Nach CIA-Geheimbesuch in Moskau: NATO-Land bestätigt Ziel der Mission – „Botschaft hat Kreml-Regime erreicht“
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Geheimer CIA-Besuch in Moskau: Litauens Präsident bestätigt Berichte – „Treffen kam nicht zufällig zustande“
Stand: 31.08.2026, 20:23 Uhr
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Wenige Tage nach dem Geheimtrip von CIA-Chef Ratcliffe nach Moskau bestätigt ein NATO-Partner erste Mutmaßungen. Er hoffe, dass „die Botschaft das Kreml-Regime erreicht hat“.
Vilnius – Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda hat bestätigt, dass Washington ihn über die Inhalte des geheimen Moskau-Besuchs von CIA-Chef John Ratcliffe unterrichtet hat. „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass das Treffen die gesteckten Ziele erreicht hat, und es zielte darauf ab, die Spannungen in der Region zu reduzieren“, sagte Nauseda litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius.

Zugleich fügte Nauseda hinzu: „Ich hoffe sehr, dass diese Botschaft das Kreml-Regime rechtzeitig erreicht hat.“ Nähere Details nannte er nicht – das sei mit Washington so abgestimmt.
NATO wusste von Moskau-Treffen Bescheid: „Kam nicht zufällig zustande“
Ratcliffe hatte Moskau vergangenen Mittwoch unangekündigt besucht. Der Besuch löste weltweit Spekulationen aus, weil offiziell kaum etwas über Zweck und Inhalt der Reise bekannt wurde. US-Medien berichteten unter Berufung auf anonyme Quellen, Ratcliffe habe Russland bei der Visite vor Angriffen auf NATO‑Verbündete gewarnt. Der Kreml dementierte diese Darstellung und wies die Verantwortung dem Westen zu.
Nauseda mahnte, dem Treffen nicht zu viel Bedeutung beizumessen. „Wir sollten nicht verheimlichen, dass das Treffen nicht zufällig zustande kam und dass die Absicht darin bestand, bestimmte Botschaften zu übermitteln, die zu diesem Zeitpunkt übermittelt werden mussten“, sagte er. Die Sicherheitslage in der Region sei zwar weiterhin angespannt, habe sich zuletzt aber nicht dramatisch verschlechtert.
In den baltischen Staaten und Polen wächst dennoch die Sorge, Russland könnte angesichts seiner Schwierigkeiten im Ukraine-Krieg verstärkt dazu übergehen, NATO‑Staaten zu provozieren. Die litauische Regierung hat bereits vor möglichen Sabotageversuchen und hybriden Angriffen auf kritische Infrastruktur gewarnt und die Sicherheitsvorkehrungen an wichtigen Transport- und Energieanlagen des Landes verschärft.
Hybride Angriffe auf Deutschland: Regierung bereitet offenbar harte Russland-Reaktion vor
Auch Deutschland blieb von mutmaßlich russischen Aktionen nicht verschont: Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Bislang vermied es die Bundesregierung aber, Russland konkret der Urheberschaft zu beschuldigen.
Am Wochenende hatten die Welt am Sonntag und das Portal Politico berichtet, die Bundesregierung mache Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich und bereite eine harte Reaktion vor. Demnach ist eine Kombination von direkten Maßnahmen Deutschlands und neuen EU-Sanktionen geplant. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor gesagt, die Regierung stimme ihre Reaktion auch mit den EU- und NATO-Partnern ab. Die Bekanntgabe werde „nicht mehr lange dauern“. (Quellen: dpa, AFP) (nak)