Stammgäste besuchen Lieblingsrestaurant – doch Rechnung für Kuchen und 2 Espressi macht sie fassungslos
StartseiteWeltFrühere Stammgäste trauen in Rom ihren Augen kaum, als sie Rechnung für Kuchen und zwei Espressi sehenStand: 09.10.2026, 07:21 UhrKommentareUns auf Google folgenBöses Erwachen in Rom: Zwei Einheim...
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Frühere Stammgäste trauen in Rom ihren Augen kaum, als sie Rechnung für Kuchen und zwei Espressi sehen
Stand: 09.10.2026, 07:21 Uhr
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Böses Erwachen in Rom: Zwei Einheimische wollten an der Piazza del Popolo Kaffee trinken. Doch beim Blick auf die Rechnung folgte ein herber Preisschock.
Rom – Rom ist bekannt für sein Dolce Vita, weltberühmte Bauwerke und herausragende Kaffeekultur. Doch wer sich an den bekannten Plätzen der Ewigen Stadt niederlässt, riskiert bisweilen einen regelrechten Preisschock. Diese bittere Erfahrung mussten nun zwei gebürtige Römer machen, die nach Jahren an einen vertrauten Ort ihrer Jugend zurückkehrten: die traditionsreiche „Bar Canova“ an der prachtvollen Piazza del Popolo.

Wie der italienische Fernsehsender Mediaset in seiner Nachrichtensendung TG4 und Südtirol News berichteten, bestellten die beiden früheren Stammgäste im Außenbereich des Lokals zwei gewöhnliche Espressi und ein kleines Stück Sachertorte. Als die Bedienung schließlich die Rechnung überreichte, trauten die Gäste ihren Augen kaum: Stolze 35,11 Euro verlangte das Lokal für die kleine Kaffeepause.
Gäste von Rom-Lokal sprechen von Abzocke: „Mit Sicherheit sehen sie die Touristen und nutzen die Gelegenheit“
Für die beiden Römer, die früher selbst im historischen Zentrum gewohnt hatten, ein herber Schlag. Gegenüber dem TV-Team machten sie ihrem Ärger Luft: „Ich weiß nicht, aber den Preis fanden wir wirklich übertrieben. Die Torte war auch nur ein kleines Stück.“ Früher sei das Lokal ein beliebter Treffpunkt für Nachbarn und Künstler gewesen – heute scheinen Einheimische durch astronomische Preise verdrängt zu werden. Auch weitere Gäste übten Kritik. „Mit Sicherheit sehen sie die Touristen und nutzen die Gelegenheit, um sie abzuzocken“, warf eine der Befragten dem Café vor.
Das Management der Bar Canova lehnte eine offizielle Stellungnahme vor laufender Kamera ab. In der Debatte um den Vorfall meldeten sich jedoch auch Stimmen zu Wort, die auf die explodierenden Gewerbemieten im Herzen Roms verwiesen: Lokale an historischen Plätzen stünden unter enormem Kostendruck, der über den Außenservice an die Gäste weitergereicht werde.
Kein Einzelfall in Rom: 35 Euro für Omelett und 100 Euro für Cappuccino
Die Kaffeerechnung von der Piazza del Popolo reiht sich nahtlos in eine Serie von Preis-Eklats in der italienischen Hauptstadt ein. Eine spanische Besucherin zahlte im selben Umfeld kürzlich 35,70 Euro für ein einfaches Omelett mit einem Cappuccino. Andere Gäste berichteten gar von Rechnungen über 100 Euro für drei Cappuccini im Außenbereich. Auch der Fall von zwei Touristen am Spanischen Platz, die 44 Euro für zwei Eisbecher bezahlen mussten, sorgte italienweit für hitzige Diskussionen.
Die goldene Italien-Regel: „Al Banco“ spart bares Geld
Wer in Italien Kaffee trinken möchte, ohne in die Kostenfalle zu tappen, sollte das ungeschriebene Gesetz der italienischen Kaffeebars beherzigen:
- Am Tresen trinken („al banco“): Im Stehen an der Theke kostet ein Espresso in Italien meist nur zwischen 1,20 Euro und 2,70 Euro.
- Der teure Tisch-Aufschlag („servizio al tavolo“): Sobald Gäste an einem Tisch im Außenbereich Platz nehmen, fällt in Touristen-Hotspots ein saftiger Aufschlag für Service und Ambiente an.
- Speisekarte und Coperto vorab prüfen: Vor der Bestellung empfiehlt sich stets ein Blick auf die Preisliste („Listino Prezzi“) für den Tischservice sowie auf ein eventuelles Gedeckgeld („Coperto“).
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Derweil sorgte jüngst in Italien auch eine Restaurant-Rechnung für vier Personen für Diskussionen – weil sie fast die 1000-Euro-Grenze knackte. (Quellen: Mediaset „TG4“, suedtirolnews.it) (kh)