Flughafen „Findel“: Comeback der USA-Direktflüge in Luxemburg? Das ist bisher bekannt

Der Weg von Luxemburg in die USA könnte bald kürzer werden. Auch Reisende aus dem Saarland könnten davon profitieren. Wir haben Luxair und die US-Botschaft nach weiteren Details zu den Plänen gefragt.

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Flughafen „Findel“: Comeback der USA-Direktflüge in Luxemburg? Das ist bisher bekannt
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Flughafen „Findel“ Comeback der USA-Direktflüge in Luxemburg? Das ist bisher bekannt

Luxemburg/New York · Der Weg von Luxemburg in die USA könnte bald kürzer werden. Auch Reisende aus dem Saarland könnten davon profitieren. Wir haben Luxair und die US-Botschaft nach weiteren Details zu den Plänen gefragt.

07.08.2026 , 07:13 Uhr

 Bald schon könnte es möglich sein, aus Luxemburg direkt in die USA zu fliegen – und das ohne Umstieg. (Symbolbild)

Bald schon könnte es möglich sein, aus Luxemburg direkt in die USA zu fliegen – und das ohne Umstieg. (Symbolbild)

Foto: dpa-tmn/Julienne Schaer

In der Zukunft könnten USA-Reisen für Menschen im Saarland und der Region deutlich einfacher werden. Denn Pläne, eine direkte Verbindung vom Luxemburger Flughafen „Findel“ wieder aufzunehmen, sind derzeit im Gespräch. Seit 25 Jahren gibt es keine direkte Flugverbindung zwischen dem Großherzogtum und den Vereinigten Staaten mehr.

US-Botschafterin in Luxemburg setzt sich maßgeblich für Direktflüge ein

Einen substanziellen Beitrag dazu, dass das Thema wieder auf dem Tisch ist, hat die US-Botschafterin in Luxemburg, Stacey Feinberg, geleistet. Gegenüber RTL Luxemburg hatte sie erklärt, dass die Direktflüge eine hohe Priorität für sie hätten. Gespräche zwischen ihr, ihrem luxemburgischen Botschaftskollegen in Washington sowie anderen Parteien seien bereits in Gange.

Gleichzeitig erklärte Luxair-Chef Gilles Feith, dass die Fluggesellschaft keinerlei Flugzeuge habe, um eine solche Transatlantik-Route zu betreiben. Luxair sei allerdings bereit, eine US-Fluggesellschaft dabei zu unterstützen, Direktflüge einzurichten. Letztlich, so scheint es schon jetzt, hängt der Erfolg der Initiative davon ab, ob Partner in den USA das Großherzogtum ansteuern wollen.

Aber wann können Fluggäste in der Region mit der neuen Verbindung rechnen? Eine Frage dazu lässt die US-Botschaft auf SZ-Anfrage unbeantwortet. Gleichwohl unterstreicht Botschafterin Feinberg die Wichtigkeit der neuen Flugverbindung: „Seit meiner Ankunft setze ich mich nachdrücklich für eine Nonstop-Flugverbindung zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten ein“, sagt sie. Solch eine Flugverbindung wäre aus ihrer Sicht der nächste logische Schritt, um die langjährigen wirtschaftlichen Beziehungen und die Kontakte zwischen den Menschen beider Länder zu vertiefen.

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Neue Flugroute sei letztlich unternehmerische Entscheidung

Weiter erklärt Feinberg: „Die Vereinigten Staaten zählen zu den wichtigsten Handelspartnern Luxemburgs, mit erheblichen Investitionen und umfangreichen Geschäftsaktivitäten in beide Richtungen.“ Eine bessere Flugverbindung könne dazu beitragen, den bilateralen Handel, Investitionen und den Tourismus weiter anzukurbeln. Und zumindest indirekt hebt Feinberg einen potenziellen Vorteil für das Saarland hervor: „Die potenziellen Vorteile könnten sich über Luxemburg hinaus auch auf die gesamte grenzüberschreitende Region erstrecken“, sagt sie.

Die US-Botschafterin sei entschlossen, sich weiter für die Vorteile einzusetzen, die eine derartige „Nonstop“-Verbindung den Vereinigten Staaten und Luxemburg bringen würde. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass die Entscheidung über neue Flugstrecken letztlich eine unternehmerische Entscheidung der Fluggesellschaften sei.

Neue USA-Direktflüge würden den Luxemburger Flughafen als Standort stärken

Hat Luxair, die luxemburgische Fluggesellschaft, die sich als potenzieller Kooperationspartner anbietet, weitere Details zur neuen Route? Die Frage nach einem zeitlichen Rahmen lässt auch die Fluggesellschaft unbeantwortet. Gleichzeitig verweist Luxair nachdrücklich auf seinen Willen, sich an einer neuen Transatlantik-Route zu beteiligen: „Der Betrieb einer solchen Strecke kommt für Luxair aufgrund der derzeitigen Flottenbeschränkungen zwar nicht infrage. Die Fluggesellschaft würde jedoch die Möglichkeit begrüßen, mit einem Anbieter zusammenzuarbeiten, der direkte Transatlantikverbindungen ab Luxemburg anbietet“, schreibt das Unternehmen.

Eine neue Direktroute stärke ebenfalls den Standort des Luxemburger Flughafens. Denn über sein europäisches Streckennetz könne Luxair Umsteigepassagiere zu solchen Transatlantik-Flügen bringen, erklärt das Unternehmen. „Davon würden die Reisenden profitieren, während zugleich der Flughafen Luxemburg als Umsteigedrehkreuz weiter gestärkt würde“, antwortet Luxair. Eine Anfrage an die luxemburgische Botschaft in Washington zum Thema blieb bis zum Redaktionsschluss unbeantwortet. (nfo)