Prävention vor Hundebissen: Neue Kampagne im Kanton Zürich
Meistens gibt es keine Probleme bei Begegnungen zwischen Menschen und Hunden. Trotzdem kommt es im Alltag vor, dass Hunde beissen. Im Kanton Zürich ist das 2025 insgesamt 860 Mal passiert – etwa gleich oft wie ...
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Meistens gibt es keine Probleme bei Begegnungen zwischen Menschen und Hunden. Trotzdem kommt es im Alltag vor, dass Hunde beissen. Im Kanton Zürich ist das 2025 insgesamt 860 Mal passiert – etwa gleich oft wie im Jahr zuvor. Der Trend zeigt langfristig allerdings nach oben. Eine schweizweite Statistik gibt es nicht.
Von Hundebissen sind vor allem Kinder betroffen. Oft wissen sie nicht, wie sie sich verhalten sollen. Und das kann fatale Folgen haben. Doch auch Erwachsene sind im Umgang mit Hunden im Alltag häufig unsicher oder haben Angst.
Ein Hund kann auch Angst auslösen. Richtiges Verhalten bei einer Begegnung gibt Sicherheit.
KEYSTONE / Andreas Becker
Der Kanton Zürich hat deshalb eine Präventionskampagne lanciert, die den sicheren Umgang mit Hunden thematisiert. Klar ist zwar, dass der Hundehalter oder die Hundehalterin die Verantwortung für den eigenen Vierbeiner trägt. Dennoch können einige Tipps des Veterinäramts helfen, unangenehme Begegnungen zwischen Hund und Mensch zu vermeiden. So verhält man sich im Alltag richtig:
Ruhig stehen bleiben
Wenn ein Hund auf einen zu rennt, sollte man möglichst ruhig stehen bleiben. Denn Hunde finden schnelle Bewegungen spannend. Wegrennen, laut zurufen oder schreien reizen die Hunde zum Hinterherlaufen. Wer ruhig stehen bleibt, signalisiert dem Hund, dass alles in Ordnung ist.
Der Kanton Zürich hat vor dem Schulstart seine Präventionskampagne «Hunden sicher begegnen» lanciert.
Laurent Falkenberg
Ebenso wichtig ist es, dem Hund nicht in die Augen zu schauen und die Arme hängen zu lassen. Dann: warten, bis er weg ist.
Gegenstände fallen lassen
Wenn der Hund einem etwas wegnehmen will, sollte man es einfach fallen lassen. Auch in diesem Fall helfen Nichtbeachtung und das Vermeiden von Augenkontakt. Am besten ist es, ruhig zu bleiben und die Hände nach unten zu halten. So muss der Hund nicht nach oben springen. Auch in diesem Fall: warten, bis der Hund weg ist.
Wenn ein Hund angebunden ist
Vor dem Laden zum Beispiel oder im Gartenrestaurant kann man Hunden begegnen, die angebunden sind. Wichtige Verhaltensweise hier: niemals direkt auf den Hund zugehen. Man sollte das Tier weder anfassen noch ihm in die Augen schauen. Denn ein Hund, der auf «seinen» Menschen wartet, ist oft angespannt. Weil er angebunden ist, kann er zudem nicht einfach weglaufen. Er braucht deshalb viel Platz und Ruhe.
An einem Hund vorbeigehen
Das Wichtigste bei dieser Begegnung: Abstand halten. Denn Hunde beobachten genau, was in ihrer nächsten Umgebung passiert. Sie könnten erschrecken, wenn jemand zu nah oder zu schnell an ihnen vorbeigeht.
Im Alltag begegnet man Hunden sicher, indem man Abstand hält und ihnen nicht in die Augen schaut.
KEYSTONE / Andreas Becker
Hält man Abstand zum Hund und geht ruhig an ihm vorbei, fühlen sich sowohl Mensch als auch Hund wohler. Auch hier gilt: dem Hund nicht in die Augen schauen.
Für Kinder, die am Boden spielen: Stillhalten
Wenn ein Kind am Boden spielt und ein Hund vorbeigeht, sollte es sich auf den Knien zusammenrollen und den Kopf mit den Händen schützen. Diese Position hilft auch, wenn ein Hund ein Kind umgeworfen hat. Wenn das Kind nach so einem Vorfall zusammengerollt am Boden bleibt, ganz still ist und sich nicht bewegt, verliert der Hund sein Interesse. Dann sollte das Kind warten, bis der Hund weg ist.