, Weichen und Oberleitungen. Zudem schiebt die Bahn eine Eisenbahnbrücke in Ponitz sowie zwei weitere Brücken in Crimmitschau ein. In Werdau entstehen zwei neue, jeweils 750 Meter lange Überholgleise. Auf diese können Güterzüge ausweichen und Personenzüge vorbei lassen. Außerdem werden Weichen, Signalanlagen, Bahnsteigdächer und die Personenunterführung modernisiert.
Sanierungsende verzögert sich
Die sogenannte Sachsen-Franken-Magistrale wird seit Jahren saniert. Allerdings verzögern sich die Arbeiten. Statt wie ursprünglich geplant im Oktober dieses Jahres sollen sie nun erst ein Jahr später abgeschlossen werden. Als Gründe nennt die Bahn Engpässe bei Spezialpersonal und Material sowie unerwartete Probleme im Untergrund. Künftig sollen auf der Sachsen-Franken-Magistrale Züge mit 160 statt bisher 120 Kilometer pro Stunde fahren können.
Ab Dezember fährt die Länderbahn mit neuen Mireo-Zügen alle S-Bahnen von Halle über Leipzig, Altenburg und Gößnitz Richtung Zwickau, Glauchau und Plauen. Schon seit Wochen werden die Züge auf einzelnen Verbindungen eingeführt.
Damit soll sich die Fahrzeit zum Beispiel von Zwickau nach Leipzig um 20 Minuten auf eine knappe Stunde verringen. Die Magistrale soll in Zukunft mehr Güterverkehr zwischen Nordseehäfen mit Süddeutschland aufnehmen. Allerdings endet die Oberleitung derzeit noch in Hof.
Gößnitz und Werdau wichtige Knotenbahnhöfe
Gößnitz und Werdau sind wichtige Bahnknoten: In Gößnitz kreuzt die Mitte-Deutschland-Verbindung (Aachen - Chemnitz) und in Werdau teilt sich die Sachsen-Franken-Magistrale Richtung Hof und Richtung Zwickau. Früher rollten Fernzüge nach Karlovy Vary, Oberstdorf, Karlsruhe, Düsseldorf oder Rostock über die Strecke, inzwischen gibt es im Personenverkehr nur noch S-Bahnen. Am 16. August fährt letztmalig eine S-Bahn unter Regie der Deutschen Bahn von Halle nach Zwickau. Ab Dezember und nach Freigabe der Strecke übernimmt die Länderbahn die S5 und S5X mit neuen Zügen und fährt auch direkt ab Werdau nach Plauen und ab Gößnitz nach Glauchau.
MDR (lam)/dpa
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