Flugbegleiterin verrät, warum Gäste zwei Getränke im Flugzeug niemals bestellen sollten

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Flugbegleiterin verrät, warum Gäste zwei Getränke im Flugzeug niemals bestellen sollten

Stand: 25.09.2026, 19:08 Uhr

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Die Auswahl an Speisen und Getränken am Flughafen wie auch an Bord ist groß. Flugbegleitende verraten, welche Fehler sie nicht machen würden.

Frankfurt – Flugreisen können teuer werden, und zwar schon vor dem Abflug. Am Flughafen locken Restaurants, Kioske und Duty-Free-Shops mit einem breiten Angebot. Doch nicht alles, was dort verkauft wird, lohnt sich. Und auch an Bord gibt es Produkte, auf die erfahrene Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter lieber verzichten.

Eine Flugbegleiterin verteilt Getränke

Die Flugbegleitung versorgt Gäste während des Fluges mit Speisen und Getränken. (Symbolfoto) © Depositphotos/Imago Images

Nach dem Check-In verbringen Fluggäste gerne mal mehrere Stunden am Airport. Laura Schmitt* war neun Jahre lang Flugbegleiterin bei einer deutschen Airline. Sie hat der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media verraten, was sie selbst nicht kaufen würde, wenn sie privat fliegt.

Verunreinigte Bordtanks: Flugbegleiterin verrät, was sie an Bord nicht bestellen würde

Um die Stunden bis zum Abflug zu überbrücken, greifen viele Gäste zur Zeitschrift. Statt diese zu überteuerten Preisen am Kiosk zu kaufen, lohnt sich ein Blick ans Gate. Dort liegen Magazine häufig kostenlos für die wartenden Passagiere aus: „Sehr viele Airlines bieten das im Gatebereich an. Man muss nur genau schauen“, erklärt Schmitt. Früher seien diese oft erst im Flieger verteilt worden.

Im Duty-Free-Bereich vergleicht die Flugbegleiterin immer zuerst die üblichen Verkaufspreise, bevor Parfüm, Hautpflege oder Sonstiges in den Einkaufskorb kommt. „Da muss man schon einen richtigen Schnapper erwischen – und das ist selten“, sagt Schmitt der FR.

Wenn der Hunger kommt, steht man schnell vor einem überteuerten Fast-Food-Angebot oder hochpreisigen belegten Brötchen. „Ich gebe meinen Freunden immer den Tipp, sich eigene Brötchen und Snacks mitzunehmen“, sagt Schmitt. Lebensmittel dürfen problemlos durch die Sicherheitskontrolle. Auch bei Getränken kann gespart werden. Schmitt empfiehlt, eine leere Flasche mitzunehmen und nach der Kontrolle am Wasserspender aufzufüllen. „Vor allem in Deutschland ist das Wasser absolut sauber und trinkbar“, erklärt Schmitt. 

Während das Wasser am Flughafen meist problemlos genießbar ist, sieht es an Bord eines Flugzeugs leider manchmal anders aus. Eine Flugbegleiterin und ein Flugbegleiter haben dem amerikanischen Magazin Southern Living verraten, warum sie keinen Kaffee und keinen Tee im Flugzeug bestellen würden.

Heißgetränke werden mit Wasser aus den Bordtanks zubereitet und diese werden offenbar selten gründlich gereinigt. Miriam Lawson arbeitete sieben Jahre als Flugbegleiterin bei einer großen US‑Airline. „Ich habe die Innenseite dieser Tanks bei Wartungsstopps gesehen“, erklärt sie. „Sagen wir so: Ich bleibe bei Flaschenwasser, Cola oder Alkohol, wenn ich fliege.“ Auch Kaz Marzo, ehemaliger Flugbegleiter mit über zwölf Jahren Erfahrung in der Luftfahrt, bestätigt: „Ich habe persönlich erlebt, wie Wartungsteams die Reinigungsprotokolle vernachlässigt haben. In den Leitungen sammeln sich Mineralablagerungen.“

Die Bedenken bestätigen sich auch bei Kontrollen. Eine aktuelle Studie des Center for Food as Medicine and Longevity aus dem Jahr 2026 hat die Wassersysteme von 21 US-Airlines über drei Jahre untersucht. Das Ergebnis: Von über 35.000 getesteten Probenstellen wiesen 949 coliforme Bakterien auf: ein Hinweis auf mögliche Verunreinigungen. Damit lag in rund drei Prozent der Fälle eine Verunreinigung vor.

Die Empfehlung der Studienautoren ist eindeutig: „Niemals Wasser an Bord trinken, das nicht aus einer versiegelten Flasche stammt.“ Zwar wird das Wasser für Kaffee und Tee erhitzt. Doch in großer Flughöhe verändert sich der Siedepunkt, das Wasser kocht bei niedrigeren Temperaturen. Eine vollständige Sterilisation ist nicht garantiert.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Mary Wallace Walke, 35 Jahre lang Flugbegleiterin bei Delta, sagt zu Southern Living: „Wir haben literweise Kaffee getrunken, um auf Interkontinentalflügen wach zu bleiben. Ich habe von keinen Problemen gehört.“ Die Airline Delta gehörte bei den Untersuchungen des Center for Food as Medicine and Longevity zu den Fluggesellschaften mit den sichersten Wasserproben. Das Fazit bleibt dennoch: Wer ganz sichergehen will, bestellt im Flugzeug lieber versiegelte Getränke. (Quelle: eigene Recherche, Southern Living)

*Laura Schmitt möchte gerne anonym bleiben. Ihr echter Name ist der Redaktion bekannt.