Frust bei Wolfsburg: Reese fährt Glatzel heftig an

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Frust bei Wolfsburg: Reese fährt Glatzel heftig an

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Frust-Start für Wolfsburg: Reese schreit Ex-HSV-Star Glatzel an – Sturm-Kollege geht 

Frust unter Teamkollegen: Fabian Reese brüllt Robert Glatzel an.
IMAGO/Christian Schroedter

Frust statt Traumstart: Wolfsburg kommt gegen Kaiserslautern nicht über ein 0:0 hinaus. Fabian Reese motzt Robert Glatzel an, der Ex-HSV-Star erlebt ein bitteres Debüt – und mit Dzenan Pejcinovic steht der nächste Stürmer vor dem Absprung.

Der VfL Wolfsburg ist mit einem Dämpfer in die Mission Wiederaufstieg gestartet. Beim 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern blieb der große Aufstiegsfavorit vieles schuldig. Besonders bitter verlief der Abend für Ex-HSV-Star Robert Glatzel – und auch zwischen den Wolfsburger Offensivkräften wurde der Frust sichtbar. Derweil steht Glatzels Sturm-Kollege Dzenan Pejcinovic vor dem Abgang.

So hatte sich der VfL Wolfsburg seine Rückkehr in die 2. Bundesliga sicher nicht vorgestellt. Vor 25.489 Zuschauern kam der Bundesliga-Absteiger gegen den 1. FC Kaiserslautern nicht über ein torloses Remis hinaus. Vor allem offensiv blieb die Mannschaft von Neu-Trainer Tobias Strobl noch vieles schuldig.

Fabian Reese lässt seinen Frust an Glatzel aus

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Dabei hatte Wolfsburg im Sommer kräftig investiert. Gleich sechs Neuzugänge standen gegen den FCK in der Startelf: Fabian Reese, Robert Glatzel, Fraser Hornby, Hauke Wahl, Muhammed Damar und Elvis Rexhbecaj. Zusammenspiel und Automatismen wirkten jedoch noch längst nicht ausgereift.

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Besonders sichtbar wurde das bei einer Szene rund um Reese und Glatzel. Der von Hertha BSC gekommene Reese machte seinem Ärger mehrfach Luft und schrie während der Partie nicht nur Schiedsrichter Florian Exner, sondern auch Sturm-Kollege Glatzel an. Es war eine Szene, die zum insgesamt frustrierenden Wolfsburger Abend passte.

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Glatzels Wolfsburg-Debüt beginnt mit Schmerzen

Für Glatzel war es ohnehin ein Einstand zum Vergessen. Schon nach rund 20 Sekunden krachte der 32-Jährige mit Hornby zusammen und musste anschließend wegen Schmerzen im Rippenbereich behandelt werden.

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Der frühere HSV-Torjäger konnte zwar weiterspielen, fand danach aber kaum Bindung zur Partie. Glatzel arbeitete viel mit dem Rücken zum gegnerischen Tor, schaffte es selbst jedoch kein einziges Mal zum Abschluss. Nach 68 glücklosen Minuten war für ihn Schluss, Trainer Strobl brachte Kento Shiogai.

Glatzel hatte den HSV unter Tränen verlassen

Für den Angreifer war es damit ein denkbar unglücklicher Start in sein neues Kapitel. Glatzel hatte den HSV nach mehreren Jahren und zahlreichen Toren in diesem Sommer verlassen. Sein Abschied aus Hamburg war emotional verlaufen, der Stürmer hatte sich unter Tränen vom Verein verabschiedet.

Nun soll er Wolfsburg beim direkten Wiederaufstieg helfen. Zum Auftakt gelang ihm das noch nicht.

Reese auffällig, aber ohne Ertrag

Auch Reese konnte dem Spiel trotz einiger guter Aktionen nicht den entscheidenden Stempel aufdrücken. Der Flügelspieler hatte in der ersten Hälfte eine vielversprechende Möglichkeit, scheiterte jedoch an FCK-Torwart Julian Krahl. Zudem bereitete er eine Großchance für Hornby vor, dessen Abschluss Maxwell Gyamfi in höchster Not blockte.

Nach der Pause kam vom VfL offensiv immer weniger. Kaiserslautern hatte sogar die besseren Möglichkeiten und zwang den erst 18 Jahre alten Wolfsburger Torwart Jakub Zielinski mehrfach zu starken Paraden.

„Es waren gute, aber auch nicht so gute Phasen dabei“, sagte Strobl anschließend bei Sky. Es sei ein „gemischtes Gefühl“. Reese befand ebenfalls, es gebe „noch viel Luft nach oben“.

Ex-St. Paulianer Wahl überzeugt als Abwehrchef

Einer der Lichtblicke aus Wolfsburger Sicht war ausgerechnet ein weiterer Hamburger Neuzugang. Hauke Wahl, im Sommer vom FC St. Pauli zum VfL gewechselt, trug zunächst die Kapitänsbinde, weil Maximilian Arnold noch nicht bei 100 Prozent war.

Der Innenverteidiger übernahm sofort Verantwortung, dirigierte die Defensive und strahlte viel Ruhe aus. In der ersten Hälfte hätte Wahl beinahe sogar für die Führung gesorgt, sein Volley landete jedoch am Außenpfosten.

Auch wenn er bei einigen Flanken nicht optimal positioniert war, gehörte der ehemalige St. Pauli-Profi zu den stärksten Wolfsburgern.

Pejcinovic vor Wechsel nach Stuttgart

Während Glatzel und Hornby bereits für den VfL aufliefen, blieb Dzenan Pejcinovic über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Und das hatte einen klaren Grund: Sein Abschied steht unmittelbar bevor.

Wolfsburg hat sich nach Angaben der Verantwortlichen mit einem anderen Verein auf einen Transfer verständigt. Dabei handelt es sich um den VfB Stuttgart. Nach Informationen des „Kicker“ sollen die Schwaben rund 25 Millionen Euro für den 21-Jährigen bezahlen, sofern beim Medizincheck nichts mehr dazwischenkommt.

Pejcinovic kam für 1,25 Millionen und geht für 25 Millionen

„Es kam ein ganz klares Signal vom Verein, dass man auf der Zielgeraden ist“, erklärte Strobl nach dem Spiel. Deshalb sei Pejcinovic trotz des torlosen Spielstands nicht mehr als Einwechselspieler infrage gekommen.

Der Stürmer war 2022 für lediglich 1,25 Millionen Euro vom FC Augsburg nach Wolfsburg gewechselt. Nach einer Leihe zu Fortuna Düsseldorf schaffte er beim VfL den Durchbruch und erzielte in der vergangenen Bundesliga-Saison acht Tore in 30 Spielen.

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