Für Clemens J. Setz ist KI zu perfekt, um spannend zu sein

Sachbuchtipps Für Clemens J. Setz ist KI zu perfekt, um spannend zu sein Weitere Sachbücher behandeln politische Lügen in der Antike und britischen Punk Rock Michael Wurmitzer ...

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Für Clemens J. Setz ist KI zu perfekt, um spannend zu sein

Sachbuchtipps

Für Clemens J. Setz ist KI zu perfekt, um spannend zu sein

Weitere Sachbücher behandeln politische Lügen in der Antike und britischen Punk Rock

Michael Wurmitzer

Buchcover mit dem Titel:

Autor vs. KI

Der großartige Autor Clemens Setz ist auch ein spannender Denker. Fein, dass Julia Ehrensberger, Redakteurin des Studierendenmagazins campus a, die Idee hatte, ihn zu Künstlicher Intelligenz zu befragen. Sie erhält darauf nämlich Antworten wie: „LLMs können viel, aber eines mit Sicherheit nicht: sich langsam entwickeln. (...) Sie sehen die Regeln eines Spiels – und in einer Sekunde sind sie bereits übermenschlich brillant darin, unschlagbar. Aber ein gigantischer Teil alltäglicher Poesie und Vitalität des menschlichen Alltags entsteht ja gerade aus der Tatsache, dass jemand noch mitten in einer Entwicklung ist.“ Erschienen sind sie im Büchlein Clemens J. Setz im Gespräch über Die Zukunft des Schreibens (€ 18,95/112 Seiten, edition a).

Buchcover des Werks „Geschönte Geschichte“ von Alexander Demandt. Der Untertitel lautet „Fälschung und Fabelei seit der Antike“. Im unteren Bereich ist eine historische, bewaffnete Figur abgebildet. Verlag: C.H. Beck.

Jahrhunderte alte Lügen

Sei es die ihre Regierung stützende Behauptung diverser Herrscher, sie stammen von den Göttern ab, seien es politische Lügen bei Platon, sei es Urkundenfälschung im Mittelalter, Übertreibungen, Umdeutungen, behauptete Kontakte: "Fake News" und spektakuläre Behauptungen als Werkzeuge der Politik gab es schon immer. Ihnen geht der Althistoriker Alexander Demandt in Geschönte Geschichte (€ 39,95/603 Seiten, C.H. Beck) ab der Antike nach. Dass das mehr als eine lockere, schnelle Lektüre ist, dafür stehen neben dem Umfang auch die vielen Fußnoten. Andererseits sind die nicht das schlechteste Signal in einem Buch dieses Themas. Natürlich ist das auch vor dem Hintergrgund der Gegenwart zu lesen.

Buchcover in Gelb und Schwarz mit dem Titel „Punk Rock – Die ganze Geschichte“ von John Robb. Im Hintergrund ist ein leicht erkennbares, stilisiertes Bild einer Band zu sehen. Unten steht „Ventil“.

Punk Rock erzählt

Siouxsie Sioux, John Lydon, Mark E. Smith, Poly Styrene und noch viele Vertreterinnen und Vertreter des britischen Punk Rock hat John Robb, Musikjournalist, Autor von schon mehreren Büchern zu Musikstilen von Goth bis Rock'n'Roll und selbst mit seiner Band The Membranes von Anfang an Teil der Szene, für sein Buch Punk Rock. Die ganze Geschichte (€ 29,95/532 Seiten, Ventil) befragt. Entstanden ist eine Oral History über die Subkultur und die individuellen Geschichten dahinter: Warum Punk Rock? Wie war das damals? Was passierte Backstage und on stage? Es geht aber auch um Post-Punk und musikalisches Erbe. Im Original erstmals erschienen ist das Werk 2006, aus Anlass von 50 Jahren Punk liegt nun die überarbeitete deutsche Neuauflage vor. (Michael Wurmitzer, 18.9.2026)

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