GEEKOM A5 2027 im Test – Ryzen 7 7730U mit Plex und Proxmox

Der goldene GEEKOM A5 2027 mit Ryzen 7 7730U im Test. Proxmox, Home Assistant, Docker, Windows sowie Plex und Jellyfin mit GPU-Transcoding. Der golden...

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GEEKOM A5 2027 im Test – Ryzen 7 7730U mit Plex und Proxmox

Der goldene GEEKOM A5 2027 mit Ryzen 7 7730U im Test. Proxmox, Home Assistant, Docker, Windows sowie Plex und Jellyfin mit GPU-Transcoding.

Der golden angehauchte GEEKOM A5 2027 Edition* kommt mit einem Ryzen 7 7730U, 16 GB DDR4-RAM und einer Radeon Vega 8 daher. Ab Werk sind zwei 8-GB-Module von Lexar im Rechner installiert, wodurch beide SO-DIMM-Slots bereits belegt sind. Für den Proxmox-Test haben wir sie aber gegen einen 32-GB-Riegel ausgetauscht. Maximal sind 64 GB DDR4 möglich.

Ryzen 7 7730U bleibt bei Zen 3

AMD zählt den Ryzen 7 7730U zwar zur Ryzen-7000-Serie, technisch basiert er aber weiterhin auf Zen 3 beziehungsweise Barcelo-R.

Der Prozessor verfügt über acht Kerne und 16 Threads, läuft mit einem Basistakt von 2 GHz und erreicht eine maximale Taktrate von 4,5 GHz. AMD gibt eine TDP ( = thermische Verlustleistung eines Prozessors) von 15 Watt an. AMD-V für virtuelle Maschinen (VM) ist ebenfalls vorhanden.

Im Test liefen mehrere virtuelle Maschinen, Docker-Dienste sowie Claude und Codex gleichzeitig. Das funktioniert trotzdem.

32 GB für Home Assistant, Ubuntu und Windows

Der Home Assistant lief wie immer in seiner eigenen, für Proxmox angepassten VM. Bluetooth kann man an die VM durchreichen. Sie kann dort, wie von anderen Mini-PCs bekannt, für Geräte oder die Voice-Control-Anbindung verwendet werden.

Eine zweite VM übernimmt Ubuntu mit den Docker-Containern, sodass Docker nicht direkt auf dem Proxmox-Host läuft. Daneben lief noch eine Windows-VM.

Darauf liefen Browser, Mail, Word, Excel und andere normale Windows-Anwendungen ordentlich. Gaming, CAD oder größere Videoschnittprojekte waren nicht Teil des Tests, da uns die Grenzen der NUCs sicherlich bewusst sind. Home Assistant, Ubuntu und Windows konnten aber problemlos parallel laufen.

Geekom A5 2027

Claude und Codex können gleichzeitig laufen

Wie schon bei NiPoGi E3B mussten auch Claude und Codex gleichzeitig beim A5 ran. Beide KI-Agenten liefen parallel in mehreren tagelangen Terminal-Sitzungen. Während einer Code durchsucht oder Änderungen vornimmt, kann der andere Tests starten, Git (= Programm zur Versionsverwaltung) benutzen oder Builds ausführen. Unter dem Begriff Build versteht man die Umwandlung von einem Quellcode in ein ausführbares Programm.

Die Modelle selbst laufen natürlich nicht auf der Vega 8, doch Compiler, Dateizugriffe, Tests und mehrere parallele Prozesse erzeugen lokal trotzdem mehr als genug Arbeit.

Mit 32 GB RAM blieben daneben noch Reserven für Browser, Editor und weitere Programme.

Unter dieser Last war der Lüfter zu hören. Er wurde nicht störend laut, bei normaler Office-Arbeit und kaum Auslastung durch Docker & Co. war er wirklich unhörbar.

Vega 8 für Plex und Jellyfin

Im Ryzen 7 7730U hat GEEKOM eine Radeon Vega 8 integriert, die für aktuelle Spiele nur noch wenig interessant ist. Tools wie Plex und Jellyfin können sie dagegen perfekt für Hardware-Decoding und -Encoding nutzen.

Barcelo-R besitzt einen eigenen Videoblock, weshalb Transcodes nicht vollständig über die CPU laufen müssen. Bei unseren Versuchen hatten wir sie „GPU only” eingestellt, damit Claude und Co. die gesamte CPU-Leistung abrufen können, während ein Stream läuft.

Auch das HEVC-Transcoding ist mit der aktuellen Version des Plex Media Servers nun regulär verfügbar.

Plex unterstützt AMD-GPUs nach wie vor weniger umfassend als Intel Quick Sync oder NVIDIA. Wer einen reinen Transcoding-Server mit möglichst vielen parallelen Streams plant, sollte Intel Quick Sync deshalb mit auf die Liste setzen. Für diesen Zweck ist die Leistung des A5 beim Video-Transcoding einfach nicht gut genug, um zehn oder mehr Personen mit 4K-Streams zu versorgen.

GEEKOM A5 2027 mit einem 2,5-Gbit-LAN-Port

Leider verfügt der A5 nur über einen 2,5-Gbit-LAN-Port. Unter Proxmox teilen sich die VMs diesen Anschluss jedoch problemlos über eine Bridge.

Als Firewall würde ich den A5 jedoch nicht einsetzen, da dafür ein zweiter LAN-Port fehlt. Die Nutzung von VLANs oder ein zusätzlicher USB-Netzwerkadapter sind aber weiterhin möglich.

Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4

Der A5 läuft im Test per Ethernet im Netz, WLAN läuft über Wi-Fi 6 und Bluetooth über Version 5.4.

Bluetooth lässt sich unter Proxmox an Home Assistant durchreichen und dort weiterverwenden. Das ist bei vielen Mini-PCs oft ein Problem.

Der GEEKOM A5 2027 beinhaltet gleich drei interne Laufwerke

In den A5 passen intern eine M.2-2280-SSD mit PCIe 3.0 x4, eine M.2-2242-SATA-SSD und ein 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk mit 7 mm Bauhöhe.

Der 2,5-Zoll-Käfig ist im abschraubbaren Boden integriert. Beim Öffnen sollte man deshalb etwas aufpassen, denn direkt unter dem Deckel hängt das sehr dünne SATA-Kabel zum Mainboard.

Nach dem Lösen der vier Schrauben sollte der Boden daher nur vorsichtig angehoben werden. Das Kabel könnte man ansonsten aus Versehen abreißen.

GEEKOM nennt 4 TB für M.2 2280, 1 TB für M.2 2242 und 2 TB für das 2,5-Zoll-Laufwerk.

PCIe 4.0 gibt es nicht. Eine entsprechende SSD funktioniert zwar, läuft im A5 aber nur mit PCIe 3.0.

GEEKOM A5 2027
Der Bolide von hinten betrachtet.

USB 3.2 für mehrere HDDs

Da USB4 fehlt, taugt der A5 als Basis für eine eGPU wenig.

Drei USB-A- und zwei USB-C-Anschlüsse arbeiten mit USB 3.2 Gen 2 und erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s. Hinzu kommt ein USB-2.0-Port.

Ein externes HDD-Gehäuse mit mehreren Festplatten man laut GEEKOM problemlos daran betreiben.

Mechanische Festplatten kommen gemeinsam nicht so schnell an die 10-Gbit/s-Grenze, weshalb eine große Plex- oder Jellyfin-Bibliothek komplett extern liegen kann.

Vier 4K-Displays

Der EEKOM A5 2027 verfügt über zweimal HDMI 2.0b und zweimal USB-C mit Bildausgabe. Laut GEEKOM sind bis zu vier 4K-Displays gleichzeitig möglich. Hinzu kommen ein SD-Kartenleser, eine 3,5-mm-Klinke und ein Kensington-Lock.

Wake-on-LAN mit LUKS

Windows 11 ist ab Werk vorinstalliert und lizenziert. Der A5 unterstützt ebenfalls Wake-on-LAN und geplante Starts.

Bei einem unverschlüsselten Linux oder Proxmox startet der Rechner per Wake-on-LAN und ist im Anschluss normal per SSH erreichbar.

Mit LUKS und LVM stoppt der Bootvorgang hingegen bei der verschlüsselten Root-Partition. Mithilfe von initramfs-tools kann Dropbear in die Initramfs eingebaut werden.

Das erste Terminal verbindet sich nach dem Wake-on-LAN mit diesem SSH-Server und entsperrt LUKS. Danach startet das eigentliche System weiter und das zweite Terminal übernimmt den normalen SSH-Login.

Auf unserem aktuellen Aufbau läuft Dracut. Dort wird der SSH-Zugang direkt in die Dracut-Initramfs eingebaut. Dafür gibt es unter anderem die Pakete „dracut-crypt-ssh” und „dracut-sshd”. Der erste SSH-Zugang entsperrt LUKS in der Initramfs, danach übernimmt der reguläre SSH-Server.

VESA-Halterung liegt bei

Der EEKOM A5 2027 hat die Maße 117 × 112 × 49,2 mm und wiegt 652 Gramm. Im Karton befinden sich ein 65-Watt-Netzteil, ein HDMI-Kabel und eine VESA-Halterung. Damit kann der Rechner bei Bedarf hinter einem Monitor montiert werden.

32 dB bleiben hörbar

GEEKOM gibt 28 dB im Leerlauf und rund 32 dB unter Volllast an. Dabei handelt es sich um Herstellerangaben. Im Test war der Lüfter bei gleichzeitig arbeitendem Claude und Codex zwar hörbar, aber nicht unangenehm laut.

GEEKOM gibt außerdem an, dass die Kerntemperatur nach einer Stunde Volllast bei über 30 Grad Umgebungstemperatur weniger als 72 Grad beträgt. Eine eigene Temperaturmessung haben wir nicht durchführt.

Drei Jahre Garantie

GEEKOM gibt drei Jahre Garantie auf den A5. Im eigenen Shop nennt GEEKOM außerdem 30 Tage für Rückgabe und Umtausch.

Fazit zum GEEKOM A5 2027

Im Test lief das Gerät mit Proxmox, Home Assistant, Ubuntu samt Docker und einer Windows-VM. Auch Claude und Codex liefen parallel auf dem Rechner.

Die Vega 8 übernimmt das Hardware-Transcoding für Plex und Jellyfin. Unter längerer Last wird der Lüfter hörbar, bleibt aber leise.

Der einzelne 2,5-Gbit-LAN-Port ist für den Einsatz als Proxmox- und Medienserver geeignet, für eine Firewall fehlt jedoch ein zweiter physischer Anschluss.

USB4 ist nicht vorhanden. Für mehrere HDDs kann stattdessen ein externes USB-3.2-Gen-2-Gehäuse genutzt werden.

Die serienmäßigen 16 GB bestehen aus zwei 8-GB-Modulen von Lexar. Um auf 32 GB zu kommen, müssen deshalb beide Module gegen einen einzelnen 32-GB-Riegel getauscht werden. Dort* kann man den Boliden auf kleinstem Raum kaufen, wenn man es möchte, weil er zu euren Bedürfnissen passt. Was die Hardware kann, darüber haben wir uns ja erneut ausführlich ausgelassen.

Hinweis: Wir haben für die Erstellung des vorliegenden Tests vom GEEKOM A5 2027 kein Geld erhalten, weswegen wir (wie üblich) frei und offen berichten können. Der Hersteller hat uns das Gerät aber netterweise dauerhaft kostenlos zur Verfügung gestellt. Die mit einem * markierten Links sind Affiliate-Links von Amazon. Enuff said.

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