Militärübungen USA und Südkorea: Trump ordnet erhebliche Reduzierung an
US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas erheblich zurückfahren. Er begründet den Schritt mit den hohen Kosten und einem «feindseligen Signal» an Nordkorea – kurz vor Beginn eines grossangelegten Manövers.
- 2 min read
Publiziert17. August 2026, 00:46
Manöver mit Südkorea«Feindseliges Signal»: Trump fährt Militärübungen zurück
US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas erheblich zurückfahren. Er begründet den Schritt mit den hohen Kosten und einem «feindseligen Signal» an Nordkorea – kurz vor Beginn eines grossangelegten Manövers.


Darum gehts
- US-Präsident Donald Trump hat das Pentagon angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea erheblich zu reduzieren.
- Er begründet den Schritt mit hohen Kosten und einem «feindseligen Signal» an Nordkorea – kurz vor Beginn eines grossangelegten Manövers.
- Trump verweist auf seine «sehr gute Beziehung» zu Kim Jong-un.
US-Präsident Donald Trump will die gemeinsamen Militärübungen der USA mit Südkorea zurückfahren. Trump wies das Pentagon am Sonntag an, entsprechende Schritte einzuleiten. Er begründete dies damit, dass Südkorea sich geweigert habe, zur nuklearen Abrüstung des Iran beizutragen.
Trump schrieb in einem Beitrag in den sozialen Medien, die für diese Woche geplanten Übungen seien kostspielig und «senden ein völlig unangemessenes und feindseliges Signal» an Nordkorea. Dieses habe sich während seiner Amtszeit im Weissen Haus «nicht bedrohlich und respektvoll» verhalten, schrieb Trump. Angesichts seiner «sehr guten Beziehung» zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un sei er «nicht glücklich über die Tatsache, dass die USA vor langer Zeit eingewilligt haben, sich an gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu beteiligen».

«Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass es zu spät ist, sie abzusagen, habe ich Kriegsminister Pete Hegseth angewiesen, die gemeinsamen Militärübungen erheblich zu reduzieren!», schrieb der Präsident weiter. Die Ankündigung erfolgte kurz vor Beginn einer von zwei grossangelegten gemeinsamen Militärübungen, die südkoreanische und US-amerikanische Truppen jedes Jahr abhalten.
Trump veröffentlicht Foto von sich und Kim
Einen Tag zuvor hatte Trump ein Foto von sich und Kim veröffentlicht. Dazu schrieb er, die beiden Staatschefs verstünden sich grossartig, «trotz des unfreundlichen Gesichtsausdrucks auf diesem besonderen Bild». Das nordkoreanische Aussenministerium bezeichnete die Militärübungen zwischen den USA und Südkorea als «Probe für einen Angriffskrieg», die eine neue Stufe der Instabilität in der Region auslöse.

Wenige Tage zuvor hatte Nordkorea seine Aktivitäten mit ballistischen Raketentests wieder aufgenommen. Solche Tests sind von den Vereinten Nationen verboten. Die USA und Südkorea hatten erklärt, die elftägigen Übungen unter Beteiligung von 18'000 südkoreanischen Soldaten sollten ihre Einsatzbereitschaft angesichts der Bedrohung durch Nordkorea stärken. Zugleich betonten die Verbündeten erneut, dass die Manöver defensiven Charakter hätten.
Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

Deine Meinung zählt
Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert