Fulminanter Schlussspurt: Hamburg Towers gewinnen ersten Test deutlich
KI-Stimme. InfoDie Veolia Towers Hamburg gewinnen ihr Testspiel beim SC Rist Wedel mit 86:48.Alle Einnahmen kommen dem Kooperationspartner zugute.Dieser Artikel wurde inhaltlich aktualisiert.Normalerweise drehe...
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KI-Stimme. Info
- Die Veolia Towers Hamburg gewinnen ihr Testspiel beim SC Rist Wedel mit 86:48.
- Alle Einnahmen kommen dem Kooperationspartner zugute.
- Dieser Artikel wurde inhaltlich aktualisiert.
Normalerweise drehen Marvin Willoughby und Jan Fischer jeden Euro dreimal um, bevor sie ihn ausgeben. Seriöses Wirtschaften hat für die geschäftsführenden Gesellschafter der Veolia Towers Hamburg Priorität. Mit dieser Maxime führen sie seit nun zwölf Jahren erfolgreich den Basketball-Bundesligaverein.
Towers-Kooperationspartner wollte freiwillig absteigen
An diesem Freitag nun ließen Willoughby und Fischer ihre Grundsätze für einen Abend ruhen. Die Towers gastierten bei Kooperationspartner SC Rist Wedel zu einem Benefiz-, die Wedeler nennen es Freundschaftsspiel – in der Sporthalle Steinberg. Sie gewannen deutlich mit 86:48 (20:7, 14:14, 21:19, 31:8). Alle Zuschauer- und Cateringeinnahmen, erhoffte rund 3000 Euro, gehen an den Drittligisten.
Der hat das Geld bitter nötig. Noch im April erwogen die Wedeler den freiwilligen Abstieg aus der 2. Bundesliga ProB Nord in die 1. Regionalliga Nord. Die Verbindlichkeiten summierten sich auf 22.000 Euro, für die Saison 2026/27 fehlten 41.000 Euro. In einer konzertierten Aktion aus Spenden (Club 100), größerem Sponsoren-Engagement, neuen Geldgebern, die Marketingchefin Britta Wien-Hansen akquirierte, und Einsparungen konnte das Delta halbwegs geschlossen werden. Konkrete Zahlen wollte Wedels Vorsitzende Andrea Koschek auf Abendblatt-Anfrage mit „der Bitte um Verständnis“ nicht preisgeben.
Towers-Chef: Der deutsche Basketball braucht Standorte wie Wedel
„Wir helfen Wedel gern, das liegt auch in unserem Interesse“, sagt Willoughby. „Es wäre aber wichtig, wenn die Stadt Wedel und die dortigen Unternehmen den sozialen Wert er- und die großartige ehrenamtliche Arbeit anerkennen. Wenn Vorzeige-Standorte wie Wedel aussterben, schadet das dem gesamten deutschen Basketball. Dank Ausbildungszentren wie in Wedel sind wir aktuell Basketball-Welt- und Europameister.“
Basketball sei aber überall, auch in der Dritten Liga, professioneller geworden. Diese gestiegenen Anforderungen könne ein Verein allein nicht mehr bewältigen. Immerhin: Die Stadt Wedel hat die Sanierung der Steinberghalle, Kosten rund sechs Millionen Euro, beschlossen, will die Instandsetzung zeitnah umsetzen.

Der Lübecker Osaro Jürgen Rich Igbineweka (28) spielte erst für Rist Wedel, dann auch für die Towers, jetzt nur noch für sie.© Valeria Witters
Inzwischen gibt es Entwarnung. Wedel hat auch mithilfe der Towers erneut einen konkurrenzfähigen Kader mit zwei Importspielern aus den USA zusammengestellt. Towers-Co-Trainer Stanley Witt (30) übernahm von Hamed Attarbashi (50) den Posten des Cheftrainers, assistiert gleichzeitig Benka Barloschky (38), Chefcoach der Towers.
Talente können in Wedel und bei den Towers trainieren und spielen
Am Freitagabend sind die beiden für zwei Stunden an der Seitenlinie Gegner, genauso wie Darren Egbe (19), Jayden Fatnassi (18) und Nelson Martin (20), die dank einer Doppellizenz für beide Clubs auflaufen dürfen, diesmal aber für Wedel auf Korbjagd gehen. Die Wedeler Johan Meinberg, Lino Schenk und Danny Egbe fehlen, sie spielen mit der deutschen U16 bei der EM in Rumänien. Talente finden, fördern, fordern eint die Vereine, die seit 2014 kooperieren. Nachwuchskräfte sollen in beiden Clubs im Training und in Spielen Erfahrungen sammeln. Seit Anfang dieses Jahres arbeiten Towers und Rist auch im Damen- und Mädchen-Basketball zusammen.
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Und es gibt noch weit mehr Gemeinsamkeiten. Der spätere Nationalspieler Willoughby (48) warf von 1996 bis 1998 und von 2008 bis 2010 für den SC Rist, auch Fischer (44) trug das Trikot. Osaro Jürgen Rich Igbineweka (28) fand vor zehn Jahren über Wedel den Einstieg in den Towers-Kader, Barloschky trainierte 2019 bis 2021 beide Vereine. Das Spiel am Freitag war für Hamburger und Wedeler der erste Test für die neue Saison.
Den gewann erwartungsgemäß die Towers. Schon an diesem Sonnabend will Barloschky gegen den 24-maligen dänischen Meister Bakken Bears aus Aarhus weitere Erkenntnisse sammeln. Das Spiel findet in der Wilhelmsburger Inselpark Arena unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Veolia Towers Hamburg: Muttilib (28 Punkte), Kangudia (8), Wade (8), Muenkat (8), Thomasson (8), Fatnassi (7), Martin (7), Theis (6), Pavrette (4), Zeigler (2), Egbe.