FC Wildsteig/Rottenbuch bricht den Heimfluch

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FC Wildsteig/Rottenbuch bricht den Heimfluch

Stand: 16.10.2026, 07:45 Uhr

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Fußball; Saison 2026/27; Kreisliga; Fabian Maier vom FC Wildsteig/Rottenbuch (in Rot) trifft im Heimspiel gegen den TSV Türkenfeld am 16. August 2026 vom Elfmeterpunkt

Im Wechselbad der Gefühle: Fabian Maier (in Rot, hier ein Archivbild) verschoss erst einen Elfmeter, dann sorgte er mit einem Traumtor für die Entscheidung. © Holger Wieland

Nach fünf sieglosen Heimspielen hat es für den FC Wildsteig/Rottenbuch endlich geklappt. Der entscheidende Treffer gegen Schöngeising war ein Traumtor.

Wildsteig – Es ist vollbracht. Nach fünf vergeblichen Anläufen feierte der FC Wildsteig/Rottenbuch seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison der Kreisliga 2. Die Mannschaft von Trainer Martin Hennebach schlug am Mittwochabend den SC Schöngeising mit 2:0 (1:0). „Nachdem der Schiedsrichter abgepfiffen hatte, war zu sehen, welche Last von den Spielern abgefallen ist“, konstatierte der Coach eine große Erleichterung. In der vergangenen Runde konnte seine Elf auswärts keinen einzigen Sieg verbuchen. Eine solche Misere wollte der FC auf eigenem Terrain nicht wieder erleben.

Statistik

FC Wildsteig/Rottenbuch⇥2
SC Schöngeising⇥0
Tore: 1:0 (44.) Noder, 2:0 (74.) F. Maier. Gelbe Karten: Wildsteig/Rottenbuch 1, Schöngeising 3. Gelb-rote Karte: Schöngeising: Grundel (72.). Schiedsrichter: Danijel Misic. Zuschauer: 90

Hennebach hatte im Vorfeld versucht, den Heimkomplex nicht weiter zu thematisieren. „Die Spieler machen sich den Druck eh schon selbst“, räumte er ein, dass die Serie von zwei Unentschieden und drei Niederlagen in den Köpfen seiner Akteure arbeitete. Die Zuversicht, den Bann endlich brechen zu können, wuchs, weil der Sportclub ersatzgeschwächt anreiste. Nur zwei Auswechselspieler konnte der Aufsteiger aufbieten. „Sie sind gebeutelt zu uns gekommen“, räumte Hennebach ein.

Es war eine brutale Mannschaftsleistung.

Seinem Team spielten die personellen Probleme des Gegners in die Karten. Die Platzherren übernahmen sofort die Initiative und ließen dem Neuling kaum Luft zum Atmen. „Es war eine brutale Mannschaftsleistung“, lobte der Trainer seine Kicker, die robust in die Zweikämpfe gingen. „Wir haben den Schöngeisingern sofort gezeigt, dass sie nichts holen werden.“ Allerdings benötigten die Ammertaler einige vergebliche Anläufe, bis sie die Abwehr der Gäste zum ersten Mal knackten. Josef Noder scheiterte allein vor Fabian Haupt. Der starke Torhüter des Sportclubs schien lange Zeit unüberwindbar zu sein. Auch Fabian Maier zog zweimal aus aussichtsreicher Position gegen ihn den Kürzeren. Wie es gemacht wird, demonstrierte ausgerechnet der Älteste im Team. Kurz vor dem Pausenpfiff besorgte Josef Noeder nach einer Ecke die überfällige und ersehnte Führung (44.). Der Routinier bewies mit seinen 39 Lenzen einmal mehr, dass es ohne ihn im Sturm aktuell einfach nicht geht.

Wechselbad der Gefühle: Erst Elfer verschossen, dann Traumtor erzielt

Kurz nach dem Seitenwechsel hätten die Hausherren die Führung noch erhöhen können. Fabian Maier war im gegnerischen Strafraum gefoult worden und übernahm selbst die Verantwortung vom Elfmeterpunkt (50.). Aber er fand wieder seinen Meister in Fabian Haupt. „Wir hätten früher den Deckel drauf machen müssen“, haderte Hennebach mit der Chancenverwertung seiner Schützlinge. So dauerte es bis zur 74. Minute, bis Fabian Maier wieder in Aktion trat. Dieses Mal versuchte der Mittelfeldspieler mit einem Freistoß aus 25 Metern sein Glück und hämmerte den Ball genau in den Winkel. „Wir hätten 3:0 oder 4:0 gewinnen müssen“, monierte Hennebach allein die mangelnde Effektivität. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Jetzt, wo die Wildsteiger ihre Heimschwäche endgültig abgelegt haben.