30 Marathons in 30 Tagen! Nächste Challenge für Jonas Deichmann
23. September 2026, 20:24 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten 120 Ironman-Distanzen an 120 Tagen in Folge, einmal Europa auf dem Fahrrad umrunden – für Jonas Deichmann scheint nichts zu extrem. Im Vergleich schein...
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23. September 2026, 20:24 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
120 Ironman-Distanzen an 120 Tagen in Folge, einmal Europa auf dem Fahrrad umrunden – für Jonas Deichmann scheint nichts zu extrem. Im Vergleich scheint die Challenge, die er am 24. September startet, fast zu leicht für ihn. Aber: 30 Marathons in 30 Tagen sind immer noch eine riesige Hausnummer, selbst für Jonas Deichmann. Deshalb unterschätzt Deichmann die neue Belastung, die auf ihn wartet, auch nicht. Mit FITBOOK sprach er darüber, was ihn im kommenden Monat erwartet, wovor er am meisten Respekt hat und wann es wohl am härtesten wird.
Nur 3 Wochen Pause nach der Europaumrundung
FITBOOK: 30 Marathons in 30 Tagen klingt extrem. Aber nach 120 Ironman-Distanzen in 120 Tagen: Ist das für Sie überhaupt noch eine echte Herausforderung?
Jonas Deichmann: „Marathons sind immer eine Belastung für den Körper, auch wenn ich so etwas durch meine vorherigen Projekte bereits sehr gut kenne. Die große Herausforderung wird dieses Mal sein, dass ich erst vor drei Wochen von einer 24.000 Kilometer langen Europaumrundung mit dem Fahrrad zurückgekommen bin und nur minimales laufspezifisches Training machen konnte.“
Was ist bei diesen 30 Marathons für Sie persönlich das Schwierige, bei dem Sie sagen: Genau davor habe ich Respekt?
„Die erste Woche, da ich mich ja nicht spezifisch vorbereiten konnte. Da wird sich meine Muskulatur anpassen und ich gehe davon aus, dass vor allem die Tage 2 bis 7 schmerzhaft werden, bevor es dann besser wird und ich adaptiert bin.“
So bereitete sich Jonas Deichman die Tage direkt vor den Marathons vor
Sie starten am Donnerstag. Was haben Sie in den Tagen davor gemacht? Haben Sie noch trainiert oder hieß es vor allem: Füße hoch und Kräfte sammeln?
„Den letzten langen Lauf habe ich am Sonntag gemacht und die letzten drei Tage lockere Läufe von 5 bis 10 Kilometern. Komplett Füße hochlegen mache ich nie, sondern eher aktive Erholung.“
Was machen Sie bei dieser Challenge anders als bei Ihren bisherigen Extremprojekten?
„Mein Lauf rund um Baden-Württemberg ist ein Community-Event. Es werden viele Leute mitlaufen und im Ziel wird es Events geben. Umso wichtiger ist es, dass ich mich an meine Routinen halte.“
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Ein gemütliches Tempo laufen
Wie schnell wollen Sie die einzelnen Marathons laufen? Gibt es eine Pace, die Sie anpeilen?
„Ich werde ca. eine 5:30‑Pace laufen, also ein gemütliches Tempo, bei dem ich mich auch gut unterhalten kann. Der Fokus liegt ja auf Community-Event und nicht auf persönlicher Bestzeit.“
Was glauben Sie: Welcher Tag wird der härteste? Der zweite, wenn die Beine den ersten Marathon spüren, Tag 15 oder erst die letzten Tage?
„Die Etappen sind im Schnitt etwas mehr als ein Marathon, es gibt aber auch deutlich längere Tage mit bis zu 60 Kilometern. Der dritte Tag hat 52 Kilometer mit einigen Höhenmetern und fällt genau in die Phase, in der mein Körper noch nicht adaptiert ist. Das wird sicherlich einer der schwersten Tage. In der zweiten Hälfte wird es trotz langer Etappen einfacher für mich werden, da ich in meinen Modus komme und solche Herausforderungen kenne.“
„Im Zweifelsfall rufe ich einen befreundeten Physio oder Sportarzt an“
Welche körperlichen Probleme erwarten Sie bei 30 Marathons am Stück und wann müssten Sie reagieren?
„Ich gehe davon aus, dass ich ohne größere körperliche Probleme durchkomme. Neben müden Beinen erwarte ich Muskelkater in der ersten Woche. Das geht aber wieder vorbei. Blasen oder Überlastungserscheinungen wie z. B. eine Knochenhautentzündung am Schienbein habe ich noch nie gehabt, aber sie sind bei mehrwöchigen Laufprojekten natürlich eine Gefahr. Im Zweifelsfall rufe ich einen befreundeten Physio oder Sportarzt an und bespreche den besten Umgang damit.“