Flucht aus Gefängnis: Flüchtiger Betrüger Holt verabschiedete sich von Behörden
Der Windkraft-Betrüger Hendrik Holt hat nach seiner Flucht aus dem offenen Vollzug noch eine Botschaft geschickt. In dem Berliner Gefängnis ging eine E-Mail ein. Quelle: D...
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Der Windkraft-Betrüger Hendrik Holt hat nach seiner Flucht aus dem offenen Vollzug noch eine Botschaft geschickt. In dem Berliner Gefängnis ging eine E-Mail ein.
Quelle: DIE ZEIT, dpa,
hell
- August 2026, 19:59 Uhr
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57 KommentareDer Windkraft-Betrüger Hendrik Holt hat nach seiner Flucht den Behörden noch eine letzte Botschaft zukommen lassen. Einen Tag nach seinem Verschwinden sei eine E-Mail bei dem Berliner Gefängnis eingegangen, in dem er untergebracht war, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Sinngemäß habe er ausrichten lassen, dass er nicht zurückkehren werde.
Den Angaben zufolge geht aus dem Schreiben ein Absender hervor. Zu ihm würden jedoch keine Angaben gemacht. Laut NDR stand in der Nachricht wörtlich »Hendrik Holt kommt nicht zurück«. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ließ einen europäischen Haftbefehl ausstellen, sagte ein Sprecher.
Holt ist auf der Flucht, seit er am Dienstag von einem genehmigten Ausgang nicht in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurückkehrte, wie die Staatsanwaltschaft Osnabrück mitteilte. In Berlin war Holt im offenen Vollzug. Nach dem 36-Jährigen werde aus dem emsländischen Haselünne gefahndet, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Windparks verkauft, die es nicht gab
Wo er sich aufhält, ist bisher nicht bekannt. Mehrere Medien griffen einen Instagram-Post auf, in dem es heißt: »Liebesgrüße aus Moskau sehr schön hier der Kaviar ist fantastisch.« Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Instagram-Post sei ihr bekannt. Beurteilungen und Bewertungen dazu gebe man vor dem Hintergrund der andauernden Fahndung aber nicht ab. Vom Flughafen Rostock hieß es, dass Holt Deutschland nicht von dort aus verlassen habe.
2022 hatte das Landgericht Osnabrück Holt zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Es geht um bandenmäßigen Betrug, Bestechung und Urkundenfälschung. Holt hatte unter anderem angeblich existierende Windparks, die es in Wahrheit gar nicht gab, an ausländische Stromkonzerne verkauft.