Flugbegleiterin von Lufthansa sieht Kollegin mit Passagier flirten – „Dieses ‚Spiel‘ gibt es schon Jahreee“

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Flugbegleiterin von Lufthansa sieht Kollegin mit Passagier flirten – „Dieses ‚Spiel‘ gibt es schon Jahreee“

Stand: 13.10.2026, 20:57 Uhr

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Eine Stewardess der Fluglinie Lufthansa

Eine Flugbegleiterin von Lufthansa erzählte in einem Social-Media-Video vom „geheimen“ Flirt-Code – den nicht einmal alle Kolleginnen kennen. (Symbolbild) © IMAGO/Panama Pictures

Ein virales Video einer Flugbegleiterin enthüllt geheime Rituale und Flirt-Codes der Kabinencrew. Nach enormer Resonanz im Netz löschte sie den Clip jedoch wieder.

Ein kurzes Video von einer Flugbegleiterin hat auf Instagram für erstaunlich viel Aufsehen gesorgt – und zeigt, dass Flirten im Berufsalltag von Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern offenbar seine eigenen, geheimen Regeln hat. Eine Flugbegleiterin der Lufthansa beobachtete am Gate, wie eine Kollegin einen männlichen Fluggast mit einem „Herzlich Willkommen“ begrüßte – ein kleines, codiertes Flirtsignal, das unter dem Kabinenpersonal offenbar schon lange kursiert: der sogenannte „Flirt-Code Nummer 1“.

Lufthansa-Flugbegleiterin nimmt Video nach Nachrichtenflut wieder offline

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten – und fielen offenbar heftiger aus, als die Flugbegleiterin erwartet hatte. Kurz darauf nahm sie das Video wieder aus dem Netz. Auf Nachfrage erklärte sie gegenüber unserer Redaktion die Beweggründe für die Löschung:

„Ich hatte das Video tatsächlich archiviert, weil ich mit der riesigen Resonanz null gerechnet hatte“, schrieb die Flugbegleiterin. Sie sei „gelegentlich etwas überfordert“ gewesen „mit der Flut an Nachrichten, die mein kleines Profil hier ereilten“.

Ungeschriebenes Ritual statt fester Dienstvorschrift

Interessant ist vor allem, was die Lufthansa-Angestellte über den Hintergrund des „Spiels“ verriet: Es handle sich keineswegs um eine neue Mode unter dem Kabinenpersonal. „Dieses ‚Spiel‘ gibt es schon Jahreee!!“, so die Flugbegleiterin. Dabei betonte sie, dass es sich nicht um eine feste Regel handle, der jede Crew folge.

Vielmehr sei es eine Art ungeschriebenes Ritual: „Es ist auch nicht zwangsläufig so, dass jede Crew es spielt, aber hin und wieder, wenn die Sympathie vorne passt, macht man(n)’s halt doch“, erklärte sie augenzwinkernd. Auch unter den eigenen, neueren Kolleginnen sei der Code längst nicht allen bekannt gewesen, räumte sie ein.

Dass dieses Begrüßungsspiel in der Branche kein Einzelfall ist, zeigte bereits ein viel beachteter Auftritt 2021 im Fernsehen: In der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“ mit Günther Jauch plauderte die Flugbegleiterin Natalie Reis offen über genau dieses Ritual. Sie verriet vor einem Millionenpublikum, dass beim Boarding ein schlichtes „Hallo“ oder „Guten Tag“ der Normalfall sei – nur wer der Crew besonders positiv oder attraktiv ins Auge springt, werde mit einem betonten „Herzlich willkommen“ empfangen. Die TV-Beichte sorgte damals für Erstaunen und amüsierte Reaktionen bei den Zuschauern.

Bob, Philip & Co.: Das geheime Passagier-Vokabular der Crew

Der Flirt-Code ist dabei keineswegs das einzige geheime Ritual über den Wolken. Im Kabinenalltag existiert eine Vielzahl inoffizieller Begriffe, um Fluggäste unbemerkt einzustufen oder Situationen diskret abzustimmen:

  • „Bob“ („Best on board“): Der absolute Lieblingsgast der Crew – höflich, gut gelaunt und unkompliziert.
  • „Philip“ („Passenger I’d like to punch“): Die interne Bezeichnung für besonders unhöfliche oder aggressive Passagiere.
  • „Mermaid“: Fluggäste, die durch breitbeiniges Sitzen („Manspreading“) den Platz ihrer Sitznachbarn einschränken.
  • „Landing Lips“: Das traditionelle Nachziehen des Lippenstifts kurz vor der Landung, um sich für die Verabschiedung der Passagiere vorzubereiten.
  • „Crotch watch“: Der Kontrollblick der Crew in den Schrittbereich der Sitzreihen, um unauffällig das Anschnallen zu überprüfen.

Auf Plattformen wie Instagram und TikTok gewähren Flugbegleiterinnen regelmäßig Einblicke in ihren Alltag und weisen immer wieder auf No-Gos für Passagiere an Bord hin. Der virale Hype um den „Flirt-Code Nummer 1“ wird nicht der letzte gewesen sein. (mke)