Experte: Norris-Blackout in Malaysia war "deutlich peinlicher" als Colapinto

(Motorsport-Total.com) - Es entbehrte nicht einer gewissen Ironie, dass Formel-1-Weltmeister Lando Norris beim vergangenen Grand Prix in Malaysia nur ganz knapp einem peinlichen Unfall entkam. Der McLaren-Pilot...

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Experte: Norris-Blackout in Malaysia war "deutlich peinlicher" als Colapinto

(Motorsport-Total.com) - Es entbehrte nicht einer gewissen Ironie, dass Formel-1-Weltmeister Lando Norris beim vergangenen Grand Prix in Malaysia nur ganz knapp einem peinlichen Unfall entkam. Der McLaren-Pilot wäre bei der Safety-Car-Phase am Ende des Rennens fast seinem Teamkollegen Oscar Piastri ins Heck gefahren.

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© LAT Images

Lando Norris wäre am Sonntag fast hinter dem Safety-Car gecrasht Zoom

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Die Szene passierte nur eine Woche, nachdem Norris eine Rennsperre für Franco Colapinto gefordert hatte. Der Alpine-Pilot hatte sich in Baku bei einem Safety-Car-Restart in Kurve 1 verbremst und dabei Norris und auch seinen Teamkollegen Pierre Gasly aus dem Rennen befördert.

Nun hatte ausgerechnet Norris einen fast noch schlimmeren Blackout. "Die Norris-Szene war deutlich peinlicher. Und das weiß er auch", sagt Experte Ralf Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. Denn während Colapinto unter Rennbedingungen crashte, wäre es Norris fast hinter dem Safety-Car passiert.

Der Weltmeister selbst begründete den Vorfall damit, dass alle Autos vor ihm wegen des Defekts am Mercedes von George Russell vom Gas gegangen seien. "Ich konnte aus meinem Winkel einfach nicht sehen, dass sie buchstäblich gerade auf der Ideallinie angehalten hatten", so Norris am Sonntag.

Diese Erklärung lässt Schumacher allerdings nicht durchgehen. "Die Autos waren ja die ganze Zeit da. Und dann kracht er fast seinem Teamkollegen [im Heck]", kritisiert er und betont, dass Norris "Glück gehabt" habe, dass er im letzten Moment noch ausweichen konnte.

Norris frustriert wegen geplatzter Titelverteidigung?

"Wenn das Gleiche in Baku passiert, fährt er in die Mauer rein", betont Schumacher, der sich ein bisschen mehr Selbstkritik von Norris gewünscht hätte. "Letztendlich ist es meine Aufgabe, so etwas einzuschätzen, aber das war einfach keine normale Situation", sagte der McLaren-Pilot nach dem Rennen.

"Ich hätte es an seiner Stelle ein bisschen sportlicher kommentiert", so Schumacher. Zwar crashte Norris letztendlich nicht, er verlor durch sein Ausweichmanöver aber einige Positionen und erhielt von den Rennkommissaren nach dem Rennen zudem eine Verwarnung.

Schumacher glaubt, dass Norris zuletzt "so ein bisschen die Hoffnung hatte, er könnte vielleicht noch um die WM fahren". Doch spätestens nach Sepang sei das nun kein Thema mehr. "Der hat das jetzt abgehakt am Wochenende. Das konnte man ihm auch anmerken", so der sechsmalige Grand-Prix-Sieger.

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Nach seinen beiden Siegen in Budapest und Zandvoort war Norris in der Weltmeisterschaft zwischenzeitlich bis auf 83 Punkte an Kimi Antonelli herangekommen. Inzwischen beträgt sein Rückstand 132 Zähler, womit er nur noch theoretische Chancen hat, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.