Ex-Liverpool-Star Stéphane Henchoz zum Premier-League-Start

Ex-Liverpool-Star Stéphane Henchoz ist nach wie vor ein akribischer Beobachter der Premier League. Der heutige Lausanne-Sportchef hat einen klaren Titelfavoriten und sieht auf Johan Manzambi erst mal eine Geduldsprobe zukommen.

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Ex-Liverpool-Star Stéphane Henchoz zum Premier-League-Start

Ex-Liverpool-Star Stéphane Henchoz zum Premier-League-Start

«Arsenal verteidigt Titel und Manzambi braucht Geduld»

Ex-Liverpool-Star Stéphane Henchoz ist nach wie vor ein akribischer Beobachter der Premier League. Der heutige Lausanne-Sportchef hat einen klaren Titelfavoriten und sieht auf Johan Manzambi erst mal eine Geduldsprobe zukommen.

Publiziert: 00:02 Uhr

Aufgezeichnet von Alain Kunz

Schön, dass viele Schweizer in der Premier League spielen. Das erhöht den Fokus der Schweizer Fans in Richtung Insel, wo der bessere Fussball gespielt wird als in Deutschland. Reden wir deshalb zuerst über die Stars aus der Schweiz. Allen voran natürlich Granit Xhaka. Das mit der verflixten zweiten Spielzeit ist nicht bloss eine Redewendung, sondern eine echte Challenge. Und vor dieser steht Sunderland. Ob das gelingt, hängt wesentlich von Granit ab. 

Elvedi? Stammplatz, keine Frage!

Dan Ndoye ist in einem traditionsreichen Verein, der Geld investiert, mit Oliver Glasner einen neuen Trainer und Ambitionen hat. Die Konkurrenz meines Ex-Schützlings ist gross. Seine Adaptionsphase ist vorbei. Jetzt muss er sich bei Nottingham Forest richtig durchsetzen und gute Skorerwerte liefern. Ich traue ihm das zu. Ebenso Nico Elvedi. Wenn er auf dem Niveau spielt, das er an der WM hatte, wird er sich sofort als Stammspieler bei Leeds United etablieren.

Und dann ist da der teuerste Transfer eines Spielers, der neu von ausserhalb der Premier League kam. Das Preisschild von Johan Manzambi ist mit 60 Millionen beeindruckend, was bedeutet, dass er von der ersten Sekunde an Druck auf seinen Schultern haben wird. Da er aus einer Verletzung kommt, wird er zu Beginn noch nicht ready sein und sich auch danach gedulden müssen. Da darf er die Nerven nicht verlieren, denn die Konkurrenz bei Aston Villa ist riesig und die Liga tougher als die Bundesliga. Aber Johan wird sich früher oder später durchsetzen. Er ist zu gut, als dass das nicht klappen wird.

Es führt wohl kein Meisterweg an Arsenal vorbei

Schauen wir uns die Favoriten an. Zuvorderst reiht sich da Meister Arsenal ein. Die Chance ist riesig, dass Mikel Arteta mit den Gunners den Titel verteidigen wird, was erst drei Klubs in der 34-jährigen Geschichte der Premier League geschafft haben. Arsenal noch nie. Die Londoner haben keine Schwachstelle. Und sie werden garantiert noch einen ganz grossen Namen verpflichten, nachdem es mit Vinicius Jr. nicht funktioniert hat.

Hinter den Gunners balgen sich viele Teams um die weiteren Champions-League-Plätze. Was bei allen gleich ist: Es gibt viele Fragezeichen. Selbst bei Chelsea, das Arsenal am ehesten bedrängen kann. Der neue Coach Xabi Alonso hat in Leverkusen ein Wunder vollbracht und ist ein hoch interessanter Mann mit frischen Ideen. Sein Kader ist gut und breit. Die Königsklasse sollte kein Problem sein. Der Titel nicht unmöglich.

Wie verdaut Manchester City den Pep-Schock?

Auch in diese Kategorie gehört Manchester City, auch wenn es ein Schock sein wird, den charismatischen Pep Guardiola nicht mehr an der Linie zu sehen. Der Sturm ist mit Haaland, Doku und Semenyo immer noch Topklasse. Aber Rodri ist weg! Er war nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Garderobe der wichtigste Mann und kaum ersetzbar.

Bei Manchester United ist die Abhängigkeit von Bruno Fernandes riesig, der Portugiese darf sich eigentlich nicht verletzen. Die Red Devils sind auf einem aufsteigenden Ast, haben aber letzte Saison nicht europäisch gespielt, was ein Vorteil war. Das ist nun anders. Ich sehe die United nicht als Meisterschafts-, aber als Champions-League-Kandidaten.

«Meine Reds sind keine Titelkandidaten»

Meine Reds stehen im Zeichen der Transfers von letzter Saison, die nun vollständig einschlagen müssen. Isak und Wirtz müssen das bringen, was ihr Talent verspricht. Zudem wird sich weisen, wie schnell das Team das neue System des neuen Liverpool-Coaches Andoni Iraola verinnerlichen kann. Die Defensive kann erneut eine Achillesferse sein, denn der junge, von Rennes gekommene Innenverteidiger Jacquet wird als Ersatz für Konaté erst einmal Lehrgeld bezahlen. Und auch Mo Salah muss man zuerst einmal ersetzen, selbst wenn er in der letzten Spielzeit nicht mehr top war. Um unter die ersten vier zukommen, brauchen die Reds noch einen Verteidiger und einen Stürmer. Ein Titelkandidat sind sie nicht.

Überraschung Tottenham?

Um die Champions League mitspielen kann auch Aston Villa, dank Coach Unai Emery. Tottenham kann die grosse Überraschung werden. Es ist paradox, wenn man vom grossen Tottenham als Überraschung spricht, aber als Viertletzter der letzten Saison, der bis zuletzt um den Ligaerhalt zitterte, kann das nicht anders benannt werden. Doch die haben richtig geklotzt und weit über 200 Millionen Franken investiert, allen voran in Tonali und Fernandes.

Mannschaft

SP

TD

PT

1

AFC Bournemouth

AFC Bournemouth

0

0

0

1

Arsenal FC

Arsenal FC

0

0

0

1

Aston Villa

Aston Villa

0

0

0

1

Brentford FC

Brentford FC

0

0

0

1

Brighton & Hove Albion

Brighton & Hove Albion

0

0

0

1

Chelsea FC

Chelsea FC

0

0

0

1

Coventry City

Coventry City

0

0

0

1

Crystal Palace

Crystal Palace

0

0

0

1

Everton FC

Everton FC

0

0

0

1

FC Fulham

FC Fulham

0

0

0

1

Hull City

Hull City

0

0

0

1

Ipswich Town

Ipswich Town

0

0

0

1

Leeds United

Leeds United

0

0

0

1

Liverpool FC

Liverpool FC

0

0

0

1

Manchester City

Manchester City

0

0

0

1

Manchester United

Manchester United

0

0

0

1

Newcastle United

Newcastle United

0

0

0

1

Nottingham Forest

Nottingham Forest

0

0

0

1

FC Sunderland

FC Sunderland

0

0

0

1

Tottenham Hotspur

Tottenham Hotspur

0

0

0

Champions League

UEFA Europa League

Abstieg