FC Deisenhofen holt nach Roter Karte in Unterzahl 1:1 bei 1860 München

tzSportAmateureStand: 23.08.2026, 18:03 UhrKommentareUns auf Google folgenNach dem Schlusspfiff herrschte beste Stimmung beim FCD: Torschütze Noah Semmler (l.) feiert gemeinsam mit dem nicht mehr aktiven Yasin ...

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FC Deisenhofen holt nach Roter Karte in Unterzahl 1:1 bei 1860 München

Stand: 23.08.2026, 18:03 Uhr

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Nach dem Schlusspfiff herrschte beste Stimmung beim FCD: Torschütze Noah Semmler (l.) feiert gemeinsam mit dem nicht mehr aktiven Yasin Yilmaz, der in der vergangenen Saison noch sein Mentor im Mittelfeld war, das 1:1.

Nach dem Schlusspfiff herrschte beste Stimmung beim FCD: Torschütze Noah Semmler (l.) feiert gemeinsam mit dem nicht mehr aktiven Yasin Yilmaz, der in der vergangenen Saison noch sein Mentor im Mittelfeld war, das 1:1. © Umberto Savignano

Der FC Deisenhofen hat nach einer Roten Karte gegen Florian Schmid in der 44. Minute den 0:1-Rückstand aufgeholt. Semmler sorgt für den Ausgleich.

Deisenhofen – Zu elft lieferte der FC Deisenhofen bei der U21 des TSV 1860 München eine ordentliche, aber unglückliche erste Hälfte ab, zu zehnt machte das Team von Andreas Pummer dann in einem überragenden zweiten Durchgang den 0:1-Pausenrückstand wett. „Ein hochverdienter Punkt“, strahlte der Trainer nach dem 1:1 im Bayernligaspiel.

Unser Plan ist aufgegangen.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, aber dennoch niederschmetternd aus FCD-Sicht. Der erste Aufreger war ein Freistoß für 1860, die Deisenhofner sahen einen sauberen Zweikampf von Georg Jungkunz, protestierten heftig. Als nach der abgewehrten Hereingabe Mustafa Tekin aus dem Hintergrund auch noch die Führung für die Gastgeber erzielte (9.), war der Deisenhofner Ärger komplett. Pummer schimpfte wie ein Rohrspatz, in der Wortwahl blieb er allerdings völlig im Rahmen, mit Sätzen wie: „Klarer kann man den Ball nicht spielen.“ Schiedsrichter Benjamin Mignon (Loderhof/Sulzbach) wurde es dennoch zu bunt, er zeigte dem FCD-Coach Gelb.

Die Blauhemden wirkten nach dem Rückstand unsortiert, fingen sich aber schnell. Vor den Toren passierte nun wenig, in den letzten Minuten vor der Pause machte der FCD aber noch einmal richtig Dampf, wobei die letzte Gefährlichkeit fehlte, mit einer Ausnahme: Florian Schmids Kopfball war nur nicht druckvoll genug (42.). Schmid stand dann auch bei der nächsten wichtigen Szene im Mittelpunkt, die den Deisenhofnern die Pausenstimmung endgültig vermieste: Er wurde nach einem Foul mit Rot vom Feld geschickt (44.). Diesmal hielten sich die Proteste in Grenzen. Pummer räumte Schmids „offene Sohle“ ein, fand die Karte dennoch „hart“. Aber er sagte auch: „Sie hat uns nicht schlecht getan.“

Mit zwei Wechseln – Lennard Jung und Lukas Kretzschmar für Salvatore Cavaleri und Tobias Seidl – kam nämlich neuer Schwung: „Wir haben auch in der ersten Halbzeit guten Fußball gespielt, ich hatte schon das Gefühl, dass noch was geht, die Jungs sind motiviert. Und unser Plan ist aufgegangen“, sagte Pummer, dessen Team die Unterzahl nicht anzumerken war, es drängte auf den Ausgleich und durfte bald jubeln: Der Ball kam an den Fünfmeterraum zu Kretzschmar, der wurde abgeblockt, doch Semmler versenkte den Nachschuss (59.). Und die Deisenhofner wollten mehr: Jungkunz startete einen energischen Vorstoß über rechts, seine Hereingabe wurde lang und länger und landete am Pfosten (61.), der von Semmler traumhaft geschickte Kretzschmar lief frei aufs Tor zu, schob aber knapp vorbei (63.). „Nach dem Tor haben wir brutale fünf Minuten gehabt. Mit ein bisschen Glück gehen wir in Führung“, trauerte Pummer den Chancen ein wenig hinterher, denn: „Wenn wir in Unterzahl die Wende geschafft hätten, wäre die Aufgabe für Sechzig richtig schwierig geworden. Dann geht bei den jungen Spielern auch der Kopf an.“

So aber kamen die Löwen wieder auf: FCD-Keeper Leonard Dürr verhinderte gegen Luca Dollinger mit einer starken Fußabwehr den Rückstand (71.), Sechzig-Kapitän Deniz Haimerl köpfte an die Latte (84.). „Da hatten wir auch ein bisschen Glück“, gab Pummer zu. Seine Elf blieb bei Kontern aber stets gefährlich: Kretzschmar traf mit seiner Direktabnahme Mitspieler Florian Weber (89.). Pummer war trotz der unglücklich verpassten letzten Großchance auf den Sieg begeistert von seinem Team: „Von der Disziplin und Laufbereitschaft her muss ich meiner Mannschaft ein ganz tolles Kompliment machen, gerade am Ende einer Englischen Woche. Wir freuen uns heute richtig.“

TSV 1860 München U21 - FC Deisenhofen 1:1 (1:0)

FC Deisenhofen: Dürr - Jungkunz, Nickl, Groß, Vollmer (80. Weber), Gkasimpagiazov (90.+3 Jost), Köber, Semmler (88. Müller-Wiesen), Seidl (46. Kretzschmar), Schmid, Cavaleri (46. Jung)

Rot: Schmid (44., grobes Foulspiel)

Tore: 1:0 Tekin (9.), 1:1 Semmler (59.)