Gäste kommen auch aus dem Allgäu oder München: Bayerischer Biergarten mit Seeblick
StartseiteLokalesGeretsried-WolfratshausenKönigsdorfStand: 17.09.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenWohl bekomm’s: Inga und Vitali Brauer freuen sich auf zufriedene Gäste. © phDas Restaurant „Da Camp...
- 4 min read
Stand: 17.09.2026, 19:00 Uhr
Kommentare

Das Restaurant „Da Campingwirt" am Bibisee setzt auf regionale Zutaten und faire Preise. An Wochenenden gehen bis zu 400 Gerichte täglich raus.
Königsdorf – Rund um das Naherholungsgelände im Königdorfer Ortsteil Wiesen ist einiges geboten. Neben Badegästen kommen hier auch Feinschmecker voll auf ihre Kosten. Das beweisen Vitali und Inga Brauer jeden Tag. Das von ihnen betriebene Restaurant „Da Campingwirt“ verfügt über einen Biergarten mit 470 Plätzen, die vor allem im Sommer und an warmen Herbstnachmittagen voll besetzt sind. Die Gäste schätzen die Qualität der von regionalen Anbietern bezogenen Zutaten und das gesellige Ambiente.

Augustiner Hell für 4,20 Euro: Campingwirt Königsdorf lockt Gäste aus München
„Tiefkühlkost ist für uns ein absolutes No-Go“, stellt Vitali Brauer klar. Nachdem er zuvor als Küchenchef im „Campingwirt“ gearbeitet hatte, übernahm der 48-Jährige 2019 dort die Leitung des gastronomischen Betriebs. Unterstützt von seiner Frau Inga und 35 weiteren Mitarbeitern – darunter sieben Festangestellten – blickt Brauer trotz schwieriger Startbedingungen und vorübergehender coronabedingter Schließungen heute stolz auf eine florierende Gaststätte. Ob Seminare, Hochzeiten, Geburtstage, Taufen oder Firmenfeiern – Plätze können für jeden Anlass gebucht werden. Belustigt erinnert sich Brauer an die Weihnachtsfeier eines Unternehmens, die aufgrund der terminreichen Adventszeit schon im Herbst stattfinden musste. „Das sah wegen der Deko schon ungewöhnlich aus, war aber ein unvergesslicher Abend“, berichtet der Wirt lachend.
Tiefkühlkost ist für uns ein absolutes No-Go.
Zur Serie
Sommerzeit ist Biergartenzeit und bei diesem Traumwetter sind die Wirte richtig happy. Die Auswahl an kleinen und großen, an klassischen und modernen Freiluftlokalen ist riesig in der Gegend. Schließlich wurde hier, im Isarkreis, erstmals 1812 der Ausschank aus den Bierkellern offiziell zugelassen. Münchner Brauer legten damals in den Flussterrassen der Isar tiefe Keller an, in denen sich der wärmeempfindliche Gerstensaft ganzjährig mit Eis kühl halten ließ. Um die Temperatur des Lagers weiter zu senken, streute man Kies auf den Boden darüber und pflanzte Kastanien, die Schatten spendeten, jedoch mit ihren flachen Wurzeln das Kellergewölbe nicht schädigten. Ab 1825 durften die Wirte an diesen herrlichen Orten auch Speisen ausgeben. Die Biergärten waren geboren. Unsere Zeitung stellt einige in loser Folge vor.
Beliebteste Gerichte sind der zart-saftige Zwiebelrostbraten, Steaks, Salate und die Fischsuppe. Das Fleisch bezieht Brauer von einem Metzger aus Kochel, die Fische aus den Teichen der Aumühle in der Pupplinger Au. Die Steakrezepte hat der Brauer nach mehreren Aufenthalten aus Amerika mitgebracht. Er war einst in leitender Position bei einem in Geretsried angesiedelten Unternehmen beschäftigt. Als der Standort dort geschlossen und nach Osteuropa verlegt wurde, wollten Vitali und Inga diesen Weg nicht mitgehen und entschlossen sich, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Gastronomie muss man lieben. Entweder man macht es voll und ganz mit dem Herzen, oder man lässt es sein“, betont Brauer. Die damalige Entscheidung hat er bisher noch nicht bereut. Jedes Jahr lädt der Wirt einmal im Sommer Bands ein und veranstaltet Open-Air-Konzerte. Die Kapazität des Biergartens wird dann auf 800 Plätze erweitert.
Obwohl das Restaurant an Werktagen erst um 15 Uhr öffnet, gehen rund 250 Essen täglich raus. An Wochenenden, an denen schon ab 10 Uhr ein zünftiges Weißwurstfrühstück möglich ist, sind es bis zu 400 Gerichte. Selbstverständlich gibt es auch Gäste, die sich nur kühle Getränke gönnen und dabei den Blick über den kleinen Campingplatzsee schweifen lassen – der größere Bibisee ist nicht zu sehen. Das frisch gezapfte Augustiner Hell ist schon für vergleichsweise günstige 4,20 Euro, der Aperol- und Limoncello-Spritz für jeweils 5,60 Euro zu haben. Die Weine werden aus Kärnten geliefert. Da verwundert es kaum, dass die Kundschaft zum Teil auch weitere Anfahrtswege aus dem Allgäu oder München nicht scheut. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Campingwirts spricht einfach für sich.
Tanja Lühr
Info
Da Campingwirt, Wiesen, 82549 Königsdorf, kein Ruhetag, Montag bis Freitag ab 15.00 Uhr (Küche kleine Karte), warme Küche ab 16.30 bis 21 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage ab 10.00 Uhr, warme Küche ab 11.30 bis 22 Uhr. Beliebtestes Gericht: Zwiebelrostbraten mit Pommes und Salat für 21,80 Euro. Vom 31. Oktober bis Ostern 2027 ist das Lokal nur an bestimmten Tagen für Firmenfeiern oder Veranstaltungen geöffnet.
Strandkorb und Brezen-Pizza: Dieser bayerische Biergarten vereint Stammtisch und Italienflair